ArchivMedizin studieren3/2012Organspende: Gesetz novelliert

Fokussiert

Organspende: Gesetz novelliert

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2012: 4

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Fotolia/Mast
Foto: Fotolia/Mast

Nach jahrelangen Diskussionen hat der Bundestag eine Neuregelung zur Organspende auf den Weg gebracht. Mit breiter Mehrheit verabschiedete das Parlament Ende Mai einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Einführung der sogenannten Entscheidungslösung.

Nun wird noch in diesem Jahr jeder Bürger über 16 Jahre von seiner Krankenkasse per Brief Informationen zum Thema Organspende erhalten und aufgefordert, zu erklären, ob er nach seinem Tod Organe spenden will. Eine Pflicht, sich zu entscheiden, gibt es aber nicht. Um eine Entscheidung jedes Einzelnen zu ermöglichen, ist eine breite Aufklärung durch die Länder, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie die Krankenkassen vorgesehen.

Anzeige

Verabschiedet hat das Parlament ferner eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Die Novelle verpflichtet die etwa 1 350 Kliniken mit Intensivstationen, einen Transplantationsbeauftragten zu berufen. Dieser soll die Organspenden besser koordinieren und Angehörige potenzieller Spender beraten. Außerdem werden durch das Gesetz EU-weite einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards festgelegt. ER

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema