Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2012: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Medizin studieren ist mehr als nur Fakten büffeln und bei Pflichtveranstaltungen Präsenz zeigen. Medizin studieren heißt auch, sich auszuprobieren und für viele Dinge offen zu sein. Dieser Ansicht war glücklicherweise auch die Politik, als es um die Änderung der Ärztlichen Approbationsordnung ging: Die Einführung eines Pflichttertials oder -quartals Allgemeinmedizin im praktischen Jahr (PJ) lehnte der Bundesrat – auch angesichts der bundesweiten studentischen Proteste – Ende Mai ab. Statt auf Zwang setzt er auf Interesse und Eigeninitiative der Studierenden (Seite 7–8 und Seite 20).

Nun liegt es an den künftigen Ärztinnen und Ärzten, das Beste aus den Praktika, Famulaturen und den Tertialen im PJ für sich persönlich zu machen. Wertvoll ist dabei auch die Fähigkeit, sich Fächern gegenüber zu öffnen, die im regulären Studienbetrieb nur eine marginale Rolle spielen. So manch einer hat bei solchen Gelegenheiten bereits seinen Traumjob gefunden, beispielsweise sportbegeisterte Studenten in der Sportmedizin (Seite 16).

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In viele Fachrichtungen erhält man allerdings auch im Ausland einen guten Einblick. Dabei ist es gleichzeitig möglich, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und andere Gesundheitssysteme mit ihren Stärken und Schwächen kennenzulernen, zum Beispiel bei einem PJ-Abschnitt in Großbritannien (Seite 10). Übrigens: Auch viele deutsche Klinikarbeitgeber schätzen diese Art von Interesse und Eigeninitiative.

Ganz gleich, wohin es einen verschlägt: Nur wer Spaß am Studium hat, kann auch erfolgreich ins Berufsleben starten. Wichtig ist es, trotz stressiger Lern- oder Forschungsphasen seinen körperlichen und mentalen Ausgleich und vor allem seinen Humor nicht zu verlieren (Seite 24). Und für das Examen gilt: Auch Prüfer sind nur Menschen (Seite 14).

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

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