ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2012Mengenentwicklung: Krankenhäuser wehren sich gegen Vorwürfe

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Mengenentwicklung: Krankenhäuser wehren sich gegen Vorwürfe

Dtsch Arztebl 2012; 109(26): A-1347 / B-1167 / C-1147

Flintrop, Jens

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Mehr Krankenhausfälle: Eine Ursache ist der demografische Wandel. Foto: iStockphoto
Mehr Krankenhausfälle: Eine Ursache ist der demografische Wandel. Foto: iStockphoto

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) weist Vorwürfe zurück, wonach Kliniken aus ökonomischem Kalkül heraus medizinisch nicht notwendige Leistungen erbringen. „Ein Blick auf die häufigsten Hauptdiagnosen zeigt doch, dass die meisten Patienten mit Blaulicht ins Krankenhaus kommen“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum Ende Juni bei einer Veranstaltung der „AG Zukunft des Gesundheitswesens“ in Düsseldorf. Dass die Anzahl der Krankenhausfälle seit Jahren zunehme, sei vor allem der höheren Behandlungshäufigkeit bei älteren Menschen in Verbindung mit dem demografischen Wandel geschuldet.

Baum: „Es findet keine bedenkliche und besonders erklärungsbedürftige Mengenausweitung in den Krankenhäusern statt.“ Dies zeige auch der Blick auf die Finanzentwicklung in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung in den ersten drei Monaten des Jahres. Hintergrund: Die Ausgaben der Krankenkassen für die Leistungen der Krankenhäuser sind im ersten Quartal 2012 um 3,3 Prozent gestiegen, der durchschnittliche Ausgabenzuwachs in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung betrug hingegen 3,5 Prozent.

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Der DKG-Hauptgeschäftsführer verwies darauf, dass das Statistische Bundesamt auch für die kommenden Jahre von einem Anstieg ausgehe. Demnach werde die Zahl der jährlichen Krankenhausfälle von derzeit 17,9 Millionen (2011) auf 18,8 Millionen im Jahr 2020 steigen. JF

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