ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2012Private Kran­ken­ver­siche­rung: Leistungen werden ausgeweitet

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Private Kran­ken­ver­siche­rung: Leistungen werden ausgeweitet

Dtsch Arztebl 2012; 109(26): A-1347 / B-1167 / C-1147

Stüwe, Heinz

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Viele private Krankenversicherer werden am Jahresende mit der Umstellung auf Unisextarife ihre Leistungen ausweiten und beispielsweise bisherige Beschränkungen bei der ambulanten Psychotherapie aufgeben. Das haben Sprecher des Verbandes der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV-Verband) auf der Mitgliederversammlung in Berlin angekündigt. Die Umstellung bezieht sich zunächst nur auf neue Versicherungsverträge. Inwieweit sie auch Bestandskunden zugutekommen wird, blieb offen.

Die Branche reagiert damit auf Kritik am Leistungsumfang. Verbandsvorsitzender Reinhold Schulte (Deutscher Ring/Signal) gestand „ein paar Problempunkte“ ein und nannte geschlossene Heilmittelkataloge und die ambulante Psychotherapie, die bei der PKV nicht immer oder nur beschränkt im Versicherungsschutz enthalten ist.

Zugleich kritisierte Schulte die Schlussfolgerung aus einer Studie des Instituts für Mikrodatenanalyse Kiel, wonach 80 Prozent der PKV-Tarife weniger leisteten als die GKV. In dem Vergleich seien die Bezugspunkte willkürlich gewählt worden. Beim Zahnersatz, bei Brillen, bei rezeptfreien Arzneimitteln und generell bei der Honorierung ärztlicher Leistungen ohne Budgetgrenzen ständen Privatversicherte besser da als Mitglieder der GKV.

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Schulte würdigte die Haltung des Präsidenten der Bundes­ärzte­kammer, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, der sich auf dem Deutschen Ärztetag klar zum Erhalt der PKV bekannt habe. Er sprach von einem „Schulterschluss“ mit der Ärzteschaft. Stü

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