ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2012Hartwig Bauer: Chirurg mit diplomatischem Geschick

PERSONALIEN

Hartwig Bauer: Chirurg mit diplomatischem Geschick

Zylka-Menhorn, Vera

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Hartwig Bauer, Foto: DGCH
Hartwig Bauer, Foto: DGCH

Präsidenten kamen und gingen – Professor Dr. med. Hartwig Bauer aber blieb. Ein Jahrzehnt bekleidete der passionierte Chirurg das Amt des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und führte die in Berlin unter dem Dach des Langenbeck-Virchow-Hauses wieder zusammengefundenen chirurgischen Fachgesellschaften mit großem Geschick durch die Turbulenzen des Gesundheitssystems. Diese anspruchsvolle Aufgabe erfüllte Bauer mit viel Stehvermögen, Fingerspitzengefühl und einem feinen politischen Gespür.

Sein „diplomatisches“ Talent hinderte den 1942 in Eichstätt geborenen Vollblutchirurgen jedoch nicht daran, Ungereimtheiten oder Missstände offen und pointiert beim Namen zu nennen. Bauer tat dies aber nie in verletzender oder unversöhnlicher Weise, so dass er zu einem gern gesehenen Gast auf den medizinischen und gesundheitspolitischen Bühnen des Landes wurde. Auch Journalisten schätzen ihn als fairen Gesprächspartner.

Selbst eine „Konstante“ im schnelllebigen Politikbetrieb, ist Bauer ein Freund von Innovation und Veränderung. Nicht nur als Generalsekretär der DGCH, sondern von 1981 bis 2002 auch als Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Kreisklinik Altötting hat sich Bauer frühzeitig in den Bereichen Krankenhausökonomie, Klinikmanagement, Qualitätssicherung sowie ärztliche Weiter- und Fortbildung engagiert. Eine Herzensangelegenheit ist für ihn das 2007 gestartete „Studienzentrum“ der Fachgesellschaft, das dem Mangel an guten klinischen Studien in der Chirurgie entgegenwirken soll. Vera Zylka-Menhorn

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote