ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2012Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Hecken verspricht Transparenz

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Hecken verspricht Transparenz

Dtsch Arztebl 2012; 109(29-30): A-1462 / B-1262 / C-1242

Osterloh, Falk

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Mit Elan ins neue Amt: Josef Hecken ist zuversichtlich, dass der G-BA noch in diesem Jahr die Bedarfsplanungsrichtlinie vorlegt. Foto: Georg J. Lopata
Mit Elan ins neue Amt: Josef Hecken ist zuversichtlich, dass der G-BA noch in diesem Jahr die Bedarfsplanungsrichtlinie vorlegt. Foto: Georg J. Lopata

Unter der Leitung des neuen Unparteiischen Vorsitzenden Josef Hecken ist das Plenum des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) am 5. Juli zu seiner ersten Sitzung in der dritten Amtsperiode zusammengekommen. „Wir müssen als Selbstverwaltung beweisen, dass wir Versorgungsstrukturentscheidungen zum Wohle der Patienten treffen können“, sagte der bisherige Staatssekretär im Familienministerium, der am 1. Juli die Nachfolge von Dr. Rainer Hess angetreten hatte: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir das können.“ Hecken kündigte an, den eingeleiteten Prozess, die Entscheidungsprozesse im G-BA transparent zu machen, sehr konsequent fortführen zu wollen.

Der frühere Präsident des Bundesversicherungsamtes ist zuversichtlich, dass der G-BA noch in diesem Jahr die Bedarfsplanungsrichtlinie vorlegt. Im August werde man zu einer Klausurtagung zusammenkommen, um sich mit den offenen Fragen zu befassen.

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Die Frist vom Gesetzgeber, bis zum Ende des Jahres eine Richtlinie zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung vorzulegen, sei „überaus ehrgeizig“, betonte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und zuvor bis Ende Juni stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Bundes­ärzte­kammer. Ihrer Wahrnehmung zufolge stehe der neue Sektor zurzeit eher in der Kritik. Man solle aber nicht vergessen, was die ursprüngliche Intention dieses Sektors gewesen sei – „nämlich für Patienten mit komplexen und seltenen Erkrankungen einen Zugang zu spezialisierter Behandlung mit interdisziplinärem Abstimmungsbedarf zu schaffen“. Dieses übergeordnete Ziel sei begrüßenswert, so Klakow-Franck. fos

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