ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2012Prävention in Schulen: Ärzte begrüßen den Vorstoß

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Prävention in Schulen: Ärzte begrüßen den Vorstoß

Dtsch Arztebl 2012; 109(29-30): A-1463 / B-1263 / C-1243

Flintrop, Jens

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Lücken in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen könnten geschlossen werden. Foto: picture alliance
Lücken in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen könnten geschlossen werden. Foto: picture alliance

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hat die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr vorgeschlagene Ausweitung der Vorsorgeuntersuchungen in den Schulen begrüßt, aber aber auch darauf hingewiesen, dass dies bei der aktuell schlechten personellen Ausstattung der Gesundheitsämter nicht umsetzbar sei: „Die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern gehört bisher nicht in den Aufgabenbereich der Gesundheitsämter“, betonte die Vorsitzende des Verbandes, Dr. med. Ute Teichert-Barthel. Bislang sei die Einschuluntersuchung, die flächendeckend von den Gesundheitsämtern durchgeführt wird, die einzige bundesweite Pflichtuntersuchung einer Altersgruppe.

Besonders in ländlichen Regionen können viele Gesundheitsämter schon heute pädiatrische Stellen nicht besetzen, so dass zusätzliche Aufgaben kaum zu schultern wären. Ein Grund für den Personalmangel ist, dass die Amtsärzte zehn bis 20 Prozent weniger verdienen als Klinikärzte. Die kommunalen Arbeitgeber weigern sich nach wie vor, die Ärzte in den Gesundheitsämtern tariflich mit den Ärzten in kommunalen Krankenhäusern gleichzustellen. Damit forcierten die kommunalen Arbeitgeber den Ärztemangel im öffentlichen Gesundheitsdienst, meint die Ärztegewerkschaft Marburger Bund.

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Bahrs Vorstoß, die Ärzte vermehrt zu Vorsorgeuntersuchungen in die Schulen zu schicken, könnte Teil des Präventionsgesetzes werden, das im Herbst in der Koalition weiter beraten werden soll. JF

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