ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2012Mammographie-Screening-Programm: Große Studie überprüft den Nutzen

AKTUELL

Mammographie-Screening-Programm: Große Studie überprüft den Nutzen

Dtsch Arztebl 2012; 109(29-30): A-1464

Zylka-Menhorn, Vera

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Nutzen und Risiken: Jede Untersuchung ist mit einer zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden. Foto: dpa
Nutzen und Risiken: Jede Untersuchung ist mit einer zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden. Foto: dpa

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt im Rahmen eines Forschungsvorhabens federführend durch die Universität Münster überprüfen, wie wirksam das deutsche Mammographie-Screening-Programm die Brustkrebssterblichkeit verringert. Seit 2009 können in Deutschland Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs in Anspruch nehmen. „Der Nutzen des Programms muss größer sein als die möglichen Risiken“, betont Wolfgang Weiss, Fachbereichsleiter beim BfS, „schließlich ist jede Untersuchung mit einer zusätzlichen Strahlenbelastung verbunden.“

Internationale Studien haben einen Nutzen des Brustkrebsfrüherkennungsprogramms für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren nachgewiesen, allerdings gibt es daran nach wie vor Zweifel. Ob und in welchem Ausmaß die Brustkrebssterblichkeit durch die Einführung des Mammographie-Screenings in Deutschland tatsächlich sinkt, konnte bisher nicht nachgewiesen werden, da hierzu ein Bewertungszeitraum von mindestens zehn Jahren erforderlich ist. Das nun beginnende Forschungsvorhaben schafft hierzu wesentliche Grundlagen. Mit ersten Ergebnissen ist demnach in etwa sieben Jahren zu rechnen. zyl

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema