ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2012Rhön-Klinikum AG: Neue Mitbewerber im Übernahmepoker

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Rhön-Klinikum AG: Neue Mitbewerber im Übernahmepoker

Dtsch Arztebl 2012; 109(29-30): A-1462 / B-1262 / C-1242

dapd

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Objekt der Begierde: Fresenius, Asklepios, Sana und B. Braun Melsungen halten Anteile an Rhön. Foto: dpa
Objekt der Begierde: Fresenius, Asklepios, Sana und B. Braun Melsungen halten Anteile an Rhön. Foto: dpa

In der Kliniklandschaft brodelt es weiter gewaltig. Seit Fresenius mit dem Angebot, die Rhön-Klinikum AG zu übernehmen, zunächst am Konkurrenten Asklepios gescheitert ist, sind weitere Mitspieler auf den Plan getreten. So verdichten sich die Anzeichen, dass sich auch der viertgrößte private Klinikbetreiber, die Sana-Kliniken AG, bei Rhön in Stellung gebracht hat. Mit B. Braun Melsungen hält zudem offenbar auch ein Pharmawettbewerber von Fresenius Anteile.

Die Sana-Kliniken sollen aktuell einen Anteil von knapp drei Prozent an Rhön halten. Insider gehen aber davon aus, dass der Konzern bald die meldepflichtige Schwelle von drei Prozent überschreiten könnte. Der Aktienkauf soll im Einvernehmen mit den Großaktionären erfolgt sein. Sana gehört 31 privaten Krankenversicherern.

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Auch der Pharma- und Medizinproduktehersteller B. Braun Melsungen hält angeblich bereits länger knapp drei Prozent der Rhön-Aktien. Eine Sprecherin wollte sich zu dieser „Spekulation“ nicht äußern.

Bei Rhön gilt für wichtige Entscheidungen eine satzungsmäßige Sperrminorität von nur zehn Prozent. Daher können Besitzer mehrerer kleiner Aktienpakete gemeinsam eine völlige Übernahme verhindern. Für Fresenius wird es nun immer riskanter, eine neue Übernahmeofferte für Rhön zu wagen. Im Markt kursieren Spekulationen, Fresenius könnte bei einem zweiten Anlauf zur Übernahme nur noch einen Kapitalanteil von 50 Prozent plus eine Aktie anpeilen. Fresenius hätte dann mit Asklepios und Sana aber mindestens zwei lästige Konkurrenten mit an Bord. dapd

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