ArchivDeutsches Ärzteblatt3/1996Kurzarztbrief erfolgreich getestet

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Kurzarztbrief erfolgreich getestet

Dauth, Sabine

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LNSLNS ESSEN. Das neue Konzept für einen knapperen internistischen Arztbrief hat sich an der II. Medizinischen Klinik des Elisabeth-Krankenhauses Essen bewährt. Nach gut einem Jahr der Erprobung sind nach Auskunft der verantwortlichen Ärzte negative Rückmeldungen ausgeblieben. Statt dessen äußerten die niedergelassenen Ärzte ihre Zufriedenheit.
Seit Ende 1994 wird Patienten bei der Entlassung ein sogenannter Kurzarztbrief von einer Seite mitgegeben. Die Vorteile für die Klinik liegen darin, daß weniger Schreibarbeit anfällt und der Fall schneller abgeschlossen wird. Die niedergelassenen Ärzte wiederum profitieren davon, früher als bisher einen Arztbrief aus der Klinik vorliegen zu haben. Wenn Fragen offengeblieben sind, werden sie telefonisch geklärt.
In Essen verweist man auch auf eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Südbaden bei 262 Hausärzten. Sie hatte ergeben, daß nur rund neun Prozent den Arztbrief aus dem Krankenhaus immer, etwa 27 Prozent ihn oft und der Rest ihn nur gelegentlich so zeitig erhalten, daß die weitere Behandlung darauf abgestimmt werden kann.
Wer sich für das Essener Konzept interessiert, kann sich wenden an: Dr. med. Andreas Rahn, ElisabethKrankenhaus Essen, Haus Berge, Germaniastraße 3, 45356 Essen, Telefon 02 01/ 6 31 10. th
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