ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2012Versorgung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1 250 g

MEDIZIN: Originalarbeit

Versorgung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1 250 g

Risikoadjustierte Qualitätsvergleiche zur Validierung eines fallzahlbasierten Steuerungsmodells

The care of preterm infants with birth weight below 1250 g: risk-adjusted quality benchmarking as part of validating a caseload-based management system

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(31-32): 519-26; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0519

Kutschmann, Marcus; Bungard, Sven; Kötting, Joachim; Trümner, Andrea; Fusch, Christoph; Veit, Christof

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Hintergrund: Zur Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität bei Frühgeborenen unter 1 250 g wird eine Mindestmengenregelung von 30 Fällen pro Jahr kontrovers diskutiert.

Methode: Anhand der Neonataldaten von 7 405 Frühgeborenen wurde ein Risikoadjustierungsmodell entwickelt und der Einfluss des Versorgungsvolumens auf die risikoadjustierte Mortalität analysiert. Zudem wurde die Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung für die Qualitätsbeurteilung untersucht. Die Autoren definieren die Versorgungsqualität in einzelnen Krankenhäusern als überdurchschnittlich, wenn die beobachtete Mortalität niedriger ist, als die Mortalität, die aufgrund des Risikoprofils der behandelten Frühgeborenen zu erwarten wäre.

Ergebnisse: Das adjustierte Sterberisiko ist in kleinen Krankenhäusern (jährliche Fallzahl < 30) insgesamt signifikant höher als in größeren (Odds Ratio: 1,34). Auch in Krankenhäusern mit einer Zahl an Frühgeburten oberhalb der Mindestmenge fand man eine sehr große Variabilität hinsichtlich der risikoadjustierten Mortalität (3,5 % bis 28,6 %). Von den Frühgeborenen aus sämtlichen großen Abteilungen wurden 56 % in Abteilungen mit überdurchschnittlicher Qualität behandelt. 44 % aller Krankenhäuser mit überdurchschnittlicher Versorgungsqualität lagen im Fallzahlbereich 14 bis 29.

Schlussfolgerungen: Aufgrund der hohen Variabilität der risikoadjustierten Mortalität auch in größeren Krankenhäusern ist eine Fallzahl von mindestens 30 Fällen pro Jahr ein ungeeigneter Indikator für Versorgungsqualität. Die Neonataldaten der externen Qualitätssicherung sollten für die Entwicklung eines Instruments zur qualitätsbasierten Versorgungssteuerung genutzt werden, das neben Mortalität und Morbidität auch das Kompetenzprofil der Krankenhäuser berücksichtigt.

LNSLNS

In Deutschland kommen jedes Jahr mehr als 9 000 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1 500 g zur Welt (1). Um eine hochwertige Versorgung dieser Hochrisikopatienten sicherzustellen, beschloss der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) 2009 für diesen Bereich eine Mindestmengenregelung (2), die 2010 für Kinder unter 1 250 g auf 30 Fälle pro Jahr angehoben wurde (3). Allerdings ist dieser Beschluss derzeit ausgesetzt (4). Bei der Begründung der Fallzahlmenge bezieht sich der G-BA auf ein Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (5). Das Institut kommt zum Ergebnis, dass bei der Versorgung von Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1 500 g die Sterblichkeit mit steigender Fallzahl einer Klinik sinkt, ohne dass die geringere Sterberate sicher auf das höhere Versorgungsvolumen zurückzuführen sei. Es lag nahe, die Argumentationsgrundlage und mögliche Auswirkungen der Mindestmengenregelung anhand von Neonataldaten zu prüfen, die seit Jahren bundesweit erhoben werden. Dabei wurde – wie in vergleichbaren Studien – die Mortalität stellvertretend für andere Aspekte der Versorgungsqualität als Outcome-Parameter ausgewählt. Anhand von Neonataldaten wurde auf Grundlage eines differenzierten Risikoadjustierungsmodells der Einfluss der Fallzahl auf die risikoadjustierte Mortalität analysiert und anschließend die Diskriminationsfähigkeit einer Mindestmengenregelung von 30 Fällen pro Jahr untersucht.

Methode

Analysiert wurden Daten von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1 250 g der Jahre 2007 bis 2009 aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Diese Länder umfassen circa 68 % aller Geburten in Deutschland (6).

Durch eine systematische Literaturrecherche wurden Risikofaktoren identifiziert, die einen Einfluss auf die Frühgeborenenmortalität haben und nicht versorgungsbeeinflusst sind. Anschließend wurde ein Risikoadjustierungsmodell mit der Zielgröße Mortalität entwickelt.

Bei der Berechung der Mortalitätsraten wurden Frühgeborene, die später als 24 Stunden nach der Geburt in der Neonatalogie aufgenommen worden waren, nicht berücksichtigt, da sie wahrscheinlich neonatologisch vorbehandelt wurden. Ebenfalls ausgeschlossen wurden weiterverlegte Kinder, weil für sie keine Mortalität berechnet werden kann. Die Qualitätsbeurteilung erfolgt somit auf der Grundlage der Daten von 8 259 Frühgeborenen, die vollständig in einer Abteilung behandelt wurden. Bei 854 (10,3 %) dieser 8 259 Kinder waren die Risikofaktoren nicht komplett dokumentiert, so dass 7 405 (89,7 %) Frühgeborene im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigt werden konnten.

Auf Grundlage des Risikoadjustierungsmodells wurde für jedes Krankenhaus die Mortalität E berechnet, die entsprechend dem Risikoprofil der behandelten Frühgeborenen zu erwarten ist, und in Relation zur beobachteten Mortalität O gesetzt. Ein Quotient O/E < 1 (beziehungsweise O/E > 1) ist als Hinweis auf eine überdurchschnittliche (beziehungsweise unterdurchschnittliche) Versorgungsqualität zu werten.

Zur Einschätzung des Einflusses der Fallzahl wurde diese mit den Kategorien „< 30 Fälle “ und „≥ 30 Fälle“ zusätzlich im Modell berücksichtigt. In einer zweiten Variante wurde die Fallzahl als Faktor mit zwölf 5er-Kategorien bis 59 Fälle und der Kategorie „≥  60“ verwendet. Grundlage der Einstufung waren die im Erfassungsjahr 2009 dokumentierten Fallzahlen. Außerdem wurde untersucht, ob die Mindestmengenregelung über- und unterdurchschnittliche Versorgungsqualität hinreichend diskriminieren kann.

Die ausführliche Darstellung der Methoden ist im eMethodenteil (Internetsupplement) zu finden.

Ergebnisse

Von den 8 259 Frühgeborenen der Jahre 2007 bis 2009 starben 1 179 Kinder (14,3 %). Im Jahr 2009 erfüllten 39 Krankenhäuser die Mindestfallzahl von 30. In diesen Häusern starben 14,1 % der Frühgeborenen (613 von 4 341). In den 127 Abteilungen mit weniger als 30 Fällen betrug die Mortalität 14,4 % (566 von 3 918).

Der Anteil an zu- oder weiterverlegten Frühgeborenen ist bei großen Krankenhäusern mit 18,2 % etwas höher als bei Häusern mit kleinerer Fallzahl (16,5 %). Die erwartete Mortalität beträgt für diese ausgeschlossenen Fälle (insgesamt 1 738 Kinder) bei den großen Einrichtungen 14,5 %, bei den übrigen 16,7 %.

Risikoadjustierungsmodell

Als Ergebnis der Literaturrecherche wurden die Parameter Mehrlingsgeburt, Geschlecht, Geburtsgewicht, Schwangerschaftswoche, Kopfumfang bei Aufnahme, Körperlänge bei Aufnahme, Fehlbildungen, Basendefizit sowie minimale und maximale FiO2-Gabe als potenziell relevante Risikofaktoren identifiziert. Im multiplen logistischen Regressionsmodell wurde der Paramenter „Kopfumfang“ aus dem Modell ausgeschlossen, da er auf einem Niveau von 0,05 nicht signifikant war. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse einer univariaten deskriptiven Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren.

Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)
Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)
Tabelle 1
Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)

Zu 89,7 % der Frühgeborenen (7 405 von 8 259) lagen vollständige Angaben zu den Risikofaktoren vor. Die unvollständigen Datensätze verteilen sich gleichmäßig auf die großen und kleinen Kliniken (10,3 % und 10,4 %). Die Mortalität ist bei diesen Fällen mit 18,9 % höher als bei den Kindern mit vollständigen Datensätzen (13,7 %). Sie beträgt 23,9 % in den 39 großen und 13,3 % in den 127 kleinen Abteilungen.

Die Ergebnisse des multiplen logistischen Risikoadjustierungsmodells sind Tabelle 2 zu entnehmen. Die berücksichtigten Risikofaktoren zeigen einen hochsignifikanten Einfluss auf die Mortalität. Nagelkerkes R2 beträgt 0,46. Der Hosmer-Lemeshow-Test deutet mit einem p-Wert von 0,65 auf eine gute Modellanpassung hin.

Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität
Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität
Tabelle 2
Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität

Einfluss des Versorgungsvolumens

Bei Berücksichtigung der Fallzahl in dichotomer Form (Frühgeborene aus Häusern mit < 30 Fällen im Jahr 2009 versus Frühgeborene aus Häusern mit ≥ 30 Fällen) ist das adjustierte Sterberisiko für Kinder aus kleinen Abteilungen insgesamt höher als für Kinder aus großen Abteilungen (Odds Ratio: 1,34; p = 0,001). Betrachtet man die Fallzahl in 5er-Kategorien (Tabelle 3), so zeigt sich im Vergleich zur Referenzkategorie eine signifikant erhöhte risikoadjustierte Mortalität bei den Fallzahlklassen „5–9“, „15–19“, „20–24“ und „35–39“. Dagegen ist für die vier Kategorien „30–34“, „40–44“, „50–54“ und „55–59“ das adjustierte Mortalitätsrisiko geringer als in der Referenzkategorie, allerdings nicht signifikant. Ein monotoner Anstieg des Einflusses der Fallzahl über alle Fallzahlkategorien hinweg ist nicht zu beobachten. Durch die Berücksichtigung der Fallzahl im Risikoadjustierungsmodell verändern sich die Ergebnisse der anderen Risikofaktoren erwartungsgemäß nur unwesentlich.

Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor
Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor
Tabelle 3
Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor

Tabelle 4 zeigt die Werte für O/E sowie die risikoadjustierte Mortalität mit der jeweiligen Spannweite pro Kategorie. Die risikoadjustierte Mortalität errechnet sich als Produkt aus O/E und der Gesamtmortalität (n = 7 405; 13,7 %). Sie variiert innerhalb einzelner Fallzahlkategorien erheblich (Grafiken 1 und 2). Bei Abteilungen mit mehr als 60 Fällen beispielsweise liegt sie zwischen 5,9 % und 17,9 %.

Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Grafik 1
Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Grafik 2
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*
Tabelle 4
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*

Aus Tabelle 4 geht auch die Verteilung der Frühgeborenen und Krankenhäuser auf die 13 Fallzahlkategorien hervor. Nur knapp ein Viertel der Häuser (n = 39; 24 %) erreichte 2009 die Mindestfallzahl von 30. In Krankenhäusern mit kleiner Fallzahl wurden 46,8 % (n = 4 671) der Frühgeborenen versorgt, in großen Abteilungen waren es 53,2 % (n = 5 306).

Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung

Zur Einschätzung der Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung wurden die 91 Krankenhäuser einbezogen, in denen entsprechend der im Jahr 2009 gültigen Mindestmenge mindestens 14 Frühgeborene versorgt worden waren (Tabelle 5). Bei 52 Krankenhäusern wird durch die Mindestmengenregelung eine unzureichende Versorgungsqualität angenommen, da sie weniger als 30 Fälle versorgten. 17 dieser Häuser gehören aber gleichzeitig zu den 39 Häusern mit überdurchschnittlicher Qualität (O/E < 1). Dies entspricht auf Krankenhausebene einer Falsch-Negativ-Rate von 44 %. Andererseits wurden nur 2 975 der 5 306 in Krankenhäusern mit vermeintlich guter Qualität versorgten Frühgeborenen (Fallzahl ≥ 30) auch tatsächlich in Häusern mit überdurchschnittlicher Qualität behandelt. Damit beträgt der positive prädiktive Wert der Mindestmengenregelung auf Frühgeborenenebene 56 %.

Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen
Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen
Tabelle 5
Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen

Diskussion

Eine Mindestmengenregelung soll die Qualität der Versorgung sehr kleiner Frühgeborener durch eine Konzentration der Versorgung auf Einrichtungen mit höherer Fallzahl wesentlich verbessern. Auf der Basis von Neonataldaten wurde daher das Wirkungspotenzial einer Mindestmengenregelung ≥ 30 Fälle pro Jahr geprüft.

Die Analyse beschränkt sich auf die risikoadjustierte Mortalität als einem zentralen Indikator für Versorgungsqualität, da sie ein zuverlässig zu erfassender Outcome-Parameter ist. Eine gleichzeitige Betrachtung der Komplikationsmorbidität hätte den Rahmen dieser Arbeit gesprengt. Allerdings sollte sie bei künftigen Entwicklungen von Qualitätsbewertungen berücksichtigt werden.

Aufgrund einer fehlenden Validierung der Dokumentation wird oft unterstellt, dass die Neonataldaten unvollständig sind. Die höhere Mortalitätsrate in den amtlichen Statistiken wird hierfür als Beleg gesehen. Aus den Analysen von Hummler et al. (7) geht hervor, dass circa ein Drittel der verstorbenen Kinder in den Neonatalerhebungen fehlen. Dafür dürfte ausschlaggebend sein, dass vor 2010 nur für solche Kinder eine Dokumentation vorgesehen war, die bis zum 10. Lebenstag fachpädiatrisch aufgenommen wurden. Kinder, die vor Therapiebeginn oder unter palliativer Behandlung starben, wurden nicht erfasst. Dass diese Kinder zu einem Großteil die Dokumentationslücke bilden, lässt sich aus verschiedenen Kalkulationen ableiten. Die Perinatalerhebung 2008 (8) zeigt, dass die Hälfte der postpartalen Todesfälle bereits innerhalb von sechs Stunden auftreten (56 %, 539 von 954 Fällen). Eine schwedische Arbeitsgruppe bezifferte den Anteil der Kinder, bei denen die Therapie eingestellt wird, auf 40 % aller am ersten Tag Verstorbenen (9). Ab 2010 wird diese Lücke in der Erfassung der perinatalen Mortalität mit der neuen Version der Neonatalerhebung geschlossen. Für einen Vergleich der Qualität neonataler Versorgungseinrichtungen spielt die Gruppe der palliativ behandelten Kinder jedoch keine Rolle. Krankenhäuser, die die Daten palliativ behandelter Kinder dokumentieren, haben gegenüber den Einrichtungen, die es nicht tun, durch eine entsprechende Berücksichtigung der Fälle in der risikoadjustierten erwarteten Mortalität keinen Nachteil. Daher bilden die vorliegenden Neonataldaten für die gesetzte Fragestellung eine ausreichend valide Datengrundlage.

Neben der unklaren Datenlage, insbesondere hinsichtlich der palliativ versorgten Kinder, besteht eine weitere Limitation der Studie darin, dass nur Daten aus den fünf genannten Bundesländern zur Verfügung standen. Zudem wurden die im Risikoadjustierungsmodell verwendeten Faktoren bei 11,3 % der Frühgeborenen, die in der Datenbank erfasst waren, unvollständig dokumentiert, so dass sie bei der risikoadjustierten Analyse nicht berücksichtigt werden konnten. Dennoch ist die Größe der analysierten Stichprobe ausreichend, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Des Weiteren wird durch den Ausschluss von weiterverlegten Kindern aus der Grundgesamtheit möglicherweise die Fähigkeit besonders qualifizierter Abteilungen, aus anderen Krankenhäusern übernommene Risikokinder zu behandeln, nicht berücksichtigt. Allerdings sollten sich Qualitätsunterschiede genauso im Vergleich der Kinder zeigen, die ausschließlich in der jeweiligen Abteilung behandelt wurden.

Die im Risikoadjustierungsmodell verwendeten Parameter der Neonatalerhebung bilden primär das mortalitätsbezogene Risikoprofil der Frühgeborenen ab, sind weitgehend unabhängig von der Versorgungsqualität und entsprechen den in der Literatur beschriebenen Faktoren (1014). Der Hosmer-Lemeshow-Test zeigt mit einem p-Wert von 0,65 eine gute Modellanpassung an. Die minimale und maximale FiO2-Gabe sind zwar Teil der medizinischen Versorgung, werden aber, ebenso wie das Basendefizit, bei Aufnahme dokumentiert, so dass sie von der Versorgung kaum beeinflusst sind und daher in hohem Maße den Gesundheitszustand der Frühgeborenen abbilden.

Wird im Risikoadjustierungsmodell die Fallzahl nur in der dichotomen Form verwendet, zeigt sich, dass die risikoadjustierte Mortalität in der Gruppe der Abteilungen mit jährlichen Fallzahlen von mindestens 30 signifikant niedriger ist als in der Gruppe kleinerer Abteilungen. Bereits Bartels et al. (15) ermittelten eine signifikant höhere adjustierte Mortalität bei Kindern, die mit einem Gewicht von unter 1 500 g in kleinen Krankenhäusern (jährliche Fallzahl < 36) geboren wurden. Trotter und Pohlandt (16) beschrieben eine signifikante Abhängigkeit zwischen der Fallzahl und der Mortalität bei Kindern, die mit einem Gewicht unter 750 g oder vor der 26. Gestationswoche geboren wurden. Phibbs et al. (17) sowie Chung et al. (18) zeigten eine zumeist signifikant niedrigere risikoadjustierte Mortalität bei Frühgeborenen aus kalifornischen Krankenhäusern der höchsten Versorgungsstufen und jährlichen Fallzahlen > 100 im Vergleich zu Kindern aus Krankenhäusern der Stufen 1 bis 3c kombiniert mit verschiedenen Kategorien für Fallzahlen ≤ 100. Ein monotoner Anstieg des Einflusses der Fallzahl über alle Fallzahlkategorien hinweg ist jedoch nicht feststellbar.

Ein uneinheitliches Bild über die Fallzahlkategorien ergibt sich auch in der vorliegenden Studie, wenn man die Fallzahl in 5er-Kategorien betrachtet. Demnach sind auch in kleineren Fallzahlkategorien die Ergebnisse hinsichtlich der risikoadjustierten Mortalität zum Teil ebenso gut oder sogar noch besser als in der Gruppe der größten Kliniken. Der eingeschränkte Zusammenhang zwischen Fallzahl und Mortalität zeigt sich besonders auch in den Kategorien ab 50 Fällen pro Jahr, in denen die Spannweite der risikoadjustierten Mortalität zwischen 6 % und 19 % variiert (Grafik 2). Diese hohe Variabilität selbst bei fallzahlstarken Institutionen wird auch von anderen Autoren beschrieben (11, 19, 20) und bedingt, dass das Mindestmengenmodell sowohl auf Krankenhaus- als auch Fallebene nur eingeschränkt zwischen niedriger und hoher risikoadjustierter Mortalität unterscheiden kann. So zeigt die vorliegende Analyse eine Falsch-Negativ-Rate von 44 % bei der Einschätzung der Versorgungsqualität einzelner Krankenhäuser aufgrund ihrer Fallzahl. Zudem werden in der Gruppe der Frühgeborenen aus Abteilungen mit einer Fallzahl ≥ 30 nur 56 % mit überdurchschnittlicher Qualität behandelt.

Die Variabilität der Ergebnisse selbst bei Kliniken mit sehr großer Fallzahl weist darauf hin, dass die Fallzahl nur ein Surrogatparameter für andere, die Versorgungsqualität direkt beeinflussende Faktoren ist, wie zum Beispiel die Personalstruktur, die Ausstattung, die Organisation, das Prozess- und interne Qualitätsmanagement sowie die Qualitätskultur (21). In künftigen Studien gilt es zu untersuchen, welche Rolle diese Faktoren tatsächlich spielen und wie sie im Sinne einer hochwertigen Qualität der Versorgung optimiert werden können. Es bietet sich an, anhand der Neonataldaten des Verfahrens nach § 137a SGB V Instrumente zur qualitätsbasierten Steuerung der Versorgung zu entwickeln, die neben der Mortalität auch Morbiditätsparameter berücksichtigen.

Eine gute Risikoadjustierung ermöglicht einen direkten qualitativen Vergleich von Abteilungen mit unterschiedlichen Patientenkollektiven und unterschiedlichen Kompetenzen. Aus Sicht der Versorgungsplanung kann jedoch – trotz gleich hoher Versorgungsqualität – die erfolgreiche Behandlung von risikoarmen Patienten nicht mit der entsprechend erfolgreichen Behandlung von Hochrisikopatienten gleich gesetzt werden. Für die versorgungspolitische Steuerung bedarf es daher eines Instruments, das beide Dimensionen integriert: Kompetenzprofil und erreichte Versorgungsqualität.

Interessenkonflikt
Das BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit erhielt für diese Analyse finanzielle Unterstützung von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG e.V.). Dr. Kutschmann, Dr. Bungard, Herr Kötting, Frau Trümner und Dr. Veit sind Angestellte des BQS Instituts für Qualität & Patientensicherheit. Die Autoren erklären, dass darüber hinaus kein weiterer Interessenkonflikt besteht.

Prof. Fusch wurde für Vorträge honoriert von der Firma Abbott.

Manuskriptdaten
eingereicht: 13. 9. 2011, revidierte Fassung angenommen: 27. 4. 2012

Anschrift für die Verfasser
Dr. rer. medic. Marcus Kutschmann
BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit
Kanzlerstraße 4
40472 Düsseldorf
m.kutschmann@bqs-institut.de

Zitierweise
Kutschmann M, Bungard S, Kötting J, Trümner A, Fusch C, Veit C: The care of preterm infants with birth weight below 1250 g: risk-adjusted quality benchmarking as part of validating a caseload-based management system.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(31–32): 519–26. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0519

@eMethodenteil:
www.aerzteblatt.de/12m519

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss (G-BA). Bekanntmachung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses über eine befristete Außervollzugsetzung einer Änderung der Mindestmengenvereinbarung: Mindestmengen für Früh- und Neugeborene Perinatalzentren Level 1. 16. Dezember 2010. BAnz. Nr. 200 (p. 4480) 31. Dezember 2010. Köln: Bundesanzeiger 2010.
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BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit, Düsseldorf: Dr. rer. medic. Kutschmann,
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Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Grafik 1
Risikoadjustierte Mortalität von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g in den Jahren 2007 bis 2009 in Abhängigkeit vom Versorgungsvolumen im Jahr 2009
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Grafik 2
Risikoadjustierte Mortalität 2007 bis 2009 in den einzelnen Fallzahlkategorien im Jahr 2009 mit Spannweiten der Krankenhausergebnisse
Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)
Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)
Tabelle 1
Univariate deskriptive Analyse der im Risikoadjustierungsmodell berücksichtigten Faktoren (p-Werte von Chi-Quadrat-Tests)
Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität
Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität
Tabelle 2
Risikoadjustierungsmodell: Ergebnisse der multiplen logistischen Regression mit Zielgröße Mortalität
Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor
Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor
Tabelle 3
Risikoadjustierungsmodell mit Fallzahl als kategorial skaliertem Einflussfaktor
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*
Tabelle 4
Risikoadjustierte Mortalität von Kindern mit einem Geburtsgewicht < 1 250 g je Fallzahlkategorie*
Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen
Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen
Tabelle 5
Diskriminationsfähigkeit der Mindestmengenregelung auf Krankenhausebene (KH) und auf Frühgeborenenebene (FG) für Krankenhäuser mit mindestens 14 Fällen
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    Hummler, Helmut
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(7): 118; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0118
    Kutschmann, Marcus; Veit, Christof

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