ArchivDeutsches Ärzteblatt17/1996Monitoring in Anästhesie und Intensivmedizin

SPEKTRUM: Bücher

Monitoring in Anästhesie und Intensivmedizin

List, F.; Metzler, H.; Pasch, T.

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Lesbar und nützlich
W. F. List, H. Metzler, T. Pasch (Hrsg.): Monitoring in Anästhesie und Intensivmedizin. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 1995, 716 Seiten, 254 Abbildungen, 30 Tabellen, gebunden, 168 DM
Die wesentlichen Fortschritte der therapeutischen Medizin sind untrennbar mit der Weiterentwicklung anästhesiologischer Methoden und der Intensivmedizin verbunden.
Eine Schlüsselfrage dieser Methoden ist das frühzeitige Erkennen von Veränderungen in der Physiologie oder Pathophysiologie des Patienten. Der Versuch, Veränderungen in frühen Stadien mittels klinischer Anzeichen oder eher primitiver apparativer Meßverfahren zu erkennen, reicht heute nicht mehr aus, da Veränderungen, die sich schon klinisch manifestieren, oftmals nicht mehr ausreichend schnell und wirkungsvoll therapierbar sind.
Um dieser medizinischen Herausforderung gerecht zu werden, etabliert sich ein neueres Betätigungsfeld der Medizin, das die biologische Signalverarbeitung im physikalischen Sinne mit dem Wissen um die therapeutischen Möglichkeiten der Intensivmedizin und der Homöostaseerhaltung während anästhesiologischer Verfahren miteinander verknüpft. Die österreichischen Anästhesiologen W. F. List und H. Metzler mit dem Schweizer Anästhesisten T. Pasch als Herausgeber legen mit ihrer umfassenden Darstellung zum Monitoring in Anästhesie und Intensivmedizin ein Buch vor, dessen Nutzen für alle Ärzte, die sich mit Fragen der Patientenüberwachung befassen müssen, nur unterstrichen werden kann.
Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte. Einen allgemeinen Teil, in dem die physikalischen und biotechnischen Grundlagen der Patientenüberwachung sowie formale Kriterien, wie gesetzliche Aspekte, Standards oder Qualitätssicherung, abgehandelt werden.
Der zweite Abschnitt des Buches gliedert sich nach der Darstellung der Überwachung und Überwachungsprobleme der einzelnen physiologischen Systeme des Menschen, wie beispielsweise des HerzKreislauf-Systems oder des respiratorischen Systems.
Im dritten Abschnitt des Buches werden spezielle Probleme besonderer Überwachungssituationen, wie etwa der Transport eines kritisch kranken Patienten sowie Probleme bestimmter Risikogruppen, behandelt.
Dem Buch muß bescheinigt werden, daß es gelungen ist, die schwierige Synthese zwischen knapper lesbarer Darstellung und sachlicher Ausführlichkeit zu finden.
Peter Knuth, Köln

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