ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2012Wolff Schmiegel: Onkologe mit präsidialer Ader

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Wolff Schmiegel: Onkologe mit präsidialer Ader

Dtsch Arztebl 2012; 109(33-34): A-1711 / B-1387 / C-1365

Zylka-Menhorn, Vera

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Wolff Schmiegel, Foto: Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
Wolff Schmiegel, Foto: Universitäts­klinikum Knapp­schafts­kranken­haus Bochum

Präsidiale Ämter scheinen ihm von seiner Art und seiner Statur „auf den Leib geschnitten“ zu sein. Nach der erfolgreichen Präsidentschaft beim 29. Deutschen Krebskongress 2010 hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) Prof. Dr. med. Wolff Schmiegel, Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, an die Spitze der bundesweit größten onkologischen Fachgesellschaft gewählt.

Sein damaliges Kongressmotto „Strukturen verändern – Heilung verbessern“ durchzieht die gesamte Laufbahn des Spezialisten für gastrointestinale Tumoren. So setzt sich Schmiegel seit Jahren neben seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit für die Belange der DKG ein – zum Beispiel als Vorsitzender der Zertifizierungskommission für die Darmkrebszentren. Darüber hinaus engagiert er sich für eine umfassende qualitätsgesicherte Darm­krebs­früh­erken­nung. Dabei verliert er den Bezug der Onkologie am Gesamtsystem nicht aus dem Auge. Sätze wie „wir haben im deutschen Gesundheitssystem Kostensteigerungen von neun Prozent pro Jahr, in der Onkologie sogar von 15 Prozent – darauf müssen wir Antworten finden“, verraten ihn als politisch denkenden Arzt.

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Eine Portion „politisches“ Glück wurde dem DKG-Präsidenten bereits wenige Tage nach seiner Wahl zuteil: Durch den Gesetzentwurf zur Umsetzung des (lange Zeit als Totgeburt bezeichneten) Nationalen Krebsplans erhielt Schmiegel eine „Steilvorlage“ aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium – er wird diese sicher für seine Fachgesellschaft zu nutzen wissen. Vera Zylka-Menhorn

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