ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2012Ständige Impfkommission: Nachimpfungen systematisiert

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Ständige Impfkommission: Nachimpfungen systematisiert

Dtsch Arztebl 2012; 109(33-34): A-1675 / B-1359 / C-1339

Meyer, Rüdiger

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Vakzine gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis werden als Kombinationsimpfung empfohlen. Foto: picture alliance
Vakzine gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis werden als Kombinationsimpfung empfohlen. Foto: picture alliance

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen überarbeitet. Veränderungen gibt es unter anderem beim Schutz vor Meningokokken und Mumpsviren. Das Epidemiologische Bulletin 30/ 2012 enthält außerdem erstmals detaillierte Empfehlungen zu Nachimpfungen.

Viele Patienten wissen nicht, ob und wann sie das letzte Mal geimpft wurden. Für den Fall, dass kein Impfpass vorhanden ist oder vorherige Impfungen im Ausland erfolgten, wird im Zweifelsfall zum Nachimpfen geraten. Ein Risiko durch „Überimpfen“ sieht die STIKO nicht. Nur in Ausnahmefällen könne es nach wiederholter Gabe von Totimpfstoffen zu lokalen Unverträglichkeitsreaktionen mit schmerzhafter Schwellung und Rötung der betroffenen Extremität kommen.

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Die STIKO rät häufig zur Verwendung von Kombinationsimpfstoffen. Bei einer anstehenden Tetanus-Auffrischimpfung rät die STIKO zum Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis. Dies werde bei unfall- oder verletzungsbedingten Tetanus-Impfungen noch nicht ausreichend berücksichtigt, heißt es in der Pressemitteilung.

Die STIKO erinnert auch daran, dass nach 1970 geborene Erwachsene, die in der Kindheit nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft worden sind oder deren Impfstatus unbekannt ist, eine einmalige Masern-Impfung vorzugsweise mit einem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff erhalten sollten.

Ausführliche Informationen sind unter www.stiko.de abrufbar. Der aktuelle Impfkalender kann dort heruntergeladen werden. rme

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