ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2012Ärztemangel: KV Sachsen zahlt Medizinstudium in Ungarn

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Ärztemangel: KV Sachsen zahlt Medizinstudium in Ungarn

Hibbeler, Birgit

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Ein Studium der Humanmedizin kostet in Ungarn circa 80 000 Euro. Foto: dpa
Ein Studium der Humanmedizin kostet in Ungarn circa 80 000 Euro. Foto: dpa

Um den Hausärztemangel zu bekämpfen, finanziert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen künftig Medizinstudienplätze in Ungarn. Die Förderung beginnt ab dem Studienjahr 2013/2014. Die KV übernimmt für bis zu 20 Studierende die Studiengebühren.

Die Abiturienten, die das Angebot annehmen, verpflichten sich, nach Studium und Weiterbildung mindestens fünf Jahre in Sachsen als Hausärzte zu arbeiten. Voraussetzung für eine Förderung ist eine „enge Bindung zu Sachsen“. Aufenthalt und Schulzeit in dem Freistaat sehe man als gute Voraussetzung für eine ärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten sächsischen Region, teilte die KV auf Anfrage mit. Das Auswahlverfahren startet voraussichtlich Anfang 2013.

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Die von der KV Sachsen ausgewählten Studienorte sind Budapest und Pécs. Verträge mit den dortigen Universitäten befinden sich der KV zufolge in einem fortgeschrittenen Entwurfsstadium. Ein Medizinstudium kostet dort etwa 80 000 Euro. Wenn sich die Absolventen nach Abschluss des Studiums nicht in Sachsen niederlassen, müssen sie die Kosten für die Ausbildung zurückzahlen. BH

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