ArchivDeutsches Ärzteblatt17/1996BÄK: Beauftragter für Menschenrechte

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BÄK: Beauftragter für Menschenrechte

hk

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LNSLNSLNSLNS KÖLN. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg, ist Mitte April vom Vorstand der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) zum Beauftragten für Menschenrechte ernannt worden. Wie die BÄK mitteilt, soll er künftig Ansprechpartner und Koordinator für Menschenrechtsfragen in der Medizin sein.
Die BÄK weist darauf hin, daß sie selbst und der Deutsche Ärztetag bereits zu nationalen und internationalen Menschenrechtsfragen Stellung bezogen hätten, beispielsweise zur Beteiligung von Ärzten an der Todesstrafe oder zur Inhaftierung von Ärzten aus politischen Gründen. Diese und andere Themen waren auch Gegenstand der Serie "Menschenrechtsverletzungen" im Deutschen Ärzteblatt.
Außerdem habe die BÄK das geplante Asylbewerberleistungsgesetz kritisiert, das die medizinische Versorgung von Asylbewerbern einzuschränken droht, und dar-über hinaus die Abschiebung von kranken und psychisch traumatisierten Kriegsflüchtlingen. Die Anregungen für diese Aktivitäten kämen meist von engagierten Ärzten, dem Weltärztebund oder von amnesty international.
Montgomery betonte, daß die Bundes­ärzte­kammer in der Diskussion über die Menschenrechte ihr Gewicht als ethische Instanz einbringen könne, selbst wenn sie oft keine direkte Interventionsmöglichkeit habe. hk
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