ArchivDeutsches Ärzteblatt36/1998Kfz-Versicherung: Verspätete Zahlung gefährdet Schutz

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Kfz-Versicherung: Verspätete Zahlung gefährdet Schutz

Dtsch Arztebl 1998; 95(36): [67]

rco

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LNSLNS Hauptzahlungstermine für die Kfz-Versicherung sind der 1. Januar und der 1. Juli. Autofahrer, die ihre Versicherungsbeiträge nicht rechtzeitig bezahlen, können den Versicherungsschutz verlieren. Bei Haftpflichtschäden leistet der Versicherer zwar gegenüber dem Verkehrsopfer. Er kann sich aber seine Auslagen vom säumigen Versicherungsnehmer zurückholen. Kaskoschäden braucht der Versicherer bei Beitragsverzug nicht zu ersetzen. Wer seine Prämien nicht pünktlich bezahlt, riskiert außerdem, daß das Fahrzeug behördlich stillgelegt wird.
Schnelle Beitragszahlung ist insbesondere bei einem neu abgeschlossenen Vertrag wichtig. "Wird diese Prämie nämlich nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Versicherungsscheins und der Rechnung bezahlt, verliert der Autofahrer auch ohne Mahnung den Versicherungsschutz", erklärt Peter Gauly, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das Fahrzeug gilt dann rückwirkend - also seit dem Tag der Zulassung - als unversichert.
Versäumt es der Autofahrer, eine Folgeprämie zu zahlen, ist der Versicherer im Schadenfall nicht automatisch leistungsfrei. Er muß den Autofahrer über sein Versäumnis schriftlich informieren, ihm eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen einräumen und auf den drohenden Verlust des Versicherungsschutzes hinweisen. Zahlt der Autofahrer trotzdem nicht, ist der Versicherer dann allerdings gegenüber seinem Kunden von der Leistung frei. Er informiert in diesem Fall die Kfz-Zulassungsstelle über den entfallenen Versicherungsschutz; diese läßt das Auto gebührenpflichtig stillegen. Außerdem muß der Autobesitzer mit einer Ordnungsstrafe rechnen.
Passiert einem Fahrer mit einem unversicherten Fahrzeug ein Unfall, geht das Opfer nicht leer aus. Für solche Schäden kommt bis zu einem Monat ab Information der Zulassungsstelle noch der Versicherer, danach im Rahmen ihrer Leistungen die Verkehrsopferhilfe auf. Beide können allerdings ihre Aufwendungen in vollem Umfang vom Verursacher zurückverlangen. rco
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