ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2012Randnotiz: Spar-Ranking der Kassen

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Randnotiz: Spar-Ranking der Kassen

PP 11, Ausgabe September 2012, Seite 389

Schlitt, Reinhold

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Die Krankenkassen machen derzeit mit ihrer Forderung Furore, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten das Honorar abzusenken. Klar, dass sie damit bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und anderen Ärzteorganisationen nicht auf Gegenliebe stoßen. Ein Berufsverband forderte sogar, die Krankenkassen sollten erst einmal bei sich zu sparen anfangen und wirtschaftlicher arbeiten.

Doch dieses Ansinnen könnte nach hinten losgehen. Glaubt man dem jüngsten Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR), dann machen sich die Kassen sehr wohl Gedanken darüber, wie sie wirtschaftlicher arbeiten können. Und das meint zuallererst: Geld zurückholen, das sie vorher ausgegeben haben.

Auf Basis einer eigenen Umfrage hat der SVR eine 18-teilige Ranking-Liste darüber erstellt, welchen Stellenwert die Krankenkassen einzelnen Sparinstrumenten beimessen. Bewertet wurde jeweils von „äußerst wichtig“ bis „gar nicht wichtig“. Auf Platz eins landete die Prüfung von Krankenhausrechnungen. Auf Platz zwei steht der Abschluss von Pharmarabattverträgen, gefolgt von der „Vermeidung oder Reduzierung“ von Krankengeldansprüchen.

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Auf Platz vier des Rankings schafften es die niedergelassenen Ärzte. Bei ihnen prüfen die Krankenkassen Abrechnungen, Verordnungen und so weiter. Da sage noch einer, unsere Kassen nähmen es mit der Wirtschaftlichkeit und der Treuhänderschaft von Versichertengeldern nicht genau. Obwohl – das Kostensenkungsinstrument „Effizienzsteigerungen“ in der eigenen Verwaltung landete bei den Befragten erst auf Platz acht. Da würde jede Ratingagentur in die Hände klatschen.

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