ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2012Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie: Sonderbedarfszulassung auch für qualifizierte PP

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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie: Sonderbedarfszulassung auch für qualifizierte PP

PP 11, Ausgabe September 2012, Seite 389

Bühring, Petra

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Das Bundessozialgericht in Kassel hat in einem Revisionsurteil entschieden, dass auch Psychologische Psychotherapeuten (PP) mit Zusatzqualifikation für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Anspruch auf die Erteilung von Sonderbedarfszulassungen haben (B 6 KA 48/11 R). Geklagt hatte eine PP mit Zusatzqualifikation vor dem Sozialgericht Schwerin. Sie fühlte sich benachteiligt.

Die Richter in Kassel räumten zwar ein, dass nach der Bedarfsplanungsrichtlinie (§ 24 Buchst. b Satz 4 BedarfsplRL) die Möglichkeit der Sonderbedarfszulassung für die Behandlung von Heranwachsenden an sich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) vorbehalten sei. Dieser Tatbestand sei jedoch seit einer Gesetzesänderung im SGB V im Januar 2009 erweiternd auszulegen. Seitdem seien KJP den PP mit Zusatzqualifikation hinsichtlich Sonderbedarfszulassungen gleichzustellen.

Der Verband Psychologischer Psychotherapeuten (VPP) begrüßt die Entscheidung des Bundessozialgerichts. „Sonderbedarfszulassungen sind aber keine Lösung auf Dauer“, erklärte Heinrich Bertram vom VPP. Eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung sei gerade für Kinder und Jugendliche besonders wichtig und müsse bei der anstehenden Reform der Bedarfsplanung berücksichtigt werden. pb

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