ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2012Therapiepotenzial intraokularer Steroid-Depotsysteme

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Therapiepotenzial intraokularer Steroid-Depotsysteme

Entwicklungen zur Verlängerung der Wirkdauer intraokular applizierter Kortikosteroide

The therapeutic potential of intraocular depot steroid systems—developments aimed at prolonging duration of efficacy

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(37): 584-90; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0584

Nentwich, Martin M.; Ulbig, Michael W.

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Hintergrund: Bei vielen Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts stellt die Therapie mit Kortikosteroiden einen wesentlichen Therapieansatz dar. Aufgrund der Blut-Retinaschranke ist es schwierig, an der Netzhaut durch eine systemische oder topische Gabe therapeutische Wirkspiegel zu erreichen. Eine wirksame Alternative stellt die direkte Einbringung des Medikaments in den Glaskörperraum des Auges dar, die „intravitreale operative Medikamentenapplikation“ (IVOM). Aufgrund der relativ kurzen Halbwertszeit der applizierten Medikamente sind häufig wiederholte IVOM im Abstand von wenigen Wochen erforderlich. Intraokulare Depotsysteme sollen über einen längeren Zeitraum einen ausreichenden Wirkspiegel im Auge ermöglichen und so die Anzahl der notwendigen Eingriffe reduzieren. Eine typische Indikation für eine intravitreale Steroidtherapie ist das Makulaödem.

Methoden: selektive Literaturrecherche

Ergebnisse: Unterschiedliche intravitreale Steroid-Depotsysteme wurden in den vergangenen Jahren in prospektiven, randomisierten klinischen Studien evaluiert und sind teilweise bereits für die klinische Anwendung zugelassen. Es muss zwischen nichtresorbierbaren, lang wirksamen Implantaten (Fluocinolonacetonid-Implantate) und resorbierbaren kürzer wirksamen unterschieden werden. Hauptnebenwirkungen einer intravitrealen Steroidtherapie sind die Kataraktprogression und -induktion (Linsentrübung) sowie ein Augeninnendruckanstieg, die in Abhängigkeit von der Wirkdauer der einzelnen Implantate in unterschiedlicher Häufigkeit zu verzeichnen sind.

Schlussfolgerung: Intravitreale Steroid-Depotsysteme haben die therapeutischen Möglichkeiten von Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts erweitert. Langzeitergebnisse stehen noch aus, so dass die optimalen Therapieregime in der klinischen Praxis evaluiert werden müssen.

LNSLNS

Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts, wie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), die diabetische Retinopathie, retinale Venenverschlüsse und Uveitis sind in den Industrienationen neben dem Glaukom Ursachen für eine Sehbehinderung oder gar Blindheit (e1, e2). Die Blut-Retinaschranke wirkt als Barriere zwischen der Netzhaut (Retina) und den für die Blutversorgung der Netzhaut zuständigen Gefäßen. Sie reguliert den Austausch von Wasser, Proteinen und Ionen zwischen der Netzhaut und der systemischen Zirkulation (1). Zudem ist sie auch ein Hindernis für den Übertritt von Medikamenten in das Augeninnere (2). Bei systemischer Gabe ist daher eine hohe Medikamentendosis erforderlich, um einen suffizienten Wirkspiegel im hinteren Augenabschnitt zu erreichen, so dass diesem Applikationsweg durch die systemischen Nebenwirkungen der Therapie klare Grenzen gesetzt sind. Andererseits können mittels Augentropfen an der Ader- und Netzhaut keine wirksamen Konzentrationen erreicht werden. Unter krankhaften Bedingungen kann die Blut-Retinaschranke in ihrer Barrierefunktion gestört sein, womit der Übertritt von Medikamenten erleichtert wird. Allerdings kann die fehlerhafte Funktion der Blut-Retinaschranke zu einem Makulaödem führen. Eine Modifikation der Blut-Retinaschranke mit dem Ziel, einen besseren Übertritt von Medikamenten in das Augeninnere zu erreichen wird aufgrund der mit einer erhöhten Permeabilität der Gefäßwände einhergehenden Nebenwirkungen kaum angewendet (3).

Deshalb erfolgt eine medikamentöse Therapie bei Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts, wie der AMD und dem Makulaödem unterschiedlicher Genese, vornehmlich durch die „intravitreale operative Medikamentenapplikation“ (IVOM). Auf diese Weise ist es möglich, hohe lokale Wirkspiegel zu erreichen und die systemischen Nebenwirkungen deutlich zu reduzieren. Die IVOM ist allerdings ein invasiver Eingriff, der unter sterilen Bedingungen erfolgen muss. Infektionen im Augeninneren (Endophthalmitis) sind nach der IVOM mit einer Rate von 0,02 % (12/60 322 Eingriffen) bis 0,26 % (4/1 553 Eingriffen) sehr selten (e3, e4). Auch das Risiko anderer Komplikationen wie der Ausbildung von Netzhautlöchern (Risiko 0,017 pro Eingriff) [e5], einer Netzhautablösung (Risiko 0,03 % pro Eingriff) [6] oder einerGlaskörperblutung (Risiko 0,02 % [e5] bis 0,03 % [6]) ist niedrig.

Häufiger sind spezifische Medikamentennebenwirkungen wie ein Anstieg des Augeninnendrucks und die Kataraktbildung nach der intravitrealen Applikation von Triamcinolon (5, 6). Bei der alternativ möglichen subkonjunktivalen, para- oder retrobulären Injektion von Kortikosteroiden wird zwar eine Penetration des Bulbus vermieden, allerdings werden hierdurch trotz einer höheren Behandlungsfrequenz anatomisch wie auch funktionell der IVOM unterlegene therapeutische Ergebnisse erreicht (7). Außerdem kommt es dann zu systemischen Nebenwirkungen wie einem Anstieg des Blutzuckers. Unter Berücksichtigung der möglichen Komplikationen einer IVOM ist es erstrebenswert, die Wirkdauer der Medikamente nach einmaliger intravitrealer Applikation zu verlängern und so die Anzahl an Wiederbehandlungen zu reduzieren. Neben dem Sicherheitsaspekt trägt eine reduzierte Behandlungsfrequenz zu einer geringeren Belastung für und zu einer höheren Akzeptanz der Therapie durch die Patienten bei.

Intravitreale Kortikosteroide werden derzeit klinisch zur Therapie eines Makulaödems bei retinalen Venenverschlüssen und der Uveitis eingesetzt (Tabelle 1). Eine Zulassung des 0,19 mg Fluocinolonacetonid-Implantates zur Therapie des diabetischen Makulaödems ist im April/Mai 2012 in Österreich und Großbritannien erfolgt. Ein Makulaödem entsteht durch die Einlagerung von Flüssigkeit in die äußere plexiforme und die innere nukleäre Schicht sowie ein Anschwellen der Müllerzellen der Netzhaut. Verantwortlich hierfür ist eine Leckage der in der Nähe der Fovea gelegenen retinalen Kapillaren, zu der neben einer Vielzahl von Faktoren eine erhöhte Freisetzung von Vascular-Endothelial-Growth-Factor (VEGF) und Entzündungsprozesse beitragen (810).

Intravitreale Implantate
Intravitreale Implantate
Tabelle 1
Intravitreale Implantate

Kortikosteroide stabilisieren unter anderem die endothelialen „tight junctions“ und inhibieren die Synthese von VEGF, Prostaglandinen und inflammatorischen Zytokinen (11). Bei einigen Patienten mit einem Makulaödem nach einem Zentralvenenverschluss (ZVV) im Auge wurde durch eine systemische Kortikosteroidtherapie eine vorübergehende Reduktion des Makulaödems und ein Anstieg der Sehschärfe erreicht (9). Nach dem Absetzen der Medikation kam es jedoch zu einem Rezidiv, so dass eine systemische Kortikosteroidtherapie aufgrund mangelnder Wirksamkeit und ihres ungünstigen Nebenwirkungsprofils nicht als Therapieoption bei Patienten nach ZVV empfohlen wurde (12). Dies gilt auch heute noch.

Alternativ zu einer intravitrealen Kortikosteroidgabe wurde in den vergangenen Jahren eine intravitreale anti-VEGF-Therapie (Pegaptanib, Bevacizumab, Ranibizumab) bei verschiedenen Krankheitsbildern des hinteren Augenabschnitts (unter anderem AMD, venöse Verschlüsse, diabetisches Makulaödem) in randomisierten kontrollierten Studien evaluiert (e5e12). Hier zeigte sich für Bevacizumab und Ranibizumab im Vergleich zu Pegaptanib ein stärkerer therapeutischer Effekt. Aktuell steht mit Pegaptanib und dem Antikörperfragment Ranibizumab eine zugelassene intravitreale anti-VEGF-Therapie der exsudativen AMD zur Verfügung. Für Ranibizumab besteht des Weiteren eine Zulassung für die Behandlung des diabetischen Makulaödems und des Makulaödems nach venösen Gefäßverschlüssen mit fovealer Beteiligung. Die Anti-VEGF-Therapie richtet sich direkt gegen den für eine gesteigerte Gefäßdurchlässigkeit zuständigen Wachstumsfaktor VEGF und muss ebenfalls über die Pars plana des Ziliarkörpers direkt in den Glaskörperraum des Auges appliziert werden. Anders als bei den Steroid-Depotpräparaten sind hier aber fast monatliche Behandlungen notwendig, andererseits führen die anti-VEGF-Medikamente nicht zu einer Linsentrübung oder Augendrucksteigerung. Die verschiedenen anti-VEGF-Medikamente unterscheiden sich hinsichtlich der Medikamentenkosten beträchtlich, wobei das günstigste Präparat Bevacizumab jedoch nicht für die intraokulare Anwendung zugelassen ist. Obwohl die intravitreale Therapie nun bereits seit mehreren Jahren praktiziert wird, existiert bisher keine anerkannte Abrechnungsziffer für die Einbringung der Medikamente ins Auge. Dies kompliziert die Situation insbesondere für die Patienten, weil jeweils ein Antrag auf Übernahme der Behandlungskosten bei der Krankenkasse gestellt werden muss.

Intravitreale Depotsysteme

Die ersten intravitrealen Medikamenten-Depotsysteme wurden zur Lokaltherapie der CMV-Retinitis (Humanes Zytomegalievirus) bei HIV-Patienten entwickelt und 1996 von der „Food and Drug Administration“ (FDA) in den USA für den klinischen Gebrauch zugelassen. Das Ganciclovir-Implantat enthält den in Tablettenform gepressten Wirkstoff (4,5 mg Ganciclovir) ummantelt von Polyvinylalkohol (PVA) und hydrophobem Ethylenvinylacetat (EVA) und gibt initial 1 µg/h Ganciclovir ab und erreicht über acht Monate therapeutische intravirale Konzentrationen. Es handelt sich hierbei um ein nichtabbaubares, relativ großes Implantat, das im Bereich der Pars plana des Ziliarkörpers über eine 5,5 mm Inzision an der Bulbuswand vernäht werden musste (3).

Fluocinolonacetonid-Implantate

Das erste kortisonhaltige intravitreale Implantat beruht auf einer dem Ganciclovir-Implantat ähnlichen, nicht-abbaubaren Matrix und enthält 0,59 mg Fluocinolonacetonid (FA). Es ist seit 2005 von der FDA zur Behandlung eines Makulaödems aufgrund einer nichtinfektiösen Uveitis zugelassen. Eine Zulassung für Europa besteht nicht. Auch dieses Implantat wird im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs über eine 3,5 mm Inzision im Bereich der Pars plana des Ziliarkörpers in das Auge eingebracht und mit der Bulbuswand vernäht. In einer prospektiven multizentrischen Studie mit dreijähriger Nachbeobachtungszeit wurden die 0,59 mg (n = 110) und 2,1 mg (n = 168) FA-Implantate an insgesamt 278 Patienten mit einer nichtinfektiösen Uveitis posterior hinsichtlich ihrer Effektivität und Sicherheit untersucht. Zusammenfassend zeigte diese Studie eine Wirksamkeit dieser FA-Implantate in Bezug auf die Rezidivrate der Uveitis und die Stabilisierung des Visus über drei Jahre. Allerdings traten ausgeprägte Nebenwirkungen auf wie die Notwendigkeit von Kataraktoperationen bei beinahe allen behandelten Augen und von augendrucksenkenden Operationen bei einem großen Teil der Patienten (3, 13).

Aufgrund der ausgeprägten Nebenwirkungen dieser FA-Implantate wurden sie mit der Standardtherapie (systemische Kortikosteroide und bei Bedarf zusätzliche Immunsuppression) bei Patienten mit nichtinfektiöser Uveitis verglichen. Die FA-Implantate und die Standardtherapie führten zu einer nichtsignifikant unterschiedlichen Visusverbesserung bei einer geringeren Rate an aktiver Uveitis und behandlungsbedürftigen systemischen Infektionen in der FA-Gruppe. Allerdings war die Rate an Kataraktoperationen mit 80 % (Hazard Ratio [HR] = 3,3, p < 0,0001), an Interventionen zur Senkung des Augeninnendrucks (61 %, HR = 4,2, p < 0,0001) und an der Entwicklung eines Glaukoms (17 %, HR = 4,2, p = 0,0008) in der FA-Implantat-Gruppe deutlich höher. Die Autoren schlussfolgerten daher, dass beide Therapieregime einen Stellenwert in der Behandlung der nichtinfektiösen Uveitis besitzen und die Therapieentscheidung bei jedem Patient individuell abgewogen werden sollte (14).

Kürzlich wurden die Ergebnisse einer prospektiven multizentrischen Untersuchung zur Effektivität und Sicherheit des 0,59 mg FA-Implantats gegenüber der Standardtherapie (Laser oder Beobachtung) bei Patienten mit diabetischem Makulaödem veröffentlicht. Das FA-Implantat führte in dieser Untersuchung im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einem besseren Visusanstieg, allerdings auf Kosten einer Kataraktprogression bei fast allen behandelten Patienten und der Notwendigkeit einer augendrucksenkenden Operationen bei mehr als 30 % der Patienten aufgrund eines steroidbedingten Augeninnendruckanstiegs (15).

Die 3-Jahresergebnisse einer prospektiven, interventionellen Fallserie bei Patienten mit einem Makulaödem nach ZVV zeigte ähnliche Ergebnisse mit einem vergleichbaren Komplikationsspektrum (16).

Zusammenfassend lässt sich anhand der vorliegenden Studienergebnisse festhalten, dass das 0,59 mg Fluocinolonacetonid-Implantat bei den untersuchten Krankheitsbildern wirksam ist, allerdings auf Kosten ausgeprägter Nebenwirkungen, wie der Ausbildung einer Katarakt bei beinahe allen und der Notwendigkeit einer augendrucksenkenden Operation bei einem beachtlichen Anteil der Patienten.

Fluocinolonacetonid-Implantat (0,19 mg)

Ein weiteres FA-Implantat kann über eine Injektionsnadel (25 Gauge; 0,46 mm) in den Glaskörperraum des Auges injiziert werden, ohne dass eine Naht benötigt wird. Es ist nichtresorbierbar und enthält 0,19 mg Fluocinolonacetonid. In einer prospektiven, placebo-kontrollierten doppelblinden Phase-III-Studie bei Patienten mit nach Lasertherapie persistierendem diabetischem Makulaödem wurde die Wirksamkeit und Sicherheit des FA-Implantats mit zwei unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen (Wirkstofffreisetzung: 0,2 µg und 0,5 µg pro Tag) untersucht und mit der Scheininfektion verglichen. Während es in beiden Behandlungsgruppen zu einer Visusverbesserung kam, war das Nebenwirkungsspektum vor allem hinsichtlich der intraokularen Drucksituation in der Gruppe mit der niedrigeren Dosis günstiger (17). Die Zulassung des 0,19 mg Implantats (niedrige Dosis) für die Therapie des diabetischen Makulaödems wurde beantragt. Der Antrag auf Zulassung wurde in den USA im Herbst 2011 negativ beschieden. Im Februar 2012 wurde der Antrag in Europa in einem dezentralen Zulassungsverfahren grundsätzlich positiv bewertet. Eine Zulassung in Österreich und Großbritannien ist im April/Mai 2012 erfolgt.

Triamcinolonacetonid

Bei Triamcinolonacetonid handelt es sich nicht um ein Steroid-Implantat sondern um ein Glukokortikoid, das als Suspension nach intravitrealer Anwendung aufgrund seiner Struktur über mehrere Wochen hinweg therapeutische intraokulare Wirkspiegel aufrechterhält. Während Triamcinolonacetonid in Europa nicht für die intraokulare Anwendung zugelassen ist, wird es vor allem in den USA als zugelassene Therapie regelmäßig intravitreal appliziert (IVTA) (18). Die „Standard Care versus Corticosteroid for Retinal Vein Occlusion (SCORE) Studie“, eine multizentrische Studie an 271 Patienten, untersuchte die Sicherheit und Effektivität der intravitrealen Gabe von 1 mg beziehungsweise 4 mg unkonserviertem Triamcinolonacetonid bei Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss (ZVV). Hier wurde ein therapeutischer Effekt der intravitrealen Triamcinolonacetonidapplikation nachgewiesen und somit erstmals eine erfolgreiche Therapie des Makulaödems nach ZVV beschrieben (9, 19). Hinsichtlich des Sicherheitsprofils war die 1 mg-Dosierung der 4 mg-Dosierung überlegen und somit sollte eine intravitreale Therapie mit 1 mg Triamcinolonacetonid bei Patienten mit ZVV, die den Einschlusskriterien der SCORE-Studie entsprechen, erwogen werden, so die Schlussfolgerung der Autorengruppe (19).

Bei Patienten mit einem Makulaödem aufgrund eines Venenastverschlusses (VAV) konnte kein Vorteil einer intravitrealen Triamcinolonacetonidbehandlung gegenüber der Standardtherapie (Grid-Laser im Bereich der Makula) nachgewiesen werden. Zudem bestand in der Behandlungsgruppe das Risiko für einen Augeninnendruckanstieg (20).

Dexamethason-Implantat

Bei Dexamethason handelt es sich wie bei Fluocinolon um ein hochwirksames Kortikosteroid mit einer im Vergleich zu Kortison 30-fach relativ höheren Wirkstärke (21). Nach intravitrealer Eingabe beträgt die geschätzte Halbwertszeit im menschlichen Auge allerdings lediglich 5,5 h, so dass bei der Therapie eines Makulaödems wiederholte operative Eingriffe in relativ kurzen Abständen notwendig sind (22). Das Dexamethason-Implantat, das mit dem Ziel, die Wirkdauer zu verlängern, entwickelt wurde, besteht aus einer biologisch abbaubaren Matrix aus Polylactid-co-Glycolid (PLGA) und enthält 700 µg Dexamethason. In den ersten 60 Tagen nach der Implantation werden hierdurch hohe intravitreale Wirkstoffkonzentrationen erreicht, gefolgt von einer länger andauernden Freisetzung niedrigerer Konzentrationen. Das Implantat wird in einem Einmalapplikator geliefert, mit dem es über die Pars plana des Ziliarkörpers mit einer 22 Gauge (0,64 mm) Injektionskanüle operativ in den Glaskörperraum des Auges eingebracht wird (Abbildung 1). Das Dexamethason-Implantat wurde im Juli 2010 von der „European Medicines Agency“ (EMA) zur Therapie des Makulaödems nach venösen Gefäßverschlüssen und im Juni 2011 zur Therapie der nichtinfektiösen Uveitis zugelassen.

Dexamethason-Implantat (700 &#956;g)
Dexamethason-Implantat (700 &#956;g)
Abbildung 1
Dexamethason-Implantat (700 μg)

Zwei identische, prospektive, multizentrische Studien untersuchten über 12 Monate die Sicherheit und Effektivität von ein oder zwei Behandlungen mit dem Dexamethason-Implantat bei insgesamt 1 267 Patienten mit Venenastverschluss oder Zentralvenenverschluss (Abbildung 2). In den beiden Behandlungsgruppen kam es signifikant schneller und häufiger (29 % im Vergleich zu 11 % nach 60 Tagen) zu einer Visusverbesserung um ≥ 15 Buchstaben als in der Kontrollgruppe (p < 0,001). Nach zweimaliger Implantation des 700 µg Implantats kam es bei 29,8 % (90/302) der phaken Augen zu einer Zunahme der Linsentrübung (Kontrollgruppe 5,7 %; 5/88). Ein Augeninnendruckanstieg fand sich am häufigsten 60 Tage nach Implantation und wurde in der Gruppe der zweimaligen 700 µg Implantation bei 12,6 % der Patienten nach der ersten und bei 15,4 % nach der zweiten Behandlung festgestellt (23, 24).

Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss
Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss
Abbildung 2
Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss

Die Sicherheit und Effektivität des Dexamethason-Implantats bei Patienten mit einer nichtinfektiösen intermediären oder posterioren Uveitis wurde in einer Phase-III-Studie (HURON-Studie) untersucht. Die Behandlungsgruppen profitierten über die gesamte Nachbeobachtungszeit hinweg von der Therapie, auch eine Verbesserung des Visus um ≥ 15 Buchstaben war in den Behandlungsgruppen signifikant häufiger. Ein Augeninnendruckanstieg auf Werte von ≥ 25 mm Hg trat bei den Kontrolluntersuchungen jeweils bei weniger als 10 % der Patienten auf und die Rate an Linsentrübungen lag zwischen 7 % (4/55) in der Kontrollgruppe und 15 % (9/62) in der 700 µg Gruppe (25).

Die Ergebnisse der vorliegenden Studien weisen darauf hin, dass das 700 µg Implantat im Vergleich zu dem 350 µg Implantat bei einer vergleichbaren Anwendungssicherheit wirksamer ist. Dementsprechend wurde die Zulassung auch für das 700 µg Implantat für die Therapie eines Makulaödems nach venösen Gefäßverschlüssen und bei Uveitis beantragt und erteilt. Das Dexamethason-Implantat scheint entsprechend der bisher vorliegenden Daten eine gute therapeutische Sicherheit aufzuweisen und nach einmaliger Anwendung über mehrere Monate zu wirken. Die klinische Erfahrung zeigt aktuell, dass auch bei diesem Präparat bei wiederholten Implantationen und somit verlängerter Wirkungsdauer zunehmend mit Linsentrübungen zu rechnen ist (Tabelle 2).

Studienlage zu den Implantaten
Studienlage zu den Implantaten
Tabelle 2
Studienlage zu den Implantaten

Resümee

In den letzten Jahren wurden verschiedene Steroid-Depotsysteme in klinischen Studien untersucht und haben bereits teilweise Eingang in die klinische Praxis gefunden. Diese Therapieoptionen haben das therapeutische Arsenal des Augenarztes bei der Behandlung von Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts wesentlich erweitert. Die vorgestellten Systeme unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Implantation deutlich. Während das zuerst vorgestellte 0,59 mg FA-Depotsystem über einen relativ großen Schnitt eingebracht und dann an der Bulbuswand angenäht wird, erfolgt die Implantation des 0,19 mg FA-Implantats und des Dexamethason-Implantats nahtlos über eine sich selbst schließende Injektionsstelle.

Mit einer langdauernden Steroidwirkung können eine Kataraktprogression und ein Anstieg des Augeninnendrucks verbunden sein. Hinsichtlich der Häufigkeit dieser Nebenwirkungen scheinen sich die verschiedenen vorgestellten Steroid-Depotsysteme – wahrscheinlich maßgeblich aufgrund ihrer unterschiedlichen Wirkungsdauer – voneinander zu unterscheiden. Länger wirksame, nicht-abbaubare Implantate konnten in den Studien die Krankheitsbilder gut therapieren, allerdings mit den Nebenwirkungen einer langdauernden Steroidtherapie (Linsentrübung und Anstieg des Augeninnendrucks). Abbaubare Implantate weisen bei allerdings deutlich kürzerer Wirkdauer nach einmaliger Applikation ein günstigeres Nebenwirkungsspektrum auf. Im Falle einer wiederholten intravitrealen Implantation kommt es auch hier vermehrt zu einem – meist medikamentös beherrschbaren – Augeninnendruckanstieg und einer beschleunigten Trübung der Augenlinse. Derzeit fehlen noch Untersuchungen zum Langzeitverlauf unter dieser Therapie, so dass aktuell noch keine definitiven Aussagen zu möglichen langfristigen Nebenwirkungen bei wiederholten Behandlungen getätigt werden können. Allerdings ist aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit einer intravitrealen Steroidtherapie nicht damit zu rechnen, dass sich im Langzeitverlauf noch weitere seltene, gefährliche Nebenwirkungen zeigen werden.

Interessenkonflikt
Dr. Nentwich erhielt Honorare für eine Autorenschaft im Rahmen einer Publikation, Erstattung von Teilnahmegebühren für einen Kongress sowie Reise- und Übernachtungskosten von Allergan.

Prof. Ulbig nimmt Beratertätigkeiten wahr für Novartis, Allergan und Pfizer. Erstattung von Teilnahmegebühren für Kongresse erhielt er von Novartis und Pfizer. Die Erstattung für Reise- und Übernachtungskosten sowie Honorare für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen erhielt er von Novartis, Allergan und Pfizer. Für die Durchführung von klinischen Auftragsstudien erhielt er Gelder auf ein Drittmittelkonto von Novartis.

Manuskriptdaten
eingereicht: 14. 10. 2011, revidierte Fassung angenommen: 13. 3. 2012

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med Michael W. Ulbig
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität
Klinikum der Universität München
Campus Innenstadt
Mathildenstraße 8
80336 München
Michael.Ulbig@med.uni-muenchen.de

Zitierweise
Nentwich MM, Ulbig MW: The therapeutic potential of intraocular depot steroid systems—developments aimed at prolonging duration of efficacy. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(37): 584–90. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0584

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3712

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum der Universität München, Campus Innenstadt:
Prof. Dr. med. Ulbig, Dr. med. Nentwich
Dexamethason-Implantat (700 &#956;g)
Dexamethason-Implantat (700 &#956;g)
Abbildung 1
Dexamethason-Implantat (700 μg)
Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss
Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss
Abbildung 2
Optische Kohärenz-Tomographie eines klinischen Verlaufs bei einem Patienten mit Makulaödem nach Zentralvenenverschluss
Intravitreale Implantate
Intravitreale Implantate
Tabelle 1
Intravitreale Implantate
Studienlage zu den Implantaten
Studienlage zu den Implantaten
Tabelle 2
Studienlage zu den Implantaten
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