MEDIEN

Junior Docs: Doku-Serie zeigt Jungärzte im Einsatz

Dtsch Arztebl 2012; 109(37): A-1832 / B-1484 / C-1460

Protschka, Johanna

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Assistenzärzte am Anfang: Max Heitmann, Jasmin Wöhler, Elena Enderle und Sascha Wilken sind die „junior docs“ bei ZDFneo. Fotos: ZDF/Jan Haeselich
Assistenzärzte am Anfang: Max Heitmann, Jasmin Wöhler, Elena Enderle und Sascha Wilken sind die „junior docs“ bei ZDFneo. Fotos: ZDF/Jan Haeselich

Sie sind jung, sie sind motiviert, und sie starten in den klinischen Berufsalltag. Im Gegensatz zu ihren Kollegen wurden die acht Jungmediziner, um die es hier geht, bei ihrer täglichen Arbeit im Krankenhaus aber von einem Kamerateam der Tower Productions GmbH begleitet. Das Resultat dieser Aufzeichnungen können sich die Zuschauer als zehnteilige Dokumentationsserie „junior docs“ ab dem 27. September immer donnerstags auf dem Digitalsender ZDFneo ansehen. Die gewährten Einblicke versprechen vielfältig zu werden, denn die „junior docs“ absolvieren ihre Weiterbildung in den Fachbereichen Innere Medizin, Gynäkologie, Zentrale Notaufnahme, Anästhesie, HNO, Rheumatologie und Urologie. Gedreht wurde in den Hamburger Asklepios-Kliniken in Barmbek, Altona und St. Georg.

Die Produktion wurde vom britischen Sender BBC adaptiert, der bereits die dritte Staffel der in Großbritannien erfolgreichen Serie drehen lässt. Sie zeigt den Zuschauern, wie es für Assistenzärzte ist, das erste Mal zu operieren, zu endoskopieren oder Nachtdienste in der Notfallambulanz zu schieben. Dabei sollen die Mediziner aber auch ganz persönlich in Erscheinung treten. Keine Götter in Weiß werden hier gezeigt, sondern Berufseinsteiger, die sich ebenfalls mit Papierkram, Dienstplänen und schmutzigen Kaffeetassen her- umschlagen müssen. Abgesehen davon geben die Ärzte einen Einblick in ihr Privatleben. Denn auch das Leben nach Feierabend will neben dem stressigen Berufsalltag organisiert sein.

Die Redakteure von ZDFneo sehen in dem Format den Nerv ihrer Zielgruppe getroffen: „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Berufseinsteiger um die dreißig zu zeigen. Nicht zuletzt, weil gerade dieses Alter besonders spannend ist, in Bezug auf die Fragen nach der Familienplanung, der Lebensweise und dem Wohnort“, sagt Andrea Eisel, stellvertretende Redaktionsleiterin dazu. Schön zu sehen sei darüber hinaus, dass gerade die jungen Berufseinsteiger noch voller Tatendrang und Visionen seien, meint Eisel weiter.

Liubou Uslar, die bei den junior docs in den Bereichen Rheumatologie, klinische Immunologie und Nephrologie arbeitet, möchte gar die Welt mit ihrem Beruf verändern: „Wenn ich etwas tue, dann soll es in jedem Fall anderen Menschen zugutekommen,“ sagt die 31-jährige Assistenzärztin aus voller Überzeugung. Etwas pragmatischer sieht das Maximilian Heitmann, der das Medizinstudium wählte, ohne von vornherein an den Arztberuf zu denken. Er erklärte sich bereit, bei der Serie mitzumachen, weil er einfach neugierig war und es wichtig findet, dass Außenstehende Verständnis für die Situation der Ärzte haben: „Ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt, zu zeigen, wie so ein Berufseinstieg aussieht. Auch in Bezug auf Überstunden und Nachtdienste kann es nicht schaden, wenn die Welt da draußen mal sieht, wie das so ist.“ Die Serie zeigt Heitmann in der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie im Einsatz. Johanna Protschka

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