ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2012Führungskräfte im Gesundheitswesen: Ärztinnenbund fordert feste Frauenquote

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Führungskräfte im Gesundheitswesen: Ärztinnenbund fordert feste Frauenquote

Dtsch Arztebl 2012; 109(37): A-1792 / B-1456 / C-1432

Hibbeler, Birgit

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Der Frauenanteil steigt. Doch nur wenige Ärztinnen schaffen es an die Spitze. Foto: picture alliance
Der Frauenanteil steigt. Doch nur wenige Ärztinnen schaffen es an die Spitze. Foto: picture alliance

Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) fordert eine verbindliche, feste Frauenquote im Gesundheitswesen. Die „Flexi-Quote“ von Familienministerin Christina Schröder (CDU) lehnen die Ärztinnen ab. Nach dem Modell sollen Unternehmen den Frauenanteil bei ihrem Führungspersonal selbst festlegen. Aus Sicht des DÄB ist dies im Gesundheitswesen nicht zielführend.

„Mit der Flexi-Quote kommen Ärztinnen nicht an die Spitze – weder als Chefärztinnen noch in ärztlichen Gremien“, sagt Dr. med. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des DÄB. In Führungspositionen im Krankenhaus, in Vorständen von Fachgesellschaften, Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen oder auch in universitären Gremien seien Medizinerinnen nach wie vor unterrepräsentiert. Freiwillige Selbstverpflichtungen wie in der Privatwirtschaft seien nicht ausreichend.

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Der Frauenanteil bei den Medizinern steigt. Etwa 62 Prozent der Erstsemester sind weiblich. Bei den berufstätigen Ärzten sind es circa 44 Prozent. Unterdessen sind aber nur 26 Prozent der Leitungsfunktionen in deutschen Krankenhäusern dem DÄB zufolge mit Frauen besetzt. Der Anteil der Chefärztinnen werde auf acht bis zehn Prozent geschätzt.

Während mehr als 50 Prozent der Doktoranden in der Humanmedizin weiblich sind, beträgt der Frauenanteil bei den Habilitationen gerade einmal rund 20 Prozent. BH

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