ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1996Medizinprodukte:Kodex in Arbeit

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Medizinprodukte:Kodex in Arbeit

Clade, Harald

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LNSLNS SIEGBURG. Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung erarbeiten zur Zeit einen Kodex "Medizinprodukte". Er soll, abgestimmt mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und mit der Bundesvereinigung Verbandmittel und Medicalprodukte, für die betroffenen Krankenhäuser, Verwaltungen und Ärzte Regelungen verbindlich vorgeben. Der "Kodex" würde sämtliche Hersteller, Händler und Vertreiber von Medizinprodukten einerseits und die Bezieher beziehungsweise Leistungserbringer andererseits veranlassen, strenge Wettbewerbsregeln einzuhalten und die Produktpreise transparent zu gestalten. Insbesondere soll er dazu beitragen, "Fehlentwicklungen und Irritationen vorzubeugen und zu vermeiden" (Stichwort: "Herzklappenkomplex"). Die Entwurfsfassung von Anfang 1995 ist inzwischen mit der Krankenhausgesellschaft erörtert worden. An den Gesprächen sind auch die Ersatzkassenverbände, der Verband der leitenden Krankenhausärzte und die Bundesvereinigung Verbandmittel und Medicalprodukte beteiligt gewesen, nicht aber Vertreter der Ärzteschaft (insbesondere der Bundesärztekammer). Die DKG legt Wert darauf, daß die Ärzteschaft ebenfalls in die Gespräche einbezogen wird, weil auch Fragen der ärztlichen Berufsordnung angesprochen sind. Einen Verhaltenskodex auf diesem Gebiet hatte auch der Deutsche Ärztetag im Mai 1995 empfohlen. HC

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