ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2012Medikamentenfehler bei Kindernotfällen

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Medikamentenfehler bei Kindernotfällen

Eine systematische Analyse

Medication errors in pediatric emergencies—a systematic analysis

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(38): 609-16; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0609

Kaufmann, Jost; Laschat, Michael; Wappler, Frank

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Hintergrund: Fehler bei der Medikamentenverabreichung gehören zu den häufigsten medizinischen Fehlerereignissen, wobei Kinder aufgrund der notwendigen individuellen Dosisberechnung besonders häufig betroffen sind. Fehldosierungen in Höhe einer 10er-Potenz (1 000 % der empfohlenen Dosis) finden statt und stellen eine lebensgefährliche Bedrohung dar. Bei einer simulierten Reanimation in einer Kindernotaufnahme wurden 10er-Potenz-Fehler bei einer von 32 Verordnungen beobachtet. In der präklinischen Notfallmedizin muss mit den höchsten Fehlerraten gerechnet werden. Diese Übersichtsarbeit analysiert den Verordnungsprozess und zeigt evaluierte Interventionsmöglichkeiten zur Verbesserung auf.

Methode: Der Beitrag wurde auf der Basis einer systematischen Literaturrecherche erstellt.

Ergebnisse: Es konnten 32 Originalarbeiten identifiziert werden, die Interventionen zur Fehlerreduktion bei der Pharmakotherapie von Kindern untersucht haben. Kenntnisse zur pädiatrischen Pharmakotherapie (Kurse, unmittelbar zugreifbare Informationsquellen) sowie Hilfsmittel, die die kognitiven Anforderungen an den Verordnenden reduzieren (Taschenrechner, Computerprogramme, gewichtsbezogene Tabellen) reduzieren Medikamentenfehler. Gleiches gilt für eine Sensibilisierung für diese Problematik, eine Überwachung der Verordnungen, strukturierte Kommunikation und standardisierte, eindeutig gekennzeichnete Medikamentenvorbereitungen. Im klinischen Bereich sind computergestützte Verordnungsprogramme mit integrierter pädiatrisch-pharmakologischer Datenbank empfehlenswert. Im präklinischen Bereich bietet sich das „Pädiatrische Notfalllineal“ an, weil es neben einer validen Gewichtsschätzung altersentsprechende Dosierungsempfehlungen und Berechnungsschritte direkt ablesbar anbietet.

Schlussfolgerung: Kinder in Notfallsituationen sind erheblich von Medikamentenfehlern bedroht. Durch eine intensive Vorbereitung kann die Rate an bedrohlichen Fehlern erheblich reduziert werden.

LNSLNS

Das amerikanische „Institute of Medicine“ schätzt, dass in den USA jährlich 7 000 Menschen durch Medikamentenfehler sterben, wobei Selbstmedikation und ärztliche Verordnungen für Patienten jeden Alters analysiert wurden (1). Auch im Krankenhaus gehören Fehler bei der Medikamentenverabreichung zu den häufigsten medizinischen Fehlerereignissen (e1). Aufgrund altersgruppenspezifischer Kontraindikationen und der Notwendigkeit einer individuellen Dosisberechnung ist zu erwarten, dass Kinder besonders durch Medikamentenfehler bedroht sind (e2e4). So wurde beispielsweise in einem Kinderkrankenhaus eine Rate an potenziell bedrohlichen Verordnungsfehlern beobachtet, die dreimal höher war (e5), als in einer Untersuchung mit identischem Studiendesign bei Erwachsenen (e6). In jeder Versorgungssituation, die raschere zeitliche Abläufe und eine höhere Dichte an Verordnungen erfordert, steigt die Fehlerrate (e7). Im Rahmen eines Risiko-Audits in einer Kindernotaufnahme wurde bei durchschnittlich 1/766 Verordnungen eine Abweichung in einer 10er-Potenz, entsprechend 1 000 % der empfohlenen Dosierung beobachtet, obwohl bereits Maßnahmen zur Verbesserung etabliert worden waren (elektronisches Verordnungssystem, standardisierte Medikamentenvorbereitung) (2). Bei einer prospektiven Untersuchung während simulierten Reanimationen durch Kindernotfallmediziner in einer Kindernotaufnahme waren sogar 1/32 Verordnungen in einer 10er-Potenz falsch (3). Man muss davon ausgehen, dass Fehler in einer solchen Dimension schwere Schäden auslösen können oder in vielen Fällen sogar fatal sind (4, e8, e9).

Weil für die präklinische Notfallversorgung von Kindern weder flächendeckend kinderspezifisches Personal noch auf diese Klientel optimierte Behandlungsabläufe vorgehalten werden können (e10), ist hier mit einer besonders hohen Fehlerrate zu rechnen (e11). Eine retrospektive Analyse von 360 präklinischen Verordnungen in den USA stellte Medikamentenfehler in 35 % aller Fälle fest. Die falsch hohen Dosierungen von intravenös verabreichtem Adrenalin lagen bei durchschnittlich 808 % der empfohlenen Dosis (5). Konkrete Inzidenzen aus größeren Fallkollektiven liegen für den Bereich der Notfallmedizin nicht vor (e12), vermutlich wird eine erhebliche Anzahl an präklinischen Medikamentenfehlern nicht berichtet (e13). Aus der zu erwartenden Häufigkeit und der Tragweite von Medikamentenfehlern bei der präklinischen Notfallversorgung von Kindern leitet sich somit eine erhebliche Bedrohung ab, die reduziert werden muss.

Methode

Der vorliegende Beitrag wurde auf der Basis einer systematischen Literaturübersicht mit Hilfe einer PubMed-Recherche erstellt (Tabelle 1).

PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)
PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)
Tabelle 1
PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)

Ergebnisse

Die Autoren konnten 22 klinische Studien zur Prävention von Medikamentenfehlern bei der Versorgung von Kindern identifizieren. Durch eine erneute Suche mit jeder der beschriebenen Interventionen als Schlagwort konnten sie weitere zehn pädiatrische Arbeiten ergänzen. Alle so erhaltenen 32 Originalarbeiten wurden in ihrer wissenschaftlichen Qualität bewertet (Tabelle 2). Metaanalysen mit ableitbaren Handlungsempfehlungen oder Leitlinien liegen bislang nicht vor und sind aufgrund der multifaktoriellen Problematik, der fehlenden Vergleichbarkeit einzelner Lösungsansätze, aber auch allein aufgrund uneinheitlicher Definitionen anhand der aktuellen Datenlage nicht realisierbar (6). Ziel dieses Artikels ist es, den Verordnungsprozess mit seinen Fehlerquellen zu analysieren und anhand dieser Struktur Lösungsansätze aufzuzeigen, die zu einer Reduktion von Fehlern beitragen können.

Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Tabelle 2
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes

Analyse des Ablaufs von Medikamentenverordnung und Fehlerquellen

Feststellung der Indikation

Am Anfang jeder Verordnung stehen die Indikationsprüfung und die Frage nach erfolgversprechenden Alternativen zur medikamentösen Therapie. In mancher Situation kann durch die Nähe zur Mutter eine medikamentöse Sedierung unnötig werden. Bei der Versorgung von Kindern sind zusätzlich altersgruppenspezifische Kontraindikationen zu beachten (Tabelle 3).

Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten
Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten
Tabelle 3
Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten

Feststellung der Dosisempfehlung

Als Grundlage für die Verordnung dienen gewichtsbezogene Dosisempfehlungen, wobei diese abhängig von der Altersgruppe erheblich variieren können. Beispielsweise wurden bei der Gabe von Propofol zur Narkoseinduktion bei Frühgeborenen bei einer Dosis von 1 mg/kg erhebliche Kreislaufdepressionen beobachtet (e14). Hingegen wurden bei fünf- bis zehnjährigen Kindern nach 3 mg/kg Propofol und 2 oder 3 µg/kg Remifentanil keinerlei Hypotensionen mehr beschrieben (e15).

Feststellung des Gewichtes

Bei der medizinischen Versorgung wird oft dem tatsächlichen Gewicht eines Kindes wenig Bedeutung beigemessen. So wurden in einer Kindernotaufnahme nur 2 % der Kinder gewogen, wobei das Gewicht aller anderen Kinder mit unterschiedlichen Methoden geschätzt wurde (e16). Am häufigsten wurden altersbezogene Schätzformeln verwendet, deren mangelhafte Qualität bekannt ist (9). Beispielsweise wogen die Sechsjährigen in der genannten Untersuchung zwischen 19 und 30 kg (e16). Auch bei der präklinischen Notfallversorgung wird dem Gewicht der Kinder nicht immer eine adäquate Bedeutung beigemessen. Dies wird auch daran erkennbar, dass im standardisierten Notarzteinsatzprotokoll gemäß den Empfehlungen der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin), in dem 203 Parameter erfasst werden, kein Feld für die Angabe des Gewichtes vorhanden ist (e17, e18). Im klinischen Alltag lässt sich zudem beobachten, dass in Einzelfällen sogar Medikamentendosierungen ohne konkrete Schätzung des Gewichtes sondern in Form einer Relation zu einer Erwachsenendosis vorgenommen werden.

Errechnen der Dosis und der Zubereitung

Alleine die Notwendigkeit zur individuellen Berechnung der erforderlichen Dosis beinhaltet die Möglichkeit von Berechnungsfehlern (e2). Beispielsweise verdoppeln Säuglinge im ersten halben Lebensjahr in der Regel ihr Körpergewicht. Somit ist hier keine Vertrautheit mit einer üblichen Dosis zu erwarten und selbst Fehldosierungen in einer 10er-Potenz werden nicht als verdächtig wahrgenommen und kommen regelmäßig vor (2). Die Festlegung der richtigen Dosis scheint der bedeutsamste Schritt zu sein, denn hier wird die höchste Rate an Fehlern beobachtet (e19, e20, 38). Zusätzlich kommt als weitere Fehlerquelle die Wahl der Zubereitung hinzu. Aufgrund der erheblichen Dosisunterschiede werden für viele Medikamente Zubereitungen in unterschiedlichen Packungsgrößen und Konzentrationen angeboten und es werden Verdünnungen hergestellt, um praktikable Volumina verabreichen zu können.

Erstellung und Übermittlung der Verordnung

Auch Kommunikationsdefizite sind in erheblichem Umfang an dem Entstehen von Medikamentenfehlern beteiligt (e21). Eine vollständige Verordnung beinhaltet eine Dosierung (zum Beispiel in mg/kg), sowie die sich aus dem Körpergewicht ergebende absolute Dosis (zum Beispiel mg). Des Weiteren sind die Benennung der verwendeten Konzentration (zum Beispiel mg/mL) und die sich daraus ergebende absolute Menge der zu verabreichenden Lösung (zum Beispiel in mL) notwendig. Auch bezüglich ähnlich klingender Namen (zum Beispiel „Esmeron“/„Esmolol“) muss aufgepasst werden (e22). Wenn eine Verdünnung benutzt werden soll, ist eine exakte Bezeichnung und am Besten auch eine Anleitung für deren Herstellung erforderlich. Bei simulierten Reanimationen in einer Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses wurden in 17 % der Verordnungen keine in diesem Sinne vollständigen Verordnungen angegeben (3).

Vorbereitung und Verabreichung der Verordnung

In den meisten klinischen Situationen ist es die Aufgabe einer Assistenzperson, durch die Medikamentenvorbereitung eine Lösung mit der gewünschten Konzentration herzustellen sowie die geforderte Dosis in Form der bezeichneten Menge zu verabreichen. Bei der schon erwähnten prospektiven Beobachtungs-Studie mit simulierten Reanimationen in einer Kindernotaufnahme wurden die vorbereiteten Spritzen gesammelt. In 7 % der Spritzen wurde eine Konzentration gemessen, die um mehr als 50 % von der angegebenen Konzentration abwich (3).

Einfluss der Versorgungssituation auf die Fehlerrate

Die Summe der genannten Fehlerquellen gewinnt weiter an Bedeutung, je dringlicher der zeitliche Ablauf und die Dichte mehrerer Verordnungen ist, was beispielsweise auf Intensivstationen für Erwachsene (e23) und Neugeborene nachgewiesen wurde (e5). In einer retrospektiven Kohortenstudie in einer Kindernotaufnahme wurden 10 % der Verordnungen als fehlerhaft gewertet (38). Bei der präklinischen Notfallversorgung muss im Vergleich dazu mit einer weiteren Steigerung der Rate an Fehldosierungen gerechnet werden. Neben dem emotionalen Druck, den viele Notärzte empfinden (e24), halten die präklinischen Versorgungsstrukturen weder auf Kinder spezialisiertes Personal noch für diese Klientel optimierte Behandlungsabläufe vor. Kontrollmechanismen durch mehrere Personen mit vergleichbarer Kompetenz stellen in der Klinik einen bedeutsamen Sicherheitsgewinn dar und fallen hier ebenso weg. Diese Problematik wurde durch eine prospektive Untersuchung verdeutlicht, bei der nur in 34 % der präklinisch verabreichten Adrenalingaben zur Reanimation eine korrekte Dosierung verwendet wurde (34). Belegt ist auch, dass Übermüdung der verordnenden Personen und nächtliche Uhrzeiten zur Fehlerrate beitragen (38, e25, e26).

Ansätze zur Verbesserung der Medikamentenverordnungen

Im Folgenden sollen Strategien zur Vermeidung dieser Fehler aufgezeigt und nach Möglichkeit durch Literaturvergleich in ihrer Wirksamkeit gewertet werden.

Feststellung der Indikation und der Dosierungsempfehlungen

Grundlegende Kenntnisse zu altersgruppenspezifischen Besonderheiten von Notfallmedikamenten sollten generell vorhanden sein. Es stehen mehrere Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie zur Verfügung und es erscheint sinnvoll, bei der präklinischen Versorgung auf eine solche zugreifen zu können (Tabelle 4). Nachweislich erhöht der Zugriff auf pädiatrisch-pharmakologische Informationen die Rate korrekter Dosierungen (7), auch wenn es sich dabei nur um eine tabellarische Zusammenstellung handelt (8). In besonderen Situationen kann auch eine telefonische Konsultation der nächstgelegenen pädiatrischen Intensivstation hilfreich sein.

Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie
Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie
Tabelle 4
Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie

Feststellung des Gewichtes

Verschiedene Autoren fordern das Wiegen des Kindes als zwingende Maßnahme vor einer Medikamentenverordnung (39), wobei dies in der Notfallmedizin oft nicht durchführbar ist. Ein wertvoller Schritt bestünde alleine schon darin, dem Gewicht eine adäquate Bedeutung beizumessen. In vielen Fällen stehen die Eltern als Auskunft für das Gewicht des Kindes zur Verfügung und dies sollte genutzt werden. In einem Vergleich von Gewichtsschätzungen an 410 Kindern konnten die Eltern das Gewicht in 78 % der Fälle mit einer Abweichung von unter 10 % korrekt schätzen (9), altersbezogene Formeln waren demgegenüber weit unterlegen. Die nächstbeste Quelle stellt die längenbezogene Schätzung dar, die anhand von Perzentilen auf ein durchschnittliches Gewicht (somit Idealgewicht) schließt. Daher sollte diese Methode bei fehlender Möglichkeit, das Kind zu wiegen, verwendet werden (Perzentilen-Kurven oder pädiatrisches Notfalllineal). Bei adipösen Kindern ist die Dosierung am Idealgewicht sogar vorteilhaft, denn diese Kinder haben einen geringeren proportionalen Anteil des Extrazellulärvolumens am Gewicht, welches das maßgebliche Verteilungsvolumen für die Dosierung von Notfallmedikamenten, Analgetika und Sedativa darstellt (e27).

Errechnen der Dosis und der Zubereitung

Nach Kenntnis der Dosierungsempfehlung und des Gewichtes kann man die erwünschte Dosis berechnen. Dabei sind elektronische Hilfsmittel (zum Beispiel Taschenrechner) wünschenswert, weil hiermit Rechenfehler nachweislich zu minimieren sind (11). Beispielsweise kam es durch die Verwendung eines Computerprogrammes zur Dosisberechnung in einem Kinderkrankenhaus zu einer Halbierung der verordneten Fehldosierungen (12). Aber auch jede andere Maßnahme, die eine Reduktion der erforderlichen Kalkulationsschritte ermöglicht, kann die Rate an Fehlern reduzieren (e28). Beispielsweise wurden in einer prospektiven Untersuchung in den USA über 500 präklinische Notfallmediziner gebeten, in einer ruhigen, stressfreien Situation pädiatrische Verordnungen in einem Fragebogen zu berechnen, wobei immer alle benötigten Informationen genannt wurden und nur ganze Zahlen verwendet wurden. Randomisiert zugeordnet durfte etwa die Hälfte der Teilnehmer dazu eine Tabelle zu Hilfe nehmen (Tabelle 5). Ohne die Tabelle füllten nur 65 % der Notfallmediziner die Fragebögen vollständig korrekt aus, mit der Tabelle hingegen 94 % (13).

Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)
Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)
Tabelle 5
Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)

Übermittlung der Verordnung

Es ist grundsätzlich wünschenswert, eine Verordnung wo immer möglich in schriftlicher Form zu übermitteln. Dies ist in hoch akuten Notfallsituationen kaum zu gewährleisten. Dennoch sollten alle Informationen und Berechnungsschritte zumindest verbal kommuniziert werden. Der Empfänger der Verordnung sollte diese zur Bestätigung ebenso vollständig wiederholen. Durch eine Etablierung einer derartigen Kommunikationsstruktur ist eine Senkung der Rate von Medikamentenfehlern zu erwarten (e11, e21), wobei dies für mündliche Anordnungen bisher nicht untersucht wurde. Durch das Einführen eines schriftlichen Verordnungsbogens (Tabelle 6) konnte jedoch eine geringere Fehlerrate dokumentiert werden (1517).

Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)
Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)
Tabelle 6
Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)

Vorbereitung und Verabreichung der Verordnung

Wo immer möglich, sollten so wenige Konzentrationen benutzt werden, wie es vertretbar ist. Wenn nach der Medikamentengabe eine Nachspülung erfolgt, kann in vielen Fällen die unverdünnte Medikamentenlösung mit Hilfe von kleinen Spritzen (1-mL-Spritze mit 0,01-mL-Skalierung) verwendet werden. Es sollten Spritzen mit verschiedenen Konzentrationen des gleichen Wirkstoffes vermieden werden. Gewünschte Mischungsverhältnisse müssen exakt eingehalten werden. Kommerziell vorbereitete und etikettierte Spritzen erreichen dabei eine größere Sicherheit, denn hier sind Qualitätskontrollen des Herstellungsprozesses integriert (39). Nachteil solcher vorbereiteten Spritzen bestehen in der limitierten Haltbarkeit und in den Kosten. Jede vorbereitete Spritze sollte eine klare Kennzeichnung erhalten, was schon eine wirksame Überprüfung darstellt (e29). Vorteilhaft erscheint die Verwendung von farblich einheitlich gestalteten Aufklebern, wie sie in Form der ISO 26825 international festgelegt wurden (e30). So konnte belegt werden, dass durch eine solche Kennzeichnungsnorm zumindest die Verwechslungen zwischen den Medikamentengruppen reduziert werden können (39). Besonders empfehlenswert scheint auch eine elektronisch lesbare Etikettierung von Spritzen, die von „intelligenten“ Spritzenpumpen eingelesen werden können (18), wobei diese Maßnahme im präklinischen Bereich noch nicht durchführbar scheint.

Übergreifende Ansätze zur Verbesserung der Medikamentenverordnungen

Im Folgenden werden Verbesserungsmöglichkeiten bei der Medikamentenverordnung dargestellt, die keinem der zuvor genannten Punkte zuzuordnen sind oder mehrere Unterpunkte umfassen.

Ausbildungskonzepte der Mitarbeiter, Observations- und Reporting-Systeme

Eine flächendeckende präklinische Notfallversorgung durch Kinderärzte und Kinderpflegekräfte ist sicher nicht zu gewährleisten. Es konnte aber mehrfach gezeigt werden, dass Erfahrung und Ausbildung die Fehlerraten reduzieren kann. Beispielsweise kann durch Unterricht, der Kenntnisse in pädiatrischer Pharmakotherapie vermittelt, aber auch Ursachen von Medikamentenfehlern und deren Lösungsansätze zum Inhalt hat, die Rate an Verschreibungsfehlern reduziert werden (4, 19, 20, 24, 32). Fehler-Berichtssysteme (CIRS, „critical incident reporting system“) steigern die Rate an berichteten und in einer Klinik konstruktiv diskutierten Fehlern (e20), wobei bisher ohne Nachweis vermutet werden kann, dass dadurch eine Reduktion von Fehlern erreicht wird. Nachweislich konnte aber alleine das Einführen von Kontrollen durch den Krankenhausapotheker auf einer neonatologischen Intensivstation die Fehlerrate reduzieren (29). Diese Maßnahme wurde den Mitarbeitern angekündigt und hatte offensichtlich deren Vigilanz erhöht.

Elektronische Verordnungssysteme

Bei der Verwendung von computerbasierten Verordnungssystemen werden gewünschte Dosierungen, Applikationswege und Häufigkeiten in ein Programm eingegeben und Rechenschritte durch den Computer erledigt. Nachweislich kann ein solches System die Rate an lückenhaften Verordnungen reduzieren (21), wobei die Rate an bedrohlichen Fehldosierungen durch diese isolierte Maßnahme nicht reduzierbar ist (23, e31). Durch Integration einer Datenbank zur pädiatrischen Pharmakotherapie, die Hinweise zu Dosierungsempfehlungen und einen Kontrollmechanismus impliziert, konnten bedrohliche Fehldosierungen signifikant verringert werden (23, 25, 26).

Das Pädiatrische Notfalllineal

Das Pädiatrische Notfalllineal (PädNFL) gewährleistet Unterstützung in allen aufgezeigten Unterpunkten der Medikamentenverordnung. Besonders im präklinischen Bereich, in dem einige der genannten die Verordnungssicherheit erhöhenden Maßnahmen aufgrund der strukturellen Gegebenheiten nicht zum Einsatz kommen können, kann der Einsatz sinnvoll sein. Das PädNFL ermöglicht eine präzise Gewichtsschätzung unter Vermeidung von durch Adipositas bedingter Überdosierung und stellt altersgruppenabhängige Dosisempfehlungen zur Verfügung. In Folge einer standardisierten, auf dem Lineal beschriebenen Medikamentenvorbereitung sind dann direkt die Konzentrationen und die daraus abgeleiteten zu verabreichenden Volumina angegeben. Somit ist ein Großteil der kognitiven Leistungen der Medikamentenverordnungen in dem Lineal hinterlegt und es ist somit nicht überraschend, dass anhand eines ähnlichen Prinzips (Broselow-Tape) der Nutzen im Rahmen von simulierten Reanimationen bereits vielfach erwiesen wurde (10). Auch bei der präklinischen Notfallversorgung von Kindern konnte im Rahmen einer prospektiven Kohortenstudie die Rate an korrekt dosierten Adrenalingaben durch die Einführung dieses Hilfsmittels nahezu verdoppelt werden (34). Zusätzlich ist die längenbezogene Wahl des passenden endotrachealen Tubus den altersbezogenen Formeln überlegen (40). Des Weiteren sind physiologische Normwerte auf einen Blick abrufbar, wobei ein Einhalten dieser Werte entscheidend für ein optimales neurologisches Ergebnis sind (e32). Der bewiesene Nutzen des Lineals hat zu einer Empfehlung seines Einsatzes in den Reanimations-Leitlinien der American Heart Association (AHA) geführt (e33) (Abbildung 1).

Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind
Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind
Abbildung 1
Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind

Schlussfolgerung

Medikamentenfehler stellen eine bedeutsame Bedrohung für alle Patienten dar, wobei besonders Kinder in Notfallsituationen einer erheblichen Gefährdung ausgesetzt sind. Es wäre wünschenswert und vermutlich auch lohnend, dass zu diesem Themenbereich intensive und koordinierte Forschungsaktivitäten stattfinden. Generell führen alleine schon eine Sensibilisierung der Mitarbeiter für diese Problematik sowie diesbezügliche Weiterbildungen zu einer Reduktion von Fehldosierungen. Gleiches gilt für alle Maßnahmen, die zu einer Reduktion der kognitiven Anforderungen an die Verordnenden führen.

Interessenkonflikt

Dr. Kaufmann hält einen Gebrauchsmusterschutz und erhält Lizenzgebühren für das „Pädiatrische Notfalllineal“.
Die anderen Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Manuskriptdaten
eingereicht: 27. 2. 2012, revidierte Fassung angenommen: 5. 6. 2012

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Jost Kaufmann,
Lehrstuhl Anästhesie II
Universität Witten/Herdecke Abteilung für Kinderanästhesie
Kinderkrankenhaus Kliniken der Stadt Köln gGmbH,
Abteilung für Kinderanästhesie
Amsterdamerstraße 59,
50735 Köln,
kaufmannj@kliniken-koeln.de

Zitierweise
Kaufmann J, Laschat M, Wappler F: Medication errors in pediatric emergencies—a systematic analysis. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(38): 609–16.
DOI: 10.3238/arztebl.2012.0609

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3812

eTabelle:
www.aerzteblatt.de/12m0609

Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
eTabelle
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind
Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind
Abbildung 1
Das Pädiatrische Notfalllineal, angelegt an der Ferse bei mit gestreckten Beinen liegendem Kind
PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)
PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)
Tabelle 1
PubMed-Recherche (Datenbank ab 1963, letzter Zugriff Mai 2012)
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Tabelle 2
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten
Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten
Tabelle 3
Beispiele für altersgruppenspezifische Kontra indikationen von bei Erwachsenen unproblematischen Medikamenten
Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie
Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie
Tabelle 4
Beispiele für kompakte Zusammenstellungen zur pädiatrischen Arzneimitteltherapie
Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)
Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)
Tabelle 5
Auszugsweise Übersetzung der Notfalldosierungskarte nach Bernius (13)
Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)
Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)
Tabelle 6
Übersetzung eines Anordnungsbogens von Kozer (15)
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
eTabelle
Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Medikamentenverordnungen bei Kindern und Nachweis ihres Effektes
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bozorg
am Freitag, 8. März 2013, 12:56

SafeDose

Aktuell kann SafeDosePro als app passend zu den Farben des Broselow Bandes endlich auf Deutsch im App store runtergeladen werden.
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