ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2012Transplantationsskandal: Gesundheitsausschuss diskutiert Konsequenzen

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Transplantationsskandal: Gesundheitsausschuss diskutiert Konsequenzen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Über mögliche Konsequenzen aus dem Transplantationsskandal in Göttingen und Regensburg hat nach einem Spitzentreffen Ende August (DÄ, Heft 35–36/2012) nun auch der Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten. „Alle Transplantationszentren werden im Laufe der nächsten Monate überprüft“, kündigte der Vorsitzende der Prüfungs- und Überwachungskommission der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Hans Lippert, am 14. September an.

Die Vergabe von Organen soll künftig besser kontrolliert werden. Foto: mauritius images
Die Vergabe von Organen soll künftig besser kontrolliert werden. Foto: mauritius images

Es soll zudem verstärkt auf die Einhaltung des Mehraugenprinzips bei der Vergabe von Organen und auf interdisziplinäre Transplantationskonferenzen geachtet werden. Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums und der Länder sollen bei Beratungen seines Gremiums künftig mit einem Sitz- und Stimmrecht vertreten sein, erklärte der Präsident der Deutschen Transplantationsgesellschaft und Vorsitzende des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Prof. Dr. med. Wolf Bechstein.

Das neue Transplantationsgesetz könne in der Tat helfen, dass die Transplantationsmedizin künftig transparenter werde, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Marlies Volkmer gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Wichtig sei dennoch zu schauen, was untergesetzlich geregelt werden müsse. Ende September ist dazu ein erneutes Treffen mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr geplant. ER

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