MEDIZIN: Originalarbeit

Apparative Zusatzverfahren bei der Hirntoddiagnostik

Ein Vergleich von SEP, AEP, EEG, TCD und CT-Angiographie

Technical aids in the diagnosis of brain death—a comparison of SEP, AEP, EEG, TCD and CT angiography

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 624-30; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0624

Welschehold, Stefan; Boor, Stephan; Reuland, Katharina; Thömke, Frank; Kerz, Thomas; Reuland, André; Beyer, Christian; Gartenschläger, Martin; Wagner, Wolfgang; Giese, Alf; Müller-Forell, Wibke

Hintergrund: Die apparativen Zusatzuntersuchungen bei der Hirntoddiagnostik werden kontrovers diskutiert. Die intraarterielle Angiographie ist international der Goldstandard, kann in Deutschland allerdings nur bei einer therapeutischen Option durchgeführt werden. Als apparative Verfahren sind im Rahmen der Hirntoddiagnostik (HTD) in Deutschland die somatosensibel evozierten Potenziale, akustisch evozierten Potenziale, Hirnperfusionsszintigraphie, Doppler-Sonographie und die EEG (Elektroenzephalographie) zugelassen. Neben den bisher etablierten apparativen Verfahren gewinnt die CT-Angiographie (CT-A) zunehmend an Bedeutung.

Methode: Prospektive monozentrische Studie von 2008 bis 2011 an 71 konsekutiven Patienten, bei denen nach Feststellung der klinischen Ausfallsymptome akustisch evozierte Potenziale (AEP), somatosensibel evozierte Potenziale (SEP), Elektroenzephalographie, transkranielle Doppler-Sonographie (TCD) und eine CT-A durchgeführt wurden.

Ergebnisse: Die Validität der CT-A zur Bestätigung des Hirntodes betrug 94 %, die Validität des EEG 94 %, des TCD 92 %, der SEP 82 % und der AEP 2 %. Ein übereinstimmender Befund von klinischer Untersuchung, EEG, TCD und CT-A fand sich bei 61 der 71 Patienten (86 %). Bei keinem der Patienten bestand ein Zweifel an der Diagnose Hirntod.

Schlussfolgerung: Im Rahmen dieser Studie wurde bei 14 % ein diskordanter apparativer Befund festgestellt, der die Interpretation eines erfahrenen Untersuchers bedurfte. Insbesondere die Perfusionsverfahren können bei großen Schädeldachdefekten, Schädelfrakturen oder Liquorableitungen falschpositive Befunde liefern. In diesen Fällen sollten elektrophysiologische Verfahren oder die erneute klinische Untersuchung im Verlauf bevorzugt werden. Die CT-A ist ein neueres Verfahren, das mit hoher Zuverlässigkeit den zerebralen Zirkulationsstillstand nachweisen kann und sollte daher in den deutschen Richtlinien zur Hirntoddiagnostik aufgenommen werden.

Die Voraussetzungen und das Prozedere zur Feststellung des Hirntodes sind in Deutschland durch die im Jahr 1998 veröffentlichte Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer verbindlich geregelt (1). Die Feststellung der ausgefallenen Hirnfunktionen erfolgt durch eine klinische Untersuchung durch zwei unabhängige Untersucher, die ein tiefes Koma, den Ausfall der Hirnstammreflexe (Pupillen mittelweit bis weit, Ausfall von Lichtreaktion, Korneal-, Husten-, Oculocephalreflex, keine Reaktion auf Trigeminus-Schmerzreize) und den Ausfall der Spontanatmung nachweisen müssen. Darüber hinaus wird zur Feststellung des Hirntodes der Nachweis der Irreversibilität der klinischen Ausfallsymptome gefordert, der entweder über eine apparative Zusatzuntersuchung oder aber einen zeitversetzten zweiten klinischen Untersuchungsgang (nach 12, 24 oder 72 Stunden) erfolgt. Bei bestimmten Patientengruppen sind apparative Zusatzuntersuchungen verpflichtend, so kann beispielsweise bei primär-infratentoriellen Läsionen der Hirntod nicht durch alleinige Verlaufsbeobachtung der klinischen Ausfallsymptome, sondern nur durch den zusätzlichen Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes oder des Ausfalls der elektrischen Großhirnaktivität (Null-Linien-EEG) nachgewiesen werden (1).

In der aktuellen internationalen Literatur wird der Stellenwert der apparativen Zusatzuntersuchungen im Rahmen der Hirntoddiagnostik (HTD) kontrovers diskutiert. Während einige Autoren den Sinn der apparativen Verfahren infrage stellen (2), fordern andere, den Perfusionsverfahren mehr Bedeutung einzuräumen (3). Da die intraarterielle Angiographie der hirnversorgenden Gefäße zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes in Deutschland als invasive und potenziell komplikationsbelastete Maßnahme nur bei einer möglichen therapeutischen Konsequenz durchgeführt werden kann, steht das Verfahren, welches als „Goldstandard“ zitiert wird, de facto nicht zur Verfügung (1, e1e5). Somit kann die fehlende Durchblutung des Gehirns nur durch die transcranielle Doppler-Sonographie der Hirngefäße (TCD) oder die Hirnperfusionszintigraphie nachgewiesen werden. Weitere in Deutschland zugelassene apparative Verfahren sind elektrophysiologische Untersuchungen zum Nachweis der ausgefallenen hirneigenen elektrischen Aktivität, wobei das Elektroenzephalogramm (EEG) uneingeschränkt, die somatosensibel evozierten Potenziale (SEP) und die akustisch evozierten Potenziale (AEP) hingegen nur mit Einschränkungen angewandt werden können. Für sämtliche Verfahren gilt, dass diese nicht in jedem Krankenhaus zur Verfügung stehen.

Nach Auskunft der Deutschen Stiftung Organtransplantation erfolgten im Jahr 2010 insgesamt 26 % aller Fälle abgeschlossener HTD an Kliniken ohne neurologische oder neurochirurgische Abteilung. Der Anteil der Untersuchungen, die durch einen externen Konsiliararzt durchgeführt wurden, lag in diesen Krankenhäusern bei 53 % (e6). Die Zahlen unterstreichen die Annahme, dass bei einer nicht unerheblichen Zahl von potenziellen Organspendern ein hoher organisatorischer Aufwand betrieben werden muss, um eine HTD abschließen zu können, was zu zeitlichen Verzögerungen der HTD führen kann.

Neben den bisher etablierten und anerkannten Verfahren zum Nachweis des intrakraniellen Perfusionstillstandes hat in den letzten Jahren die CT-Angiographie (CT-A) zunehmend an Bedeutung bei der HTD gewonnen und wurde bereits in vielen Ländern (unter anderem Österreich, Schweiz, Frankreich, Kanada) zugelassen (e7, e8). Die weitgehend flächendeckende Verfügbarkeit der CT-A, die einfache Anwendbarkeit sowie die hohe Auflösung des Verfahrens machen die CT-A zu einer Methode, die sich als weiteres Verfahren im Rahmen der HTD anbietet.

Mit dieser Studie soll der Stellenwert der unterschiedlichen Verfahren im Rahmen der HTD dargestellt, Informationen zur Wahl der zur Verfügung stehenden Verfahren gewonnen und die Ergebnisse der CT-A mit den anderen Verfahren verglichen werden. Eine vergleichbare Studie unter Berücksichtigung der CT-A wurde nach Kenntnis der Autoren bisher nicht publiziert.

Methodik

Zwischen Februar 2008 und Dezember 2011 wurden an der Klinik der Autoren prospektiv 71 Patienten im Alter zwischen 18 und 88 Jahren (Mittelwert: 55 Jahre, +/- 18 Jahre) untersucht, bei denen die klinischen Zeichen des Hirntodes durch zwei Untersucher festgestellt worden waren. Bei allen Patienten wurde ein EEG, TCD, SEP und AEP sowie nach Zustimmung durch die Angehörigen eine CT-A durchgeführt. Für die Studie liegt ein positives Votum der zuständigen Ethikkommission vor. Die Durchführung und Auswertung der in Deutschland zum Nachweis der Irreversibilität etablierten Verfahren erfolgte nach den Richtlinien der Bundes­ärzte­kammer.

Zur CT-A wurde ein 32-Zeilen-CT-Gerät (Aquilion, Toshiba, Japan) verwendet. Das Untersuchungsprotokoll ist im Kasten dargestellt. Der zerebrale Zirkulationsstillstand galt als bestätigt, wenn in der CT-A (arterielle Phase) in den terminalen Gefäßen des Kortex (Segmente: MCA-M4, ACA-A3, PCA-P2) und in der A. basilaris keine Kontrastmittelaufnahme nachweisbar war.

CT-Angiographie (CT-A) Durchführungs- und Auswertungsprotokoll
Kasten
CT-Angiographie (CT-A) Durchführungs- und Auswertungsprotokoll

Ergebnisse

Die Details über die zugrundeliegenden Erkrankungen der 71 Patienten sind der Tabelle 1 zu entnehmen. In allen Fällen wurde der Hirntod durch eine klinische Untersuchung von zwei unabhängigen Untersuchern und eine oder mehrere apparative Zusatzuntersuchungen bestätigt.

Zugrundeliegende Erkrankungen der im Hirntod verstorbenen Patienten
Tabelle 1
Zugrundeliegende Erkrankungen der im Hirntod verstorbenen Patienten

Bei 58 der 59 Patienten mit supratentorieller Hirnschädigung konnte mit den SEP die Irreversibilität der ausgefallenen Hirnfunktionen nachgewiesen und somit der Hirntod diagnostiziert werden. Bei einem Patienten war in den SEP noch eine positive Antwort über dem Hirnstamm beziehungsweise der oberen HWS vorhanden, was mit einem positiven Restfluss im TCD und in der CT-A korrelierte. In der am folgenden Tag nochmals durchgeführten Diagnostik waren dann alle erhobenen Befunde mit dem Hirntod zu vereinbaren.

Hingegen war in den AEP nur bei einem der 59 Patienten zum Zeitpunkt des Vorliegens der klinischen Hirntodkriterien noch eine Welle I beziehungsweise I und II abzuleiten, während bei den übrigen 58 Patienten beidseits keine Potenziale mehr nachweisbar waren. Bei 18 Patienten war durch den konsekutiven Verlust der AEPs im Behandlungsverlauf, also bei Vorliegen einer Voruntersuchung zum Zeitpunkt der noch nicht eingetretenen klinischen Hirntodzeichen, die apparative Bestätigung der Irreversibilität der Symptome möglich. Die Validität der AEP beträgt damit unter Berücksichtigung vorhandener Voruntersuchungen 32 %, bei erstmaliger Ableitung bei vorliegenden klinischen Hirntodzeichen dagegen nur 2 %.

Bei vier der 71 Patienten war das abgeleitete EEG durch Artefakte nicht interpretierbar. Alle anderen Patienten zeigten keine hirneigene elektrische Aktivität (Validität des EEG: 94 %).

Bei 65 Patienten zeigte sich im TCD ein hirntod-typisches Flussprofil mit entweder früh-systolischen Spitzen oder Pendelfluss. In zwei Fällen war kein suffizientes Schallfenster vorhanden, so dass eine Beurteilung der intrakraniellen Flussverhältnisse nicht möglich war. In vier weiteren Fällen zeigte sich noch ein residuelles Flussprofil, das nach den Richtlinien der BÄK nicht den zerebralen Zirkulationsstillstand bestätigte (Validität des Doppler: 92 %). Bei drei dieser Fälle bestanden große Kraniotomiedefekte, im vierten Fall Kalottenfrakturen nach schwerem Schädelhirntrauma.

Bei 67 der 71 Patienten zeigte die CT-A einen zerebralen Zirkulationsstillstand (Validität der CT-A: 94 %).

Bei 49 der 71 Patienten kam es in der CT-A zu einem Abbruch der Kontrastmittelfüllung unterhalb oder in Höhe der Schädelbasis. In 18 Fällen war noch eine residuelle Füllung einzelner oder mehrerer proximaler Gefäßabschnitte erkennbar (M1,  A1, V4-Segmente) (Abbildung 1).

Typische CT-A Befunde bei eingetretenem Hirntod
Abbildung 1
Typische CT-A Befunde bei eingetretenem Hirntod

In den übrigen vier Fällen kam es bei jeweils zwei Patienten zu einer Füllung von einem oder mehrerer hirnversorgender Gefäße bis in die Peripherie, was gemäß dem CT-A-Protokoll als nicht vereinbar mit dem zerebralen Zirkulationsstillstand gewertet wurde. Beide Patienten mit nachweisbarem Kontrastmittelfluss in mehreren Gefäßen bis in die Peripherie hatten große Kraniektomiedefekte und im Doppler ein residuelles Flussprofil, was ebenfalls nicht mit einem zerebralen Zirkulationsstillstand vereinbar war (Abbildung 2). Das EEG und die SEP zeigten jedoch keine hirneigene elektrische Aktivität. Bei einem dieser Patienten wurde am Folgetag nochmals eine CT-A und ein Doppleruntersuchung durchgeführt. Beide Untersuchungen konnten dann den Perfusionsstillstand nachweisen.

71-jähriger Patient nach schwerem Verkehrsunfall mit Polytrauma und akutem Subduralhämatom
Abbildung 2
71-jähriger Patient nach schwerem Verkehrsunfall mit Polytrauma und akutem Subduralhämatom

Bei 61 der 71 Patienten (86 %) zeigten sowohl EEG, TCD und CT-A übereinstimmend einen mit der Diagnose Hirntod entsprechenden Befund.

Diskussion

Das ideale Verfahren zur Bestätigung des Hirntodes sollte flächendeckend verfügbar, einfach durchzuführen, unabhängig vom Untersucher und von Medikamenteneffekten und mit geringem Aufwand bevorzugt am Krankenbett durchzuführen sein sowie eine möglichst hohe Sensitivität und Spezifität besitzen (4). Anhand dieser Anforderungen wird bereits klar, dass dies keines der bisher verfügbaren Verfahren erfüllen kann.

Für die evozierten Potenziale gilt allgemein, dass diese nur bei sekundären und primär-supratentoriellen Hirnschädigungen anwendbar sind, da eine isolierte infratentorielle Hirnschädigung einen typischen, mit dem Hirntod zu vereinbarenden Befund vortäuschen kann. Dies schränkt die Verwendbarkeit beider Verfahren ein. Dabei sind die AEP bei erstmaliger Ableitung bei nachgewiesenen klinischen Ausfallsymptomen wenig geeignet, da in der Regel sämtliche Komponenten ausgefallen sind und damit der Nachweis der korrekten Stimulation nicht erbracht werden kann, was durch andere Arbeitsgruppen bestätigt wird (5).

Im Gegensatz dazu gelingt bei den SEP durch den Abbruch der typischen Potenzialfolge über der unteren HWS in jedem Fall der Nachweis der korrekten Stimulation durch Nachweis eines Potenziales über dem Plexus brachialis. In keinem unserer Fälle waren die SEP-Untersuchungen technisch nicht durchführbar oder lieferten qualitativ nicht verwertbare Ergebnisse. Das Verfahren kann daher als relativ robust bezeichnet werden.

Die sicherlich längsten und auch umfangreichsten Erfahrungen bezüglich apparativer Verfahren im Rahmen der HTD liegen mit dem EEG vor. Durch den Nachweis der ausgefallenen elektrischen Großhirnaktivität kann die Irreversibilität der bestehenden klinischen Hirntodzeichen bestätigt werden (1, e9). Eine wesentliche Einschränkung der EEG-Untersuchung besteht bei Patienten mit noch potenziell vorhandenen Medikamenteneffekten und starken Artefakteinstreuungen (6, 7).

Neben den klassischen oben genannten elektrophysiologischen Verfahren können Perfusionsverfahren im Rahmen der Hirntoddiagnostik angewendet werden. Sie weisen die aufgehobene Perfusion des Gehirnes bei ansonsten regelgerechter Durchblutung des übrigen Organismus nach. Hier besitzt die TCD mit 92 % eine ähnlich hohe Validität wie das EEG, was durch andere Arbeitsgruppen bestätigt wird (811). Dennoch existieren auch Berichte von deutlich niedrigerer Validität des TCD von bis zu 57 % (e10, e11). Neben der eingeschränkten Beurteilbarkeit der intrakraniellen Flussbedingungen bei fehlendem Schallfenster gelten noch vorhandene Restflüsse bei Patienten mit großen Kraniotomiedefekten, Schädelfrakturen und Liquorableitungen als Nachteile der ansonsten patientenseits verfügbaren Doppler-Sonographie (10, e12, e13). Bekanntermaßen kann in den Perfusionsverfahren generell in diesen Fällen ein zerebraler Rest-Blutfluss trotz eingetretenem Hirntod persistieren. Weiterhin kann ein alleiniges fehlendes intrakranielles Flusssignal nach der klinischen Hirntoddiagnostik nicht als Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstands gewertet werden, da dies entweder auf ein nicht vorhandenes Schallfenster, oder auf eine erloschene Hirndurchblutung zurückgeführt werden kann. Ferner kann es der Tatsache geschuldet sein, dass nicht alle Gefäßsegmente der großen Hirnarterien zuverlässig identifiziert wurden. Insofern sind TCD-Untersuchungen noch vor eingetretenem Perfusionsstillstand bei diesen Patienten notwendig, um den Verlauf zu dokumentieren und eine eindeutige Interpretation zu gewährleisten (12, e14). Auch bleibt wegen der methodenbedingten Intra- und Interuntersuchervariabilität eine gewisse Unsicherheit in der Beurteilung. In Deutschland ist deshalb gefordert, dass der selbe Untersucher, der im Rahmen der HTD kein intrakranielles Flussprofil nachweist, dieses durch eine Untersuchung im Vorfeld nachgewiesen hat (1).

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes mittels Doppler-Sonographie neben dem TCD auch die Beschallung der extrakraniellen A. carotis interna zu erfolgen hat.

Eine Übersicht über die Validität der einzelnen Verfahren im von den Autoren untersuchten Kollektiv gibt Tabelle 2.

Vergleichende Darstellung der Validität der unterschiedlichen Verfahren
Tabelle 2
Vergleichende Darstellung der Validität der unterschiedlichen Verfahren

Die Mehrzahl der Untersuchungen (EEG, evozierte Pozenziale, TCD) sind auf Stationsebene möglich. Allen vorgenannten technischen Untersuchungen ist gemeinsam, dass die Ableitung spezielle Geräte und die Interpretation entsprechend qualifizierte Ärzte benötigt. Da eine größere Zahl von Patienten jährlich im Hirntod an Krankenhäusern ohne ein entsprechendes Equipment verstirbt, muss ein entsprechender Aufwand mit Anreise von Personal und Transport der Geräte zu diesen Patienten betrieben werden.

Nachdem 1998 erstmals von Dupas die CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes vorgestellt wurde (13), existieren verschiedene Studien, die die Wertigkeit des Verfahren unterstreichen (1419). Daraufhin wurde die CT-A in einigen Ländern als apparatives Verfahren im Rahmen der Hirntoddiagnostik zugelassen (e8, e15). Als wesentliche Kritik des Verfahrens gilt, dass bis dato kein Konsens über die Scan- und Auswertungsparameter erzielt wurde und im Rahmen der bisherigen Studien unterschiedliche Gefäßterritorien, teilweise ohne Berücksichtigung des hinteren Kreislaufs, oder entweder nur die arterielle oder venöse CT-A-Phase untersucht wurden. Möglicherweise existieren deshalb auch Studien, die diesem Verfahren eine niedrige Sensitivität beziehungsweise Validität bescheinigen (2022). Eine Übersicht der bisher zu diesem Thema wichtigsten publizierten Arbeiten gibt Tabelle 3. Im Patientengut der Autoren lag die Validität der CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstands bei Analyse der CT-A in der arteriellen Serie bei 94 %. Die Beurteilung des Gefäßsystems in der venösen Phase scheint mehr falschpositive Befunde zu liefern, so dass hierauf verzichtet werden sollte (23, e16). Allerdings ist zu fordern, dass neben dem vorderen Stromgebiet auch die Gefäße der hinteren Schädelgrube in die Analyse mit einbezogen werden. Eine alleinige Beurteilung der distalen A. cerebri media-Äste und der tiefen Hirnvenen im Rahmen der HTD ist abzulehnen. Festzuhalten bleibt, dass der Nachweis eines Kontrastmittel-Stopps unterhalb der Schädelbasis oder die alleinige Füllung der proximalen Gefäßabschnitte ohne darzustellende terminale Gefäße des Kortex und des hinteren Stromgebietes funktionell dem zerebralen Zirkulationsstillstand gleichzusetzen ist (14, 24). Die CT-A besitzt im Vergleich zu den anderen bereits zugelassenen Verfahren einige Vorteile. Dies gilt vor allem für Krankenhäuser, in denen keine Voraussetzungen zur Durchführung und Beurteilung der neurologischen Funktionsdiagnostik bestehen. Weitere Vorteile sind die weitgehend flächendeckende Verfügbarkeit, die eindeutige Darstellung der Kontrastmittelaufnahme im Gefäßsystem und die untersucherunabhängige Reproduzierbarkeit. Auch wurden renale Schädigungen durch die Applikation des Kontrastmittels bei Einhaltung der üblichen Standards nicht beschrieben. Aufgrund der von den Autoren und bisher durch andere Arbeitsgruppen publizierten Ergebnisse sowie der mit der Doppler-Sonographie und dem EEG vergleichbaren Validität, sollte eine Aufnahme der CT-A als weiteres Verfahren zu Bestätigung des zerebralen Zirkulationsstillstandes in Deutschland geprüft werden.

Übersicht über die wichtigsten publizierten Arbeiten zur Verwendung der CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes
Tabelle 3
Übersicht über die wichtigsten publizierten Arbeiten zur Verwendung der CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes

Voneinander abweichende Befunde verschiedener apparativer Untersuchungen bei Patienten mit den klinischen Ausfallsymptomen sind nicht ganz selten. In nur 86 % fand sich im von den Autoren untersuchten Kollektiv ein übereinstimmender Befund von EEG, Doppler und CT-A. Die Ergebnisse der evozierten Potenziale sind wegen der Nichtanwendbarkeit bei infratentoriellen Läsionen nicht in diesen Vergleich mit einbezogen. So konnte bei mehreren Patienten mit ausgefallener elektrischer Großhirnaktivität im EEG und ausgefallenen SEP-Komponenten im Hirnstamm und Großhirn in den Perfusionsuntersuchungen zwar eine stark eingeschränkte, jedoch nicht eine vollständig ausgefallene Durchblutung nachgewiesen werden, insbesondere bei Patienten mit Kraniotomiedefekten. Andere Arbeitsgruppen konnten ebenfalls eine gewisse Anzahl von diskordanten Befunden nachweisen (25, 26). Dieses Phänomen ist bekannt, führt immer wieder zur Verunsicherung des behandelnden Teams und wird oftmals auch in der Laienpresse zitiert, um die Hirntoddiagnostik an sich infrage zu stellen. Daher wird durch einige Autoren die Auffassung vertreten, dass zusätzliche apparative Verfahren eher zur Verwirrung beitragen und daher überflüssig seien (2). Diese im Einzelfall zu erhebenden nicht übereinstimmenden Befunde sind letztendlich durch die unterschiedliche Methodik der verschiedenen Verfahren bedingt. Generell sollte eine Untersuchung, die bei nachgewiesener klinischer Ausfallsymptomatik noch eine Restaktivität beziehungsweise eine Restdurchblutung zeigt, wiederholt werden, um zu zeigen, dass auch dieser Befund dann im Verlauf erloschen ist. Dennoch kann es durchaus sein, dass unter bestimmten Bedingungen noch eine intrakranielle (Rest-)Perfusion bestehen bleibt, die Funktion des hierbei perfundierten Gewebes aber irreversibel ausgefallen ist. Gerade bei Schädelknochendefekten kann ein intrakranieller Druckanstieg durch die fehlende knöcherne Begrenzung unter dem systemischen Perfusionsdruck bleiben, so dass eine intrakranielle Restdurchblutung nachgewiesen werden kann (e17, 2630). In solchen Fällen ist kritisch zu prüfen, ob überhaupt ein zerebraler Zirkulationsstillstand zu erwarten und die Untersuchung im Verlauf zu wiederholen ist oder ob der Irreversibilitätsnachweis durch ein anderes Verfahren zu erbringen ist.

Anmerkungen
Wir danken Herrn Stefan Kindel für die Bearbeitung der Grafiken.

Interessenkonflikt

Thömke, Boor, Wagner, Reuland K, Reuland A, Welschehold, Müller-Forell, Giese: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dr. Gartenschläger wurden Kongressteilnahmegebühren von Schering
und Guerbet sowie Reisekosten von Picker und Toshiba erstattet.
Er erhielt Vortragshonorare von Glaxo SmithKline und Gelder auf ein Drittmittelkonto von Philips Medical Systems.

Dr. Kerz erhielt Gelder für die Durchführung der CLEAR-III-Studie.

Dr. Beyer ist als Berater für Maquet tätig.

Manuskriptdaten
eingereicht: 23. 1. 2012, revidierte Fassung angenommen: 17. 4. 2012

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Stefan Welschehold M.A.
Asklepios Klinik Weißenfels
Unfallklinik
Sektion Neurotraumatologie und Neurochirurgie
Naumburger Straße 76
06667 Weißenfels
s.welschehold@asklepios.com

Zitierweise
Welschehold S, Boor S, Reuland K, Thömke F, Kerz T, Reuland A, Beyer C, Gartenschläger M, Wagner W, Giese A, Müller-Forell W: Technical aids in the diagnosis of brain death—a comparison of SEP, AEP, EEG, TCD and CT angiography. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 624–30. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0624

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3912

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Asklepios Klinik Weißenfels, Unfallklinik, Sektion Neurotraumatologie und Neurochirurgie: Dr. med. M. A. Welschehold, Dr. med. K. Reuland
Universitätsmedizin Mainz, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik: Dr. med. M. A. Welschehold, Dr. med. Á. Reuland, Dr. med. Kerz, Dr. med. Beyer, Prof. Dr. med. Wagner, Prof. Dr. med. Giese
Universitätsmedizin Mainz, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität, Institut für Neuroradiologie: Dr. med. Boor, Prof. Dr. med. Müller-Forell
Universitätsmedizin Mainz, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität, Klinik und Poliklinik für Neurologie: Prof. Dr. med. Thömke
Universitätsmedizin Mainz, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin: Dr. med. Gartenschläger
Typische CT-A Befunde bei eingetretenem Hirntod
Abbildung 1
Typische CT-A Befunde bei eingetretenem Hirntod
71-jähriger Patient nach schwerem Verkehrsunfall mit Polytrauma und akutem Subduralhämatom
Abbildung 2
71-jähriger Patient nach schwerem Verkehrsunfall mit Polytrauma und akutem Subduralhämatom
CT-Angiographie (CT-A) Durchführungs- und Auswertungsprotokoll
Kasten
CT-Angiographie (CT-A) Durchführungs- und Auswertungsprotokoll
Zugrundeliegende Erkrankungen der im Hirntod verstorbenen Patienten
Tabelle 1
Zugrundeliegende Erkrankungen der im Hirntod verstorbenen Patienten
Vergleichende Darstellung der Validität der unterschiedlichen Verfahren
Tabelle 2
Vergleichende Darstellung der Validität der unterschiedlichen Verfahren
Übersicht über die wichtigsten publizierten Arbeiten zur Verwendung der CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes
Tabelle 3
Übersicht über die wichtigsten publizierten Arbeiten zur Verwendung der CT-A zum Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes
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