MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Metastasenresektion urologischer Tumoren nach medikamentöser Tumortherapie

Surgical resection of urological tumor metastases following medical treatment

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 631-7; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0631

Heidenreich, Axel; Wilop, Stefan; Pinkawa, Michael; Porres, Daniel; Pfister, David

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Hintergrund: Systemische Metastasen entwickeln sich bei circa 20 % der testikulären Keimzelltumoren, bei 25–30 % der Prostatakarzinome, bei 30 % der muskelinvasiven Urothelkarzinome und bei etwa 50 % der Nierenzellkarzinome. In dem vorliegenden Beitrag wird die aktuelle Datenlage zur Metastasenresektion nach systemischer Therapie urologischer Neoplasien kritisch bewertet.

Methoden: Der Artikel basiert auf einer selektiven Literaturrecherche.

Ergebnisse: Es liegen keine prospektiv randomisierten Studien, Metaanalysen oder Cochrane Reviews vor. In die Auswertung mit ein gingen die Leitlinien und retrospektive Arbeiten mit einem Evidenzniveau von IIB bis III. Bei negativen oder plateauartigen Tumormarkern eines nichtseminomatösen Keimzelltumors ist an Referenzzentren die postchemotherapeutische Resektion retroperitonealer, intraabdominaler und -thorakaler Metastasen die Therapie der Wahl mit kurativer Intention. Die Metastasenresektion bei partieller Remission und kompletter Resektabilität nach systemischer Chemotherapie verbessert beim Urothelkarzinom das Überleben von circa 13 auf 31 bis 41 Monate. Die Metastasenresektion beim Prostatakarzinom bei solitären, intrapelvinen Lymphknotenmetastasen und einem PSA < 4 ng/mL verlängert die Progressionsfreiheit in 40–50 % der Fälle nach 5 Jahren. Die Metastasenresektion retroperitonealer, viszeraler oder ossärer Metastasen ist nicht indiziert. Die Metastasenresektion beim Nierenzellkarzinom bedingt bei Lungen- und Lebermetastasen eine 5-Jahres-Überlebensrate von 40–50 % beziehungsweise 62 % und sollte in das Therapiekonzept integriert werden. Voraussetzung zur Indikationsstellung sollte eine fundierte Diskussion in einem interdisziplinären Tumorboard sein.

Schlussfolgerung: Die Metastasenresektion urologischer Malignome verbessert in Abhängigkeit von der Tumorentität das progressionsfreie und das Gesamtüberleben. Diese Vorgehensweise sollte häufiger in einem individuellen und interdisziplinären Therapiekonzept nach Systemtherapie diskutiert werden.

Zu den urogenitalen Neoplasien – mit Ausnahme der testikulären Keimzelltumoren – herrscht Unklarheit über die Indikation, das Ausmaß und den prognostischen Nutzen einer Metastasenresektion nach medikamentöser systemischer Therapie. Diese operative Maßnahme wird in den europäischen evidenzbasierten Leitlinien als individuelle Therapieoption benannt, wenn sie bioptisch gesichert ist und durch andere nichtoperative Maßnahmen wie zum Beispiel eine konsolidierende Strahlentherapie nicht kurierbar sind (15). In dem vorliegenden Artikel wird die aktuelle Datenlage kritisch bewertet, mit dem Ziel, einen Behandlungsalgorithmus für die urologischen Tumorentitäten zu entwickeln.

Während beim metastasierten Nierenzellkarzinom und beim Keimzelltumor die zytoreduktive radikale Nephrektomie beziehungsweise die inguinale Ablatio testis im Vordergrund stehen, werden die radikale Prostatektomie und die radikale Zystektomie beim Prostatakarzinom und beim muskelinvasiven Urothelkarzinom als Erstlinientherapie bei bildgebend metastasenfreiem Status durchgeführt.

Material und Methoden

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in den Datenbanken Medline, Embase und Web of Science, um Originalarbeiten, Übersichtsartikel und Editorials zum Thema „Metastasenresektion von Neoplasien des Urogenitaltraktes“ zu identifizieren. Alle zwischen 1990 und 2012 in peer-reviewed Journalen publizierten Artikel wurden berücksichtigt.

In der Literaturrecherche wurden die Parameter Nierenzell-, Urothel-, Harnblasen- und Prostatakarzinom sowie testikulärer Keimzelltumor mit den Variablen Metastase, Lungen-, Leber-, Lymphknoten-, Pankreas- und Knochenmetastasen sowie die Suchbegriffe Metastasenresektion, Metastasenchirurgie und Lymphadenektomie miteinander verknüpft. Alle Suchbegriffe waren in der Datenbank der Medical Subject Headings (MeSH) enthalten. Zudem wurden die aktuellen europäischen sowie nationalen Leitlinien berücksichtigt. Die Beurteilung des Evidenzniveaus und des Grads der Empfehlung der zitierten Arbeiten erfolgte nach der Oxford Klassifikation (6, 7).

Testikuläre Keimzelltumoren

Die Resektion retroperitonealer, intraabdominaler oder intrathorakaler Metastasen nach systemischer Chemotherapie erfolgt unter kurativer Intention als elementarer Bestandteil der interdisziplinären, multimodalen Therapie fortgeschrittener nichtseminomatöser Keimzelltumoren (NSKZT) (1, e2). Residualtumoren eines fortgeschrittenen Seminoms werden nur dann chirurgisch, strahlentherapeutisch oder zytotoxisch therapiert, wenn die F18-FDG-Positronenemmissionstomografie (FDG-PET/CT) vitale Herde in den Residuen vermuten lässt oder diese bioptisch gesichert sind ([1, 8], EbM-Level IIA).

CT-morphologisch fassbare Residualtumoren > 1 cm Größe fortgeschrittener NSKZT werden in allen Fällen mit der Zielsetzung der kompletten Resektion unabhängig von Lage oder Größe operativ reseziert ([1, 9], EbM IIA). Die histologische Aufarbeitung größerer Residuen zeigt in circa 15–20 % der Fälle ein vitales Karzinom und in 30–40 % ein matures Teratom. Dabei ist die Residualtumorresektion (RTR) eine chirurgisch komplexe Operation, die in bis zu 25 % der Fälle der Resektion benachbarter Organ- und Gefäßstrukturen bedarf (Tabelle 1, Abbildung 1a–c) (e3, e4). Die Komplikationsraten sowie Rezidiv- und Überlebensraten sind abhängig von der Erfahrung des jeweiligen Operateurs (10, 11).

Operationssitus bei postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie (RPLA)
Abbildung 1
Operationssitus bei postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie (RPLA)
Adjunktive chirurgische Maßnahmen in einer konsekutiven Kohorte von 158 Patienten nach postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie
Tabelle 1
Adjunktive chirurgische Maßnahmen in einer konsekutiven Kohorte von 158 Patienten nach postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie

Lokoregionäre retroperitoneale Rezidive nach RTR sind mit einer um 30 % reduzierten Überlebensrate von 84 % auf 55 % gegenüber dem rezidivfreien Verlauf vergesellschaftet ([e5–8], EbM IIB). Entsprechend der aktuellen Leitlinien bedarf die RTR somit einer exakten präoperativen Planung, gegebenenfalls interdisziplinärer Kooperation, und ist erfahrenen Zentren vorzubehalten ([10, 11], EbM IIA). Capitanio et al. (10) zeigten in einer retrospektiven Analyse der Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Datenbank eine signifikant erhöhte postoperative 90-Tages-Mortalität von 6 % gegenüber 0,8 % in weniger erfahrenen gegenüber Referenzzentren. Fléchon et al. (11) dokumentierten anhand der Auswertung von 151 Patienten mit RTR eine signifikant höhere Leitlinien-Compliance in Indikationsstellung und Durchführung der RTR bei erfahrenen gegenüber weniger erfahrenen Operateuren, die in einer höheren kompletten Resektions- und einer geringeren Rezidivrate resultierten.

Begleitende pulmonale Residuen sollten in Abhängigkeit von Anzahl und Größe aufgrund der in bis zu 35 % der Fälle nachweisbaren diskordanten Pathohistologie zu den retroperitonealen Befunden reseziert werden ([1, e9], EbM III). Aufgrund der Diskordanz von nur 5 % zwischen den Befunden beider Lungenflügel kann die Indikation zur Resektion kontralateraler Metastasen in Abhängigkeit von der Histologie des Ersteingriffes bestimmt werden (e9).

Die Indikation zur Resektion von synchronen Lebermetastasen wird in Abhängigkeit von der Histologie der retroperitonealen Metastasen gestellt. In den aktuellen Serien zeigt sich eine Konkordanz der histologischen Befunde von 94 %, wenn die retroperitonealen Residuen eine Narbe/Nekrose aufweisen, so dass in dieser Situation eine Nachsorge erfolgt. Bei allen anderen Patienten ist eine komplette Resektion der Residuen anzustreben ([1, e10], EbM III).

Bei Residuen < 1 cm wird das Vorgehen aufgrund der geringen Rezidivraten unter aktiver Beobachtung kontrovers diskutiert ([e11–14], EbM IIB). In retrospektiven Studien zeigen sich nach einer Nachbeobachtungszeit von 42 Monaten beziehungsweise 15,5 Jahren Rezidivraten von 6–9 % und eine tumorspezifische Mortalität von 3 % (18, 19). Es erweisen sich signifikante Unterschiede im progressionsfreien Überleben von 95 % und 73 % bei Patienten mit einer günstigen beziehungsweise einer intermediären/ungünstigen Prognose nach der „International-Germ- Cell-Cancer-Colloboration-Group(IGCCCG)“-Klassifikation.

Demgegenüber stehen die retrospektiven chirurgischen Arbeiten, die auch bei den kleinen Residuen ein matures Teratom oder vitales Karzinom bei bis zu 50 % der Patienten nachweisen (e13, e14). Es besteht in den aktuellen Leitlinien Konsens dahingehend, dass Patienten mit kleinen Residuen, normalisierten Tumormarkerkonzentrationen, fehlendem Nachweis eines maturen Teratoms im Primärtumor und einer günstigen Prognose nach IGCCCG-Klassifikation aktiv nachbeobachtet werden, während alle anderen Patienten – auch diejenigen nach einer Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation – reseziert werden sollten. Das 18F-FDG-PET ist beim Nichtseminom nicht indiziert, da eine Narbe/Nekrose und ein matures Teratom den gleichen niedrigen metabolischen Index aufweisen und differenzialdiagnostisch nicht abgrenzbar sind.

Urothelkarzinom der Niere, des Ureters und der Harnblase

5–35 % der Patienten mit muskelinvasivem Urothelkarzinom der Harnblase entwickeln nach radikaler Zystektomie ein lokoregionäres oder systemisches Rezidiv ([12, 13], EbM IIB). Die Standardtherapie besteht in der systemischen Chemotherapie mit Gemcitabin und Cisplatin, die bei bis zu 70 % der Patienten eine partielle oder komplette Remission bedingt ([14], EbM I). Das mittlere progressionsfreie Intervall liegt bei durchschnittlich 7 Monaten, die mittlere Überlebenszeit liegt bei knapp 14 Monaten. Rezidive entstehen überwiegend am Ort der primären Metastasierung als Hinweis auf die Persistenz vitaler Karzinomzellen, so dass eine Rationale der Metastasenresektion zur Prognoseverbesserung gegeben ist ([15–21], EbM III).

Aktuell liegen Ergebnisse der retrospektiven Analyse von 274 Patienten vor, die eine Verbesserung des mittleren Überlebens auf 31 bis 41 Monate dokumentieren (Tabelle 2). Die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) analysierte die onkologischen und chirurgischen Ergebnisse der Residualtumorresektion von 41 Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom uni- oder multifokaler Lokalisationen und mindestens partiellem Ansprechen nach MVAC (= Methotrexat – Vinblastin – Adriamycin – Cisplatin) oder Gemcitabin-Cisplatin-Chemotherapie (21). Das mittlere Gesamtüberleben ab der Erstdiagnose des metastasierten Urothelkarzinoms und der Metastasenresektion lag bei 38 beziehungsweise 34 Monaten mit einer 5-Jahrens-Überlebensrate von 28 % beziehungsweise 29 %. Das mittlere tumorspezifische Überleben lag bei 46 beziehungsweise 41 Monaten, während das rezidivfreie Überleben mit 20 beziehungsweise 19 Monaten anzugeben ist.

Ergebnisse der Metastasenchirurgie bei Urothelkarzinom des oberen und unteren Harntraktes
Tabelle 2
Ergebnisse der Metastasenchirurgie bei Urothelkarzinom des oberen und unteren Harntraktes

Die vergleichbare mittlere Überlebenszeit unter der therapeutischen Alternative einer Salvage-Chemotherapie beträgt 7 bis 10 Monate ([22], EbM IIA). Die Metastasenresektion beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom ist derzeit als ein individuelles Therapiekonzept anzusehen, das nur im Rahmen multimodaler Behandlungsansätze angewendet wird und insbesondere bei multimorbiden Patienten in Konkurrenz zu hochkonformalen Strahlentherapiemethoden wie zum Beispiel der stereotaktischen Radiotherapie steht. Unabdingbare Voraussetzung für eine langfristige Kontrolle nach Metastasenchirurgie ist ein signifikantes Ansprechen auf die primäre systemische Chemotherapie und die komplette Resektabilität aller Metastasen (EbM III).

Prostatakarzinom

Urologen und Onkologen werden aktuell immer häufiger mit der Frage nach einer Salvage-Metastasenresektion konfrontiert, nachdem durch die Methoden der modernen bildgebenden Diagnostik wie dem Cholin-PET/CT bei niedrigem PSA-Rezidiv (PSA, prostataspezifisches Antigen) häufig die Frühdiagnose „isolierter“ Metastasen gestellt wird (23). Die Möglichkeit der Resektion vermeintlich „isolierter“ Metastasen schürt bei den Patienten Hoffnung auf Kuration, so dass die Indikationsstellung deshalb einer sehr kritischen Analyse bedarf.

Die Salvage-Metastasenresektion beschreibt die operative Therapie einer lokoregionären oder solitären systemischen, bildgebend nachgewiesenen Metastasierung nach stattgehabter lokaler Primärtherapie oder einer systemischen Androgendeprivation. Zielsetzung der Salvage-Metastasenresektion beim Prostatakarzinom (PCA) besteht nicht primär in einer Lebensverlängerung, sondern in einem Zeitgewinn bis zum endgültigen Einsatz der systemischen, mit durchaus deutlichen Nebenwirkungen assoziierten und bezüglich therapeutischer Effektivität zeitlich limitierten Androgendeprivation.

Viszerale und ossäre Metastasen sollen nur bei konservativ nicht beherrschbarer Symptomatik oder drohendem Funktionsverlust aufgrund der limitierten Lebenserwartung operativ saniert oder alternativ strahlentherapeutisch behandelt werden.

Bei Nachweis von Lymphknotenmetastasen nach primärer Lokaltherapie kann ein operatives Vorgehen differenzialtherapeutisch erwogen werden, wenn ein minimaler Lymphknotenbefall bei langsamer PSA-Verdopplungszeit vorliegt ([24], EbM IIB). Rigatti et al. (24) konnten an einem Kollektiv von 72 Patienten zeigen, dass bei einem PSA-Wert < 4 ng/mL, einer vornehmlich intrapelvinen und einer fehlenden retroperitonealen Lymphknotenmetastasierung knapp 50 % der Patienten nach 5 Jahren rezidivfrei bleiben und von einem derartigen operativen Eingriff profitieren. In allen anderen Situationen ist das progressionsfreie Intervall zeitlich sehr limitiert und der therapeutische Nutzen fraglich.

Insgesamt haben vier weitere Arbeitsgruppen die onkologischen Ergebnisse der pelvinen und retroperitonealen Salvage-Lymphadenektomie mit ähnlichen onkologischen Ergebnissen dargestellt ([e14–18], EbM III). Das mittlere progressionsfreie Intervall lag bei zwei Jahren, Aussagen zum Gesamtüberleben sind nicht möglich. Ein PSA-Wert > 4 ng/mL, eine rasche PSA-Verdopplungszeit und eine hohe Anzahl in der Bildgebung suspekt erscheinender Lymphknoten sind mit einer raschen postoperativen Progression assoziiert und stellen eine relative Kontraindikationen zur Operation dar ([24, e14–17], EbMIII).

Nierenzellkarzinom

Zum Zeitpunkt der Diagnose weisen circa 20 % der Patienten lokoregionär beziehungsweise systemische Metastasen auf (25). Nach radikaler Nephrektomie entwickeln bis zu 30 % im postoperativen Verlauf Metastasen (3). Beim metastasierten Nierenzellkarzinom stellt die Behandlung mit Bevacizumab, Multi-Tyrosinkinase- oder mTOR-Inhibitoren die Therapie der Wahl dar, die nach sequenzieller Behandlung zu einem mittleren Überleben von circa 34 Monaten führt (3). Zum Zeitpunkt der Metastasierung weisen 55 % der Patienten Metastasen in mehr als zwei Organsystemen auf; 30 % und 15 % der Patienten zeigen Metastasen an zwei oder einem Organsystem (3, 25, 26). Lungen- und Lymphknotenmetastasen sind mit einer Frequenz von 62–77 % beziehungsweise 34–58 % der Fälle am häufigsten, während das Skelettsystem und die Leber in 18–30 % der Fälle involviert sind (3, 26).

Trotz der Fortschritte in der medikamentösen molekular getriggerten Therapie wird eine kurative Langzeitremission metastatischer Läsionen nicht erreicht, so dass die internationalen Leitlinien die radikale Tumornephrektomie mit Metastasenresektion empfehlen, wenn sich

1) nach systemischer Therapie ein stabiler Befund der Metastasen über mindestens drei Monate eingestellt hat,

2) die Metastasen an allen Orten komplett resezierbar sind und

3) mögliche operationsbedingte Komplikationen in einem ausgeglichenen Verhältnis zum potenziellen Nutzen stehen ([3, 27, 28], EbM IIB–III).

Lungenmetastasen machen circa 60–70 % aller Metastasen des Nierenzellkarzinoms aus und stellen aufgrund einer Verbesserung des tumorspezifischen Überlebens prinzipiell eine Indikation zur chirurgischen Resektion dar (3, 25). In den vergangenen 15 Jahren haben verschiedene Arbeitsgruppen zeigen können, dass eine komplette Resektion vorhandener Lungenmetastasen zu einer 5-Jahres-Überlebensrate von 40–50 % sowie einem mittleren Überleben zwischen 35 und 55 Monaten bei geringer operationsassoziierter Mortalität und Morbidität von 0–2 % beziehungsweise 1,5–10 % führt (Tabelle 3) ([29–32, e19–22], EbM IIB).

Darstellung der therapieassoziierten Komplikationen nach Metastasenresektion unterschiedlicher Lokalisationen unter Berücksichtigung der Clavien-Klassifikation
Tabelle 3
Darstellung der therapieassoziierten Komplikationen nach Metastasenresektion unterschiedlicher Lokalisationen unter Berücksichtigung der Clavien-Klassifikation

Folgende Risikofaktoren sind mit einem günstigen onkologischen Resultat vergesellschaftet und favorisieren die Metastasenresektion:

  • Zeitintervall ≥ 2 Jahre zwischen radikaler Nephrektomie und Lungenmetastasennachweis,
  • komplette Resektion,
  • ≤ 6 Metastasen,
  • Metastasendurchmesser < 4 cm und
  • fehlender Nachweis mediastinaler Lymphknotenmetastasen ([31, 32], EbM IIB).

Alternativ kann eine stereotaktische bildgestütze hypofraktionierte Strahlentherapie beziehungsweise Radiochirurgie bei oligotoper Metastasierung (1–4 Filiae) eingesetzt werden. Die Frage nach der Notwendigkeit einer adjuvanten systemischen Therapie wird derzeit in der prospektiv randomisierten SMAT-Studie geprüft.

Lebermetastasen werden bei bis zu 40 % der Patienten mit einer multilokulären Metastasierung bei Nierenzellkarzinom beschrieben, in circa 5 % treten die Lebermetastasen solitär als einzige Organmanifestation auf (3, 25). Die Lebermetastasenchirurgie stellt eine sichere, effektive Behandlung mit der Option eines verbesserten Langzeitüberlebens, im Einzelfall sogar einer Kuration dar. In aktuellen Serien wird eine geringe postoperative Mortalitätsrate und eine Komplikationsrate von 16–20 % beschrieben ([33, e23–25], EbM III). Solitäre und metachrone Lebermetastasen, ein Metastasendurchmesser < 5 cm, ein progressionsfreies Intervall von > 2 Jahren zwischen Nephrektomie und ein Nachweis der Leberfiliae sowie ein guter Allgemeinzustand (Eastern Cooperative Oncology Group [ECOG] 0–1) sind günstige Prognosefaktoren. Das mittlere Überleben wird mit 50 bis 155 Monaten gegenüber 17 bis 31 Monaten bei Vorliegen von ungünstigen Prognosefaktoren beschrieben.

In der größten bis dato publizierten Serie konnten Stähler und Mitarbeiter ([33], EbM IIB) den therapeutischen Effekt der Lebermetastasenchirurgie gegenüber einem gematchten Kontrollkollektiv von Patienten mit alleiniger Systemtherapie präsentieren. Während das mittlere Überleben und die 5-Jahres-Überlebensrate bei den operierten Patienten durchschnittlich 142 Monate beziehungsweise 62 % betrug, zeigten die nur medikamentös behandelten Patienten ein mittleres Überleben von nur 27 Monaten bei einer 5-Jahres-Überlebensrate von 29 %. Alternativ können bei oligotoper und symptomatischer Metastasierung die Strahlentherapie oder die Radiofrequenzablation eingesetzt werden.

Pankreasmetastasen eines Nierenzellkarzinoms (NZK) sind selten und in 22 % beziehungsweise 58 % der Fälle mit synchronen beziehungsweise metachronen extrapankreatischen Metastasen assoziiert (3, 25).

In einer aktuellen Übersichtsarbeit wurden die Behandlungsergebnisse von 321 operierten und 73 medikamentös therapierten Patienten einander gegenübergestellt ([34], EbM IIB). Die Metastasenchirurgie war mit einer überschaubaren Komplikationsrate und einer operationsbedingten Mortalitätsrate von 2,8 % vergesellschaftet. Das Gesamtüberleben nach zwei und fünf Jahren nach Resektion lag mit 76 % und 57 % signifikant günstiger als ohne Operation mit 41 % und 14 %. Als ungünstige Prognosefaktoren für einen langfristigen therapeutischen Erfolg wurden ein Zeitintervall zwischen radikaler Nephrektomie und Metastasennachweis ≤ 2 Jahre, das synchrone Vorliegen von extrapankreatischen Metastasen sowie die Präsenz von symptomatischen Pankreasmetastasen beschrieben, so dass keine Indikation zur Metastasenresektion besteht (34, e26).

Eine zerebrale Metastasierung tritt bei 4–17 % der Patienten auf (3, 25). Nach dem Bronchial- und Mammakarzinom stellt das Nierenzellkarzinom den dritthäufigsten Ursprungsort von Hirnmetastasen. An therapeutischen Maßnahmen sind verfügbar

  • die neurochirurgische Metastasenresektion,
  • die Ganzhirnbestrahlung,
  • die stereotaktische Radiochirurgie sowie
  • eine Kombination der genannten Verfahren ([35–37], EbM IIB–III).

Diese verbessern die Lebensqualität und -zeit im Vergleich zu der alleinigen supportiv-palliativen Therapie. Die einzuschlagende Behandlung wird durch individuelle Faktoren wie Tumorgröße und -lokalisation, Anzahl der Metastasen und Allgemeinzustand des Patienten bestimmt. In jedem Falle ist eine intensive interdisziplinäre Diskussion die Voraussetzung für eine angemessene Therapieplanung.

Die Ganzhirnbestrahlung ist mit einer Lebensverlängerung von durchschnittlich 3–6 Monaten assoziiert und wird unter palliativer Zielsetzung bei multilokulärer Hirnmetastasierung eingesetzt (35, 36).

Die neurochirurgische Resektion ist bei solitären, gut erreichbaren, wenig strahlensensitiven nekrotischen Metastasen indiziert. Der Nachteil liegt in der bis zu 50-prozentigen intrakranialen Rezidivrate, so dass häufig eine Kombination mit der Ganzhirnbestrahlung erfolgt.

Die Domäne der stereotaktischen Radiochirurgie sind oligotope (≤ 4) solide Hirnmetastasen bis zu einer Größe von 3 cm Durchmesser, die mit hohen Einzeldosen von ≥ 20 Gy meist ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität therapiert werden (3537) .

Das mittlere Überleben bei isolierter Hirnmetastasierung ohne begleitende extrakraniale Metastasen wird mit circa 15 Monaten gegenüber nur 5 Monaten bei begleitender Metastasierung angegeben (35, 36). Weitere Risikofaktoren, die mit einem günstigen Ergebnis assoziiert sind, sind der Allgemeinzustand sowie das Zeitintervall zwischen Nephrektomie und Metastasennachweis.

Interessenkonflikt

Dr. Pfister erhielt Vortragshonorare und ist Mitglied im Advisory Board der Firmen Astellas IPSEN und Sanofi Aventis.

Prof. Heidenreich bekam Vortragshonorare und ist Mitglied im Advisory Board der Firmen AMGEN, Astellas, Bayer AG, GlaxoSmithKline, IPSEN, Janssen-Cilag, Pfizer, Sanofi Aventis, Takeda.

PD Dr. Pinkawa, Dr. Porres und Dr. Wilop erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 3. 2012, revidierte Fassung angenommen: 29. 6. 2012

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Axel Heidenreich
Universitätsklinikum der RWTH Aachen
Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen
aheidenreich@ukaachen.de

Zitierweise
Heidenreich A, Wilop S, Pinkawa M, Porres D, Pfister D: Surgical resection of urological tumor metastases following medical treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 631–7. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0631

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3912

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Klinik für Urologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen:
Prof. Dr. med. Heidenreich, Dr. med. Porres, Dr. med. Pfister
Klinik für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Universitätsklinikum der RWTH Aachen:
Dr. med. Wilop
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen: PD Dr. med. Pinkawa
Alle Institute arbeiten im Euroregionalen Comprehensive Cancer Care Center Aachen zusammen.
Operationssitus bei postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie (RPLA)
Abbildung 1
Operationssitus bei postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie (RPLA)
Adjunktive chirurgische Maßnahmen in einer konsekutiven Kohorte von 158 Patienten nach postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie
Tabelle 1
Adjunktive chirurgische Maßnahmen in einer konsekutiven Kohorte von 158 Patienten nach postchemotherapeutischer retroperitonealer Lymphadenektomie
Ergebnisse der Metastasenchirurgie bei Urothelkarzinom des oberen und unteren Harntraktes
Tabelle 2
Ergebnisse der Metastasenchirurgie bei Urothelkarzinom des oberen und unteren Harntraktes
Darstellung der therapieassoziierten Komplikationen nach Metastasenresektion unterschiedlicher Lokalisationen unter Berücksichtigung der Clavien-Klassifikation
Tabelle 3
Darstellung der therapieassoziierten Komplikationen nach Metastasenresektion unterschiedlicher Lokalisationen unter Berücksichtigung der Clavien-Klassifikation
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