ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2012Neue direkte Orale Antikoagulanzien: Was im Notfall zu beachten ist

MEDIZINREPORT

Neue direkte Orale Antikoagulanzien: Was im Notfall zu beachten ist

Dtsch Arztebl 2012; 109(39): A-1928 / B-1570 / C-1542

Steiner, Thorsten

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Da derzeit keine Schnelltests für den Nachweis einer therapeutisch wirksamen Gerinnungshemmung durch neue, direkte orale Antikoagulanzien zur Verfügung stehen, müssen vor Interventionen unterschiedliche substanzspezifische Parameter zum Einsatz kommen.

Die neuen direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) Dabigatran und Rivaroxaban sind zur Prophylaxe von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern zugelassen, für Apixaban steht die Zulassung aus. Da es für diese Substanzen (noch) kein Antidot gibt, ergeben sich dringende Fragen zum Verfahren in Notfallsituationen, zum Beispiel vor der Thrombolyse eines ischämischen Schlaganfalls, bei intrakraniellen und gastrointestinalen Blutungen und nach dem Stellenwert der in der Routine und Notfallsituation verfügbaren Gerinnungstests. Aus aktuellen Veröffentlichungen lassen sich interdisziplinäre Handlungsempfehlungen ableiten.

Die höchsten Spiegel im Blut (Peak) werden bei den drei Substanzen nach etwa zwei bis vier Stunden erreicht. Ihre Elimination erfolgt in unterschiedlichem Ausmaß renal, so dass das Kumulationsrisiko in der Reihenfolge Dabigatran, gefolgt von Rivaroxaban und Apixaban, sinkt. Dies führt zu substanzspezifisch unterschiedlichen Empfehlungen bezüglich der Anwendung bei Niereninsuffizienz.

Zurzeit steht für keines der DOAC ein Bedside-Testsystem zur Verfügung, mit dem eine exakte Spiegelbestimmung mit ausreichender Sensitivität und Spezifität möglich ist und mit dem die antikoagulatorische Wirkung sicher abgeschätzt werden könnte. Bei unbekanntem Einnahmezeitpunkt und unbekannter Einnahmemenge empfiehlt sich daher folgendes Prozedere: Für Dabigatran belegen Normalwerte von Ecarin-Clotting-Zeit (ECT), Thrombin-Zeit (TT) oder Hemoclot-Test das Fehlen von gerinnungsaktiven Dabigatran-Plasmaspiegeln. Die aktivierte partielle Thromboplastin-Zeit (aPTT1) erlaubt keine sichere Einschätzung.

Rivaroxaban und Apixaban beeinflussen die Anti-Faktor-Xa-Aktivitätsbestimmung stark; es steht jedoch kein Kalibrierungsstandard für die Notfallsituation zur Verfügung. Das Fehlen von Anti-Faktor-Xa-Aktivität im Plasma belegt das Fehlen von gerinnungsaktiven Apixaban- oder Rivaroxaban-Plasma-Spiegeln. Normalwerte von PTT und Prothrombin-Zeit (PTZ2) jenseits der vierten Stunde nach Einnahme von DOAC schließen therapeutische Spiegel, die zu einer klinisch relevanten Erhöhung des Blutungsrisikos führen, weitestgehend aus. Normalwerte dieser beiden Tests allein reichen nicht aus, um die Indikation zur Thrombolyse beim akuten Schlaganfall zu stellen.

Die Entscheidung für (oder gegen) die systemische Thrombolyse beim ischämischen Insult muss individuell getroffen werden; die Thrombolyse nach vorangegangener Einnahme von DOAC ist eine Off-label-Therapie. Bei Hirnblutungen kann versucht werden, die Wirkung der DOAC durch unspezifische Prokoagulanzien wie Prothrombin-Komplex zu antagonisieren. Bei bedrohlichen gastrointestinalen Blutungen muss die Blutung lokalisiert und mittels invasiver Maßnahmen gestillt werden. Prinzipiell kann auch hier eine Therapie mit Prokoagulanzien versucht werden. Zurzeit liegen jedoch nur sehr begrenzte klinische Erfahrungen mit der Anwendung dieser Produkte bei mit DOAC behandelten Patienten vor.

Akuter Schlaganfall

Sind alle Kriterien für die intravenöse Thrombolyse eines akuten Schlaganfalls im 4,5-Stunden-Zeitfenster erfüllt und hat der Patient eine unbekannte Menge eines DOAC eingenommen, empfiehlt sich derzeit folgende Vorgehensweise:

  • Dabigatran: Sind TT, ECT oder Hemoclot verfügbar und normal, besteht kein relevanter Dabigatran-Spiegel, und es kann nach diesbezüglicher Aufklärung lysiert werden.
  • Bei leichter bis mäßiger Verlängerung von TT (< vierfacher oberer Referenzwert [ORW]), ECT (< zweifacher ORW) oder Hemoclot (< 50 ng Dabigatran/ml) oder fehlender Verfügbarkeit dieser Laborwerte, aber normaler PTT kann eine Thrombolyse nach eingehender individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung aus nachfolgenden Gründen erwogen werden: TT, ECT und Hemoclottest reagieren so sensitiv, dass sie auch dann noch „Dabigatran-positive Werte“ anzeigen, wenn niedrige Dabigatran-Spiegel vorliegen, die kein klinisch relevant erhöhtes Blutungsrisiko darstellen. Dies wäre in etwa mit der Situation einer INR von < 1,7 bei Phenprocoumon-Einnahme vergleichbar, bei der beispielsweise in den USA beim Schlaganfall thrombolysiert wird. Bei der individuellen Nutzen-Risiko-Abschätzung sollten unter anderem die Schwere des Syndroms, die prognostische Einschätzung des Lyseerfolgs beziehungsweise Faktoren berücksichtigt werden, die ein erhöhtes Blutungsrisiko unter „normalen“ Lysebedingungen darstellen.
  • Rivaroxaban und Apixaban: Ist nach Rivaroxaban- beziehungsweise Apixaban-Einnahme der Anti-Xa-Aktivitätstest im Plasma normal, kann nach diesbezüglicher Aufklärung lysiert werden.
  • Bei leicht bis mäßig erhöhter Gerinnungszeit im Anti-Xa-Aktivitätstest (< zweifacher ORW) im Plasma beziehungsweise Plasmaspiegel (< 100 ng/ml für Rivaroxaban und < 10 ng/ml für Apixaban bei kalibriertem Testsystem) oder Fehlen dieser Laborwerte, aber normaler PTZ und aPTT kann die Thrombolyse nach eingehender individueller Nutzen-Risiko-Abschätzung erwogen werden.
  • Wenn bekannt ist, dass ein Patient innerhalb der letzten 48 Stunden DOAC eingenommen hat oder wenn eine relevante Nierenfunktionseinschränkung (Creatinin-Clearance < 30 ml/min) vorliegt, soll vor intravenöser Thrombolyse über ein erhöhtes Blutungsrisikos aufgeklärt werden.
  • Die Entwicklung von sensitiven, aber auch spezifischen Schnelltests für den Nachweis einer wirksamen Antikoagulation mit DOAC und eine Etablierung von Grenzwerten zur Durchführung einer Thrombolysetherapie unter vitaler Indikation sind notwendig.
  • Bei distalen Verschlüssen der A. carotis interna oder proximalen Verschlüssen der A. cerebri media kann, analog zum Vorgehen beim Phenprocoumon, eine mechanische Rekanalisation erwogen werden.

Intrakranielle Blutung

Bei intrakraniellen Blutungen unter der Therapie mit DOAC werden – analog dem Akutvorgehen bei Vitamin-K-Antagonisten – folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Absetzen/Pausieren der DOAC
  • Bei kurz zurückliegender Einnahme (< 2 Stunden) von Dabigatran sollte die Aufnahme der Substanz durch orale Aktivkohle gehemmt werden. Auch bei Rivaroxaban kann der Einsatz von Aktivkohle in Betracht gezogen werden.
  • Einmalige Gabe von PPSB 30 U/kg i.v. Bei Rivaroxaban kann außerdem die Gabe eines aktivierten Prothrombin-Komplex-Konzentrats (aPCC) oder ein rekombinanter Faktor VIIa (r-FVIIa) in Betracht gezogen werden (Fachinformation).
  • Senkung des systolischen Blutdrucks unter 140 mmHg
  • Bei subarachnoidalen Blutungen ist nach Normalisierung der Gerinnung ein Coiling oder Clipping gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zu erwägen. Die Gerinnungstests für Dabigatran: TT < vierfacher ORW, ECT < zweifacher ORW oder Hemoclot < 50 ng Dabigatran/ml; für Rivaroxaban und Apixaban: Gerinnungszeit im Anti-Xa-Aktivitätstest < zweifacher ORW im Plasma beziehungsweise Plasmaspiegel für Rivaroxaban < 100 ng/ml und für Apixaban < 10 ng/ml bei kalibriertem Testsystem oder fehlender Verfügbarkeit dieser Laborwerte, aber normaler PTZ und aPTT.
  • Bei subduralen Hämatomen ist nach Normalisierung der Gerinnung (siehe vorangehenden Punkt) eine Entfernung beziehungsweise Entlastung der Hämatome in Abhängigkeit von der klinischen Ausprägung zur erwägen.

Gastrointestinale Blutung

Das Vorgehen unterscheidet sich grundsätzlich nicht gegenüber dem Verhalten nach Blutungen bei Vitamin-K-Antagonisten:

  • Bei gastrointestinalen Blutungen unter Einnahme von DOAC müssen Ausmaß und Lokalisation der Blutung festgestellt werden.
  • Bei stehenden oder nicht-Hb-wirksamen Blutungen kann zunächst abgewartet werden.
  • Bei lebensbedrohlichen Blutungen muss die Blutungsquelle mit invasiven Methoden ausgeschaltet werden.

Prof. Dr. med. Thorsten Steiner
für eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe

@Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit3912
Ungekürzte Version im Internet:
www.aerzteblatt.de/121928


Anschrift für die Verfasser

Prof. Dr. med. Thorsten Steiner MME

Neurologische Klinik

Klinikum Frankfurt-Höchst

Gotenstraße 6–8, 69252 Frankfurt

thorsten.steiner@klinikumfrankfurt.de


1Grundsätzlich messen aPTT und PTT denselben Abschnitt der Gerinnungskaskade. Unterschiede bestehen bezüglich der Methodik.

2Synonyme: Thromboplastin-Zeit (TPZ), Prothrombin-Zeit (PZ) oder Prothrombin Time (PT)

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Prof. Dr. med. Thomas Steiner,
Neurologische Klinik, Klinikum Frankfurt-Höchst

Prof. Dr. med. Michael Böhm, Univ.-Prof. Dr. med. Ulrich Laufs,
Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar

Prof. Dr. med. Martin Dichgans,
Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung und Interdisziplinäres Schlaganfallzentrum München, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. med. Hans Christoph Diener, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Essen

Prof. Dr. med. Christian Ell,
Medizinische Klinik II, HSK Wiesbaden

Prof. Dr. med. Matthias Endres,
Klinik und Hochschulambulanz für Neurologie sowie Centrum für Schlaganfallforschung Berlin Charité – Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. med. Martin Grond,
Neurologische Klinik, Kreisklinikum Siegen

Prof. Dr. med. Georg Nickenig,
Medizinische Klinik und Poliklinik II, Innere Medizin-Kardiologie/Angiologie/Pneumologie /Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn

Prof. Dr. med. Hanno Riess,
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, Charité Campus Virchow Klinikum, Berlin

Prof. Dr. med. Joachim Röther,
Neurologische Abteilung, Asklepios-Klinik Altona, Hamburg

Prof. Dr. med. Peter Schellinger,
Neurologische Klinik, Klinikum Minden

Prof. Dr. med. Roland Veltkamp,
Neurologische Klinik, Universität Heidelberg

Für die:

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG)

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGN)

Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)

Deutsche Gesellschaft Hämatologie (DGHO)

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