ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2012Birger Kollmeier: Das Hören verstehen

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Birger Kollmeier: Das Hören verstehen

Dtsch Arztebl 2012; 109(39): A-1937 / B-1579 / C-1551

Krüger-Brand, Heike E.

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Birger Kollmeier, Foto: Uni Oldenburg
Birger Kollmeier, Foto: Uni Oldenburg

Erst im Juni 2012 war das Forscherteam um Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Birger Kollmeier von der Universität Oldenburg mit dem Projekt „Hearing4all“ erfolgreich bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder: Das Projekt wird für fünf Jahre mit 34 Millionen Euro gefördert. Jetzt sind die Hörforscher damit auch für den Deutschen Zukunftspreis 2012 nominiert worden, der im November vom Bundespräsidenten für besonders innovative und herausragende Forschungsarbeiten verliehen wird.

Kollmeier, der neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer im Fachbereich Physik und Leiter der Arbeitsgruppe „Medizinische Physik“ auch das Kompetenzzentrum HörTech, die Fraunhofer-Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, leitet, ist einer der führenden Köpfe des Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks „Auditory Valley“. Der promovierte Physiker und Mediziner, Jahrgang 1958, hat sich der Erforschung des Hörens verschrieben und die Entwicklung binauraler Hörsysteme entscheidend vorangetrieben.

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Bis in die 90er Jahre waren Hörsysteme primär auf die Versorgung jedes einzelnen Ohrs ausgerichtet. Der Systemwandel ist nicht zuletzt Kollmeiers Verdienst: „Im ersten Schritt mussten wir zunächst die komplexen Abläufe des natürlichen Hörens verstehen und darauf aufbauend erste Algorithmen für Hörsysteme entwickeln, die diese Prozesse für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung übernehmen“, erzählt er. Für ihn lag es dabei nahe, dass es auch bei der Hörgeräteversorgung auf das Zusammenspiel beider Ohren ankommt – ein Ansatz, der sich heute breit durchgesetzt hat. Heike E. Krüger-Brand

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