MEDIEN

Sportmedizin: Fundiertes Lehrbuch

Dtsch Arztebl 2012; 109(39): A-1936 / B-1577 / C-1549

Jung, Klaus

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Das Fach Sportmedizin versteht sich als Querschnittfach, so dass sich an ein sportmedizinisches Lehrbuch zu Recht hohe Erwartungen knüpfen, nicht nur im Hinblick auf theoretisch-wissenschaftliche und praktisch-organisatorische Grundlagen, sondern ebenso auf Leistungs-, Breiten- und Gesundheitsaspekte unter Berücksichtigung vieler Bevölkerungsgruppen (etwa Kinder, Heranwachsende, Erwachsene, Ältere, beide Geschlechter, Behinderte). Präventive, therapeutische und rehabilitative Aspekte müssen Berücksichtigung finden, ebenso wie alle medizinischen Fachdisziplinen einschließlich angrenzender Gebiete (Sportwissenschaften, Ernährung, Psychologie). Dies sind mit Sicherheit hohe Ansprüche, die nur im Team zu bewältigen sind (28 namhafte Autoren verschiedener Fachrichtungen der Sporthochschule Köln und auswärtiger Institutionen), wobei die Herausgeberin ohnehin das Studium der Sportwissenschaft mit dem der Medizin kombiniert hat.

Das Lehrbuch imponiert gleichermaßen durch die äußere Aufmachung, die einheitliche Gliederung und Darstellung der einzelnen Kapitel, die Vielzahl an Abbildungen, Tabellen und Merksätzen, die übersichtliche Präsentation und die beigefügte Literatur zu den einzelnen Kapiteln. Prof. Richard Rost, der Begründer des Lehrbuchs, hat zwar eine für die damaligen Möglichkeiten sehr anerkennenswerte, vorbildhafte Vorarbeit geleistet (erste Auflage), seine Tochter, Prof. Christine Graf, bringt das Lebenswerk ihres Vaters in der zweiten, völlig überarbeiteten und erweiterten Auflage auf einen Höhepunkt, geeignet gleichermaßen zum Studium und zur Lehre, zur Vorbereitung auf die eigene körperliche Ertüchtigung mit Ausblicken auf zu erwartende Adaptationen der einzelnen Organsysteme und zur Information für Beratungen und Ratschläge.

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Das Lehrbuch dokumentiert in geeigneter Weise die Qualität sportmedizinischer Forschung in Deutschland und die Umsetzung daraus gewonnener Kenntnisse in die Praxis. Ihm ist eine weite Verbreitung nicht nur unter Studierenden, sondern gleichermaßen unter Therapeuten, Wissenschaftlern und zum Privatgebrauch zu wünschen, insbesondere unter dem Aspekt, wie wichtig inzwischen mäßige, regelmäßige körperliche Ertüchtigung für die Gesunderhaltung, Wiedergesundung, Krankheitsvermeidung und Krankheitsbewältigung international eingeschätzt wird. Klaus Jung

Christine Graf (Hrsg.): Lehrbuch Sportmedizin. 2. Auflage, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2012, 918 Seiten, gebunden, 69,95 Euro

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