ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2012Ophthalmologen-Kongress: Augen-TÜV für ältere Autofahrer gefordert

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Ophthalmologen-Kongress: Augen-TÜV für ältere Autofahrer gefordert

Dtsch Arztebl 2012; 109(40): A-1960 / B-1594 / C-1566

Zylka-Menhorn, Vera

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Augenärzte warnen vor Gefahren im Straßenverkehr durch Sehstörungen, die mit dem Alter erheblich zunehmen. Foto: dpa
Augenärzte warnen vor Gefahren im Straßenverkehr durch Sehstörungen, die mit dem Alter erheblich zunehmen. Foto: dpa

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) fordert regelmäßige augenärztliche Kontrollen für alle Kraftfahrer ab dem 50. Lebensjahr. Mindestens ein Drittel der über 70-Jährigen sei wegen Sehstörungen bei nächtlichem Autofahren gefährdet, hieß es auf dem Jahreskongress der DOG in Berlin.

Zu den Sehfehlern, die sich erst schleichend in der zweiten Lebenshälfte entwickeln, zählen vor allem die Linsentrübung durch grauen Star, die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und das Glaukom, welches unbemerkt zu Gesichtsfeldausfällen führen kann. „Schätzungsweise 9,8 Millionen Bundesbürger leiden an grauem Star, etwa 4,2 Millionen sind von AMD oder deren Frühstadien betroffen. Circa 2,2 Millionen Patienten sind an einem Glaukom oder dessen Frühstadien erkrankt. Hinzu kommen Autofahrer, die nach einem Schlaganfall unter Gesichtsfeldausfällen leiden, ohne es zu wissen.

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Besonders unfallträchtig ist das eingeschränkte Dämmerungssehvermögen, häufig eine Folge des grauen Stars. Dabei lässt die Wahrnehmung von Kontrasten und Farben stark nach, zugleich nimmt die Blendempfindlichkeit zu. Der Augen-TÜV sollte mit dem 60., 65. und dem 70. Lebensjahr wiederholt werden. „Danach in Abständen von zwei bis drei Jahren“, rät Prof. Dr. Dr. med. Bernhard Lachenmayr, Vorsitzender der Verkehrskommission der DOG. zyl

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