ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2012Datentransparenzverordnung: Mehr Daten zur Versorgungsforschung

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Datentransparenzverordnung: Mehr Daten zur Versorgungsforschung

Dtsch Arztebl 2012; 109(40): A-1958 / B-1593 / C-1565

Krüger-Brand, Heike E.

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Künftig stehen sehr viel mehr Daten für die Analyse des Versorgungsgeschehens zur Verfügung. Foto: Fotolia/maxkabadov
Künftig stehen sehr viel mehr Daten für die Analyse des Versorgungsgeschehens zur Verfügung. Foto: Fotolia/maxkabadov

Die Datentransparenzverordnung ist am 18. September 2012 in Kraft getreten. „Mit der Verordnung legen wir den Grundstein für die Nutzung ausgewählter Leistungs- und Abrechnungsdaten der Krankenkassen“, erklärte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr. Die Aufbereitung dieser Daten werde entscheidend zur Weiterentwicklung des Versorgungssystems beitragen.

Zuständige öffentliche Stelle für die Datenaufbereitung ist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Es erhält vom Bundesversicherungsamt (BVA) ausgewählte Daten zu ambulanten und stationären Behandlungen der gesetzlich Versicherten sowie zu Arzneimittelverordnungen. Dem BVA werden diese von den Krankenkassen bereits in verschlüsselter Form für den Risiko­struk­tur­aus­gleich übermittelt. Die Daten werden erneut verschlüsselt und auf Antrag der Nutzungsberechtigten vom DIMDI aufbereitet. Eine Identifizierung von Versicherten ist dabei ausgeschlossen. Mit den Daten lassen sich zum Beispiel die Häufigkeit bestimmter Diagnosen und die Verordnung bestimmter Arzneimittel bei diesen Diagnosen ermitteln und altersbezogen darstellen.

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Nutzungsberechtigt sind GKV-Spitzenverband der Krankenkassen, Kassenärztliche Bundesvereinigungen, Gemeinsamer Bundes­aus­schuss, Interessenvertretungen der Patienten und der Leistungserbringer auf Bundesebene sowie Institutionen der Forschung und Gesundheitsberichterstattung. KBr

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