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Wir bedanken uns für die wertvollen Hinweise zu unserer Darstellung der S3-Leitlinie (1). Wir bitten Sie, zu verstehen, dass bei fehlender Evidenz der entsprechend fort- und weitergebildete Unfallchirurg aus naheliegenden Gründen – Versorgung der Schwerverletzten gehört zu den Kernaufgaben des Unfallchirurgen und ist Inhalt der WBO für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie und der Zusatzweiterbildung „spezielle Unfallchirurgie“ – nicht von seiner besonderen Verantwortung in der Akutbehandlung des Schwerverletzten entbunden werden kann. Wir sind uns bewusst, dass wir diese Diskussion auch an Daten und Fakten zu messen haben. Grundlage einer solchen gemeinsam konzipierten Studie könnten die Daten des TraumaRegisterDGU sein. Wie Ihnen bekannt, sind alle am Projekt TraumaNetzwerkDGU beteiligten Traumazentren verpflichtet, an diesem Register teilzunehmen. Aus den Erfahrungen der Implementierung des TraumaNetzwerkDGU in über 600 Kliniken seit 2007 (2) wissen wir genau – und das macht uns Sorgen –, dass nicht die Frage, wer die Schockraumbehandlung verantwortet, ein gravierendes Problem darstellt, sondern das inzwischen nicht nur punktuell bestehende Problem einer jederzeit verfügbaren Bereitstellung/Vorhaltung von erfahrenen Anästhesisten und Unfallchirurgen/Chirurgen das weitaus größere Problem ist. Deshalb haben wir zusammen mit den Fachgesellschaften unsere gemeinsam getroffenen Vorkehrungen – Etablierung von regionalen Traumanetzwerken mit Konzentrierung der Behandlung an qualifizierten Zentren – weiterhin zu verstärken, damit auch künftig bei zunehmendem Personalmangel jederzeit eine optimale leitliniengerechte Behandlung „überall“ erfolgen kann. Den Vertretern der DGAI und besonders den Autoren dieses Leserbriefes danken wir in diesem Zusammenhang für ihre breite Unterstützung und Mitwirken im Projekt TraumaNetzwerkDGU.

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0680b

Prof. Dr. Hartmut Siebert, Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. und Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V., Berlin

Prof. Dr. Pohlemann, 1. Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kliniken und Institut für Chirurgie Universitätsklinikum des Saarlandes

Prof. Dr. Bertil Bouillon, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, 3. Vizepräsident der DGU, Lehrstuhl der Universität Witten/Herdecke, Klinikum Köln-Merheim der Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Prof. Dr. Prof. h.c. Edmund A.M. Neugebauer, Institut für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM), Lehrstuhl für Chirurgische Forschung, Universität Witten/Herdecke, Campus Köln-Merheim, Edmund.Neugebauer@uni-wh.de

Interessenkonflikt

Prof. Neugebauer erhielt Beraterhonorare von Novo Nordisk.

Die anderen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Neugebauer EAM, Waydhas C, Lendemans S, et al.: Clinical practice guideline: The treatment of patients with severe and multiple traumatic injuries. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(6): 102–8. VOLLTEXT
2.
Ruchholtz S, Mand C, Lewan U, AKUT Steering Committee et al.: Regionalisation of trauma care in Germany: the „TraumaNetwork DGU-Project’“. Eur J Trauma Emerg Surg 2011;
DOI 10.1007/s00068–011–0166–6.
1. Neugebauer EAM, Waydhas C, Lendemans S, et al.: Clinical practice guideline: The treatment of patients with severe and multiple traumatic injuries. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(6): 102–8. VOLLTEXT
2. Ruchholtz S, Mand C, Lewan U, AKUT Steering Committee et al.: Regionalisation of trauma care in Germany: the „TraumaNetwork DGU-Project’“. Eur J Trauma Emerg Surg 2011;
DOI 10.1007/s00068–011–0166–6.

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