ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2012Friedemann Nauck: Palliativmedizin – nicht nur für Krebspatienten

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Friedemann Nauck: Palliativmedizin – nicht nur für Krebspatienten

Dtsch Arztebl 2012; 109(41): A-2049 / B-1671 / C-1639

Richter-Kuhlmann, Eva

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Friedemann Nauck, Foto: DGP
Friedemann Nauck, Foto: DGP

Für Prof. Dr. med. Friedemann Nauck (57), Direktor der Abteilung Palliativmedizin an der Universität Göttingen, steht fest: „Nicht jeder, der alt wird, hat Bedarf an hospizlicher und palliativer Versorgung, aber wer ihn hat, sollte diese auch bekommen.“ Mittlerweile hätten zwar bereits 6 000 Ärzte und 20 000 Pflegekräfte Kurse in Palliativmedizin und -pflege absolviert, doch häufig würden nur Menschen mit onkologischen Erkrankungen palliativmedizinisch behandelt.

Dies möchte Nauck ändern. Im September wurde der Anästhesist für weitere zwei Jahre zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gewählt. Für seine zweite Amtszeit hat er sich viel vorgenommen: Neben einer weiteren Entwicklung der ambulanten und stationären palliativmedizinischen Versorgung will er daran arbeiten, die Lehre und Forschung in der Palliativmedizin flächendeckend zu etablieren. Die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft – bei der Nauck außerordentliches Mitglied ist – werde Therapieempfehlungen zur Palliativmedizin erarbeiten. Ferner soll eine S3-Leitlinie entstehen.

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Auch Reformen in stationären Pflegeeinrichtungen hält Nauck für dringend notwendig. „Wir müssen Bewohner und ihre Angehörigen mit ihren Sorgen und Ängsten in den Pflegeheimen ernst nehmen und ihnen alle Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung bieten“, erklärte der Palliativmediziner jüngst in Berlin. Notwendig seien dazu vor allem qualifizierte Hausärzte. Eva Richter-Kuhlmann

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