ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2012Sexueller Kindesmissbrauch: Online-Kurs hilft, Anzeichen zu erkennen

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Sexueller Kindesmissbrauch: Online-Kurs hilft, Anzeichen zu erkennen

Dtsch Arztebl 2012; 109(41): A-2010 / B-1638 / C-1610

Bühring, Petra

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Frühe Hilfe kann Leid verhindern. Der Online-Kurs soll Ärzte dabei unterstützen. Foto: iStockphoto
Frühe Hilfe kann Leid verhindern. Der Online-Kurs soll Ärzte dabei unterstützen. Foto: iStockphoto

Ärzte, Psychotherapeuten, Lehrer und Erzieher sollen mit Hilfe eines Online-Kurses in die Lage versetzt werden, die Anzeichen für sexuellen Missbrauch bei Kindern besser zu erkennen. Die Debatte am von der Bundesregierung eingerichteten Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch hat gezeigt, dass in der beruflichen Praxis ein großer Bedarf an mehr Wissen und Kompetenzen zur Missbrauchsprävention besteht. „Wir wollen Kontaktpersonen von Kindern mit einem niedrigschwelligen Angebot in die Lage versetzen, auf sexuellen Missbrauch angemessen zu reagieren“, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm und Leiter des E-Learning-Angebots, Prof. Dr. med. Jörg Fegert, bei einem Symposium zur Freischaltung des Lernprogramms.

„Gerade für junge Ärzte sind webbasierte Fortbildungen sehr gut geeignet, weil sie zeitlich und örtlich flexibel einsetzbar sind“, sagte Dr. med. Cornelia Goesmann, Beauftragte der Bundes­ärzte­kammer für Fragen der ärztlichen Psychotherapie. Sie begrüßte, dass das Thema Kindesmissbrauch durch die Kampagne der Bundesregierung „aus der Tabuzone herausgeholt“ wurde.

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Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte E-Learning-Portal sieht 30 Stunden Lernzeit vor. Ein erster Kurs startete im Juli. Ein zweiter beginnt im Dezember. Anmeldungen bis zum 31. Oktober unter: www.elearning-kinderschutz.de pb

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