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Es ist richtig, dass die Osteoporose zu den gesundheitlichen Risiken in dem postmenopausalen Lebensabschnitt einer Frau zählt und daher behandelt werden sollte. Sie tritt selten bei perimenopausalen Frauen auf und verursacht nicht die klassischen Beschwerden der Wechseljahre (vasomotorische Beschwerden, vaginale Atrophie). Die Behandlung dieser Beschwerden war der Schwerpunkt unseres Artikels. Für die Therapie der Osteoporose stehen verschiedene Methoden zur Verfügung (siehe AWMF S3-Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Frauen ab der Menopause, bei Männern ab dem 60. Lebensjahr“) so dass nur bei Kontraindikation für diese eine Hormontherapie mit Östrogenen zur Therapie der Osteoporose empfohlen werden kann. Die jüngste Auswertung der WHI-Studie zeigt nach einem mittleren Follow-up von 11,8 Jahren, dass bei einer mittleren Einnahmedauer einer Östrogenmonotherapie (ET) von 5,9 Jahren die Brustkrebsinzidenz gesenkt ist (HR 0,77, 95-%-KI 0,62–0,95; p = 0,02) (1). In der Million-Women-Studie hingegen wurde eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos durch eine ET festgestellt, so dass dieser Sachverhalt aus den vorliegenden Daten nicht abschließend beurteilt werden kann (2). Eine ET kann nur bei hysterektomierten Frauen durchgeführt werden, so dass bei den meisten Frauen eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie erforderlich ist, die zu einer Steigerung des Brustkrebsrisikos bei Langzeitanwendung (> 3–5 Jahre) führt (3).

DOI: 10.3238/arztebl.2012.0714b

Prof. Dr. med. Olaf Ortmann, Dr. med. Claus Lattrich

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Universitätsklinikum Regensburg
am Caritas-Krankenhaus St. Josef
olaf.ortmann@klinik.uni-regensburg.de

Interessenkonflikt

Prof. Ortmann erhielt Honorare für Gutachtertätigkeit von Dr. Wolff Pharma sowie Forschungsunterstützung von Medinova. Dr. Lattrich erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Anderson GL, Chlebowski RT, Aragaki AK, et al.: Conjugated equine oestrogen and breast cancer incidence and mortality in postmenopausal women with hysterectomy: extended follow-up of the Women’s Health Initiative randomised placebo-controlled trial.
Lancet Oncol 2012; 13: 476–86. Epub 2012 Mar 7. CrossRef MEDLINE
2.
Beral V, Reeves G, Bull D, Green J; Million Women Study Collaborators: Breast cancer risk in relation to the interval between menopause and starting hormone therapy. J Natl Cancer Inst 2011; 103: 296–305. Epub 2011 Jan 28. CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.
The 2012 Hormone Therapy Position Statement of The North
American Menopause Society: Menopause 2012; 19: 257–71. MEDLINE PubMed Central
4.
Ortmann O, Lattrich C: The treatment of climacteric symptoms.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(17): 316–24. VOLLTEXT
1.Anderson GL, Chlebowski RT, Aragaki AK, et al.: Conjugated equine oestrogen and breast cancer incidence and mortality in postmenopausal women with hysterectomy: extended follow-up of the Women’s Health Initiative randomised placebo-controlled trial.
Lancet Oncol 2012; 13: 476–86. Epub 2012 Mar 7. CrossRef MEDLINE
2. Beral V, Reeves G, Bull D, Green J; Million Women Study Collaborators: Breast cancer risk in relation to the interval between menopause and starting hormone therapy. J Natl Cancer Inst 2011; 103: 296–305. Epub 2011 Jan 28. CrossRef MEDLINE PubMed Central
3. The 2012 Hormone Therapy Position Statement of The North
American Menopause Society: Menopause 2012; 19: 257–71. MEDLINE PubMed Central
4.Ortmann O, Lattrich C: The treatment of climacteric symptoms.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(17): 316–24. VOLLTEXT

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