ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2012GKV-Überschüsse: Erneut Praxisgebühr in der Diskussion

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GKV-Überschüsse: Erneut Praxisgebühr in der Diskussion

Dtsch Arztebl 2012; 109(42): A-2061 / B-1681 / C-1649

Gerst, Thomas

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Auch Bundeskanzlerin Merkel denkt über das Für und Wider der Praxisgebühr nach. Foto: dapd
Auch Bundeskanzlerin Merkel denkt über das Für und Wider der Praxisgebühr nach. Foto: dapd

Nach der neuesten Prognose über die Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung für die Jahre 2012 und 2013 wird erneut über die Abschaffung der Praxisgebühr diskutiert. Angesichts der Rekordrücklagen im Gesundheitssystem überdenkt nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr Festhalten an der Praxisgebühr. Die Kanzlerin denke „intensiv über die Argumente, die da vorgebracht werden, nach“, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. Das FDP-geführte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium warb unterdessen erneut für eine Abschaffung der Praxisgebühr.

Der Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt rechnet für das Jahr 2012 mit Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 188,7 Milliarden Euro, während bei den Zuweisungen an die Krankenkassen weiterhin von 185,4 Milliarden Euro ausgegangen wird. Der Überschuss von etwa 3,2 Milliarden Euro wird der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zufließen. Die Kassen werden bei voraussichtlichen Ausgaben von 181,6 Milliarden Euro das Jahr 2012 mit einem Plus in Höhe von 3,9 Milliarden Euro beenden. Auch für 2013 geht der Schätzerkreis davon aus, dass die Ausgaben von 190,2 Milliarden Euro durch Zuweisungen aus dem Fonds gedeckt werden.

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Die Techniker-Krankenkasse hat bereits mitgeteilt, dass sie im kommenden Jahr eine Prämie ausschüttet. Jedes Mitglied, das vom Mai bis Dezember 2013 Beiträge zahlt, erhält demnach einen Betrag in Höhe von 80 Euro. Auch die Hanseatische Krankenkasse will eine Prämie von 75 Euro zahlen. TG

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