ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2012Notfallsanitäter: Bundeskabinett billigt neuen Ausbildungsgang

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Notfallsanitäter: Bundeskabinett billigt neuen Ausbildungsgang

Dtsch Arztebl 2012; 109(42): A-2060 / B-1680 / C-1648

Gerst, Thomas

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Das Bundeskabinett hat die Einbringung eines Gesetzes über den Beruf des Notfallsanitäters in den Bundestag beschlossen. Kernpunkte des Gesetzentwurfs sind unter anderem die Verlängerung der Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre und die Festlegung von Qualitätsanforderungen an die Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung. Anstelle des bisherigen Rettungsassistenten wird die neue Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ eingeführt. Im Ausbildungsziel wird beschrieben, über welche Kompetenzen Notfallsanitäter verfügen müssen, um auch kritischen Einsatzsituationen gerecht werden zu können.

Der neue Notfallsanitäter soll den Rettungsassistenten ersetzen und mehr Kompetenzen bekommen. Foto: picture alliance
Der neue Notfallsanitäter soll den Rettungsassistenten ersetzen und mehr Kompetenzen bekommen. Foto: picture alliance

Die Bundes­ärzte­kammer lehnt den Gesetzentwurf ab. Er führe in seiner derzeitigen Fassung zu einer Verwischung der Grenzen zwischen dem Heilberuf des Arztes und einem geplanten neuen Gesundheitsfachberuf.

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Der Einordnung des neuen Berufsbildes in einen zur begrenzt selbstständigen Heilkundeausübung befugten Fachberuf könne nicht zugestimmt werden. Die bei Notfallpatienten vorzunehmenden Maßnahmen seien derart gefahrengeneigt, dass auch Ärzte sie erst nach zusätzlicher Qualifikation und mehrjähriger Berufserfahrung durchführen könnten. Mit einem solchen Gesetz werde zudem der Einstieg in ein notarztfreies Rettungssystem befördert, kritisiert die Bundes­ärzte­kammer. TG

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