ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2012Grippeimpfstoff: „Panik ist völlig unangebracht“

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Grippeimpfstoff: „Panik ist völlig unangebracht“

Dtsch Arztebl 2012; 109(44): A-2156 / B-1760 / C-1728

dapd; Zylka-Menhorn, Vera

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620 000 neue Impfdosen können Impfwilligen nun gespritzt werden. Foto: dapd
620 000 neue Impfdosen können Impfwilligen nun gespritzt werden. Foto: dapd

Nach dem Rückruf von 750 000 Dosen der Influenzavakzine Begripal® und Fluad® bemüht sich Bundes­gesund­heits­minister Daniel Bahr (FDP), die Sorge vor Engpässen zu mindern: 2011 seien 15 Millionen Impfstoffdosen verabreicht worden, 14 Millionen könnten bereits in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen. So habe das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den Weg für den Vertrieb von 620 000 produzierten Impfdosen freigemacht.

Derweil mahnt der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery: „Panik ist völlig unangebracht.“ Auf den Mangel müsse man wie bei der Schweinegrippe reagieren: „Man muss priorisieren“, also vorrangig immungeschwächte Menschen impfen, nachfolgend deren Betreuer, Ältere und Kinder.

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Einige Chargen der Novartis-Produkte Begripal und Fluad waren vorsorglich zurückgenommen worden, weil sie wegen Ausflockungen möglicherweise allergische Reaktionen hervorrufen können. Nach Angaben von Novartis wurden davon bereits eine Million Dosen verabreicht, ohne dass es unerwartete Nebenwirkungen gegeben hat.

Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt empfahl PEI-Präsident Prof. Dr. Klaus Cichutek, Influenzaimpfstoffe vor dem Verabreichen einmal kurz aufzuschütteln und genau zu betrachten. Etwaige Ausflockungen seien mit dem bloßen Auge gut zu erkennen. Ein solcher Impfstoff dürfe dann nicht verabreicht werden. dapd/zyl

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