ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 4/2012Telemedizin schädigt Arzt-Patienten-Beziehung nicht

Supplement: PRAXiS

Telemedizin schädigt Arzt-Patienten-Beziehung nicht

Dtsch Arztebl 2012; 109(45): [3]

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Sprachtherapie als telemedizinische Anwendung für Parkinsonpatienten. Foto: dpa
Sprachtherapie als telemedizinische Anwendung für Parkinsonpatienten. Foto: dpa
  • Eine ergänzende telemedizinische Betreuung hat keinen negativen Einfluss auf die Beziehung der Patienten zu ihren niedergelassenen Haus- und Fachärzten. Das berichtet das Institut Arbeit und Technik (IAT). Denise Kluska vom IAT-Forschungsschwerpunkt Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität befragte für die Studie 228 telemedizinisch betreute Patienten, jeweils zwei niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie zwei telemedizinisch tätige Ärzte (www.iat.eu/forschung-aktuell/2012/fa2012–10.pdf).

Für die Teilnehmer am Telemonitoring-Programm ergab sich als wichtigste Errungenschaft die Sicherheit, dass im Notfall ein medizinischer Ansprechpartner rund um die Uhr zur Verfügung stand, wenn herkömmliche Anlaufstellen des Gesundheitswesens schwerer erreichbar sind. Darüber hinaus übernahmen die Patienten durch die Selbststeuerung der Messungen, den Umgang mit den verschiedenen Messwerten sowie einer Anpassung des Lebensstils eine aktivere und selbstbewusstere Rolle im Krankheitsmanagement.

Wichtig ist laut Kluska außerdem, dass der Hausarzt der Studie zufolge seine Rolle als erster Ansprechpartner für die meisten gesundheitlichen Belange seiner Patienten auch bei zusätzlicher telemedizinischer Betreuung keineswegs einbüßt. „Indem Patienten – auch mit der Hilfe von Telemedizin – zu kompetenten Partnern werden, können sich das Verhältnis und die Verhältnismäßigkeit zwischen Ärzten und Patienten zum Positiven entwickeln“, so das Fazit der Wissenschaftlerin.

Anzeige

Das IAT ist eine Einrichtung der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen und Kooperationspartner der Ruhr-Universität Bochum. hil

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema