ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2012Dieter Buck-Gramcko †: Ein Leben für die Handchirurgie

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Dieter Buck-Gramcko †: Ein Leben für die Handchirurgie

Dtsch Arztebl 2012; 109(45): A-2259 / B-1843 / C-1807

Brüser, Peter

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Dieter Buck-Gramcko, Foto: privat
Dieter Buck-Gramcko, Foto: privat

Prof. Dr. med. Dieter Buck-Gramcko, eine der prägendsten Persönlichkeiten in der deutschen Handchirurgie, starb nur wenige Tage nach dem Tod seiner Frau am 3. Oktober kurz vor der Vollendung seines 85. Lebensjahres. Wir verlieren mit ihm einen der Gründerväter und zugleich einen Pionier, der viele Jahre die deutsche und auch die internationale Handchirurgie wesentlich beeinflusst hat.

Geboren in Hamburg und geprägt von hanseatischen Wesenszügen absolvierte er seine handchirurgische Weiterbildung bei Erik Moberg in Göteborg, Schweden. 1963 baute er im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg die erste selbstständige handchirurgische Abteilung in Deutschland und 1975 das erste Replantationszentrum auf. Der wissenschaftliche Durchbruch gelang ihm mit der Pollizisation bei kindlichen Fehlbildungen und der Weiterentwicklung dieses Spezialgebiets, welches ihm nicht nur bei seinen kleinen Patienten den Ehrennamen „Däumchendoktor“ eintrug, sondern auch zur Herausgabe eines internationalen Standardwerks führte. Es zählt neben anderen Lehrbüchern, Publikationen und der Herausgeberschaft mehrerer Zeitschriften zu seinem Lebenswerk.

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Buck-Gramcko war Ehrenmitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften. Unter anderem wurde er von der International Federation of Societies for Surgery of the Hand zum „Pioneer of Hand Surgery“ ernannt. Wir gedenken einer Persönlichkeit, die beruflich gradlinig und konsequent, wissenschaftlich kompromisslos und privat sorgsam, herzlich und offen war. Prof. Dr. med. Peter Brüser

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