ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2012Frühe Hilfen: 177 Millionen Euro für den Kinderschutz

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Frühe Hilfen: 177 Millionen Euro für den Kinderschutz

PP 11, Ausgabe November 2012, Seite 486

Bühring, Petra

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Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder will mit dem Geld vor allem den Einsatz von Familienhebammen fördern. Foto: dpa
Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder will mit dem Geld vor allem den Einsatz von Familienhebammen fördern. Foto: dpa

„Jedes Kind hat das Recht auf eine faire Chance“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder zum Start der Bundesinitiative Frühe Hilfen Anfang November in Berlin. Ziel der Initiative von Bund und Ländern ist es, den Aufbau von Frühen Hilfen zum Schutz von Kindern vor Misshandlung und Vernachlässigung in den Ländern weiter voranzutreiben. Nach Schätzungen sind etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder in Deutschland von schwierigen familiären Verhältnissen betroffen. Dafür stellt das Bundesfamilienministerium für die nächsten drei Jahre 177 Millionen Euro zur Verfügung. Danach soll dauerhaft ein Fonds eingerichtet werden, für den der Bund jährlich 51 Millionen Euro bereitstellt.

Mit dem Geld soll der Einsatz von Familienhebammen in belasteten Familien gefördert werden, die die Lotsenfunktion von der Familie zu den Netzwerken Frühe Hilfen in den Ländern übernehmen. Dazu gehören beispielsweise in Berlin die Kinderschutz-Hotline, das Modellprojekt „Aufsuchende Elternhilfe“ und das Modellprojekt „Familienhebammen“. Außerdem sollen Projekte gefördert werden, in denen ehrenamtliche Helfer Familien bei der Alltagsbewältigung unterstützen.

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„Inzwischen sind bundesweit rund 1 500 Familienhebammen qualifiziert“, berichtete Martina Klenk, Vorsitzende des Deutschen Hebammenverbandes. Und durch den Aufbau und die Finanzierung der Strukturen würden sich weitere Hebammen qualifizieren, meint sie. „Wir wollen auf jeden Fall offen mit den Familien kommunizieren“, betonte Klenk.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) begleitet die Bundesinitiative als Kompetenzzentrum und Koordinierungsstelle des Bundes. Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Deutsche Jugendinstitut. pb

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