ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2012Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an Medizinische Fachangestellte

MEDIZIN: Originalarbeit

Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an Medizinische Fachangestellte

Akzeptanz unter den Hausärzten Mecklenburg-Vorpommerns

Home visit delegation in primary care—acceptability to general practitioners in the state of Mecklenburg–Western Pomerania, Germany

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(46): 795-801; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0795

Dini, Lorena; Sarganas, Giselle; Heintze, Christoph; Braun, Vittoria

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Hintergrund: Der Ärztemangel und die ungleiche Verteilung von Ärzten sind weltweit und auch in Deutschland Realität. Mögliche Lösungen werden in der Delegierung ärztlicher Tätigkeiten auf qualifizierte nichtärztliche Fachkräfte gesehen, wie sie in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des AGnES-Projektes („Arztentlastende gemeindenahe E-Health-gestützte Systemische Intervention“) bereits in drei Regionen stattfand. In diesem Zusammenhang interessierte, wie die Gesamtheit der Hausärzteschaft Mecklenburg-Vorpommerns zur Problematik der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten steht, welches Profil und was für eine Anstellungsform einer Medizinischen Fachangestellten (MFA) sie bevorzugen würde.

Methodik: Quantitative Befragung aller Hausärzte Mecklenburg-Vorpommerns zur Bereitschaft einer Delegierung, zu empfundenen Mehrwerten und Barrieren, erforderlichen Kompetenzen und zur Anstellungsform einer für Hausbesuchstätigkeiten einsetzbaren MFA.

Ergebnisse: Die Responserate betrug 47 % (515/1 096). 46 % der Hausärzte delegierten bereits Anteile der Hausbesuchstätigkeiten an MFAs. Delegierende Ärzte waren eher weiblich (OR = 1,70), praktizierten in ländlichen Gebieten (OR = 1,63) und waren Inhaber einer Einzelpraxis (OR = 1,94). Die Delegierung wurde befürwortet (77,7 %). Wichtigste empfundene Mehrwerte waren Arbeitsentlastung (70 %) und höhere Berufszufriedenheit (48 %). 34 % der Hausärzte würden die Qualifikationskosten für die MFA nicht tragen.

Schlussfolgerung: Die Akzeptanz der Delegierung ist vor allem bei jüngeren Hausärzten hoch. Empfundene Mehrwerte und Barrieren sollten daher bei der Entwicklung zukünftiger arztentlastender Versorgungskonzepte stärker berücksichtigt werden, um die Attraktivität der strukturschwachen Regionen für den Nachwuchs zu erhöhen.

LNSLNS

Der Ärztemangel und die ungleiche Verteilung von Ärzten sind weltweit Realität. Seit den 1960er-Jahren wird über den Ärztemangel in den Vereinigten Staaten (USA) (1, 2) England (UK), Kanada (3) oder Australien (4) berichtet, der sich zuerst und vor allem in ländlichen Gebieten feststellen lässt. In beinahe allen Ländern trifft die Krise vorrangig das Gesundheitspersonal der gemeindenahen ambulanten Patientenversorgung.

Ebenso ist in Deutschland im letzten Jahrzehnt ein zunehmender Nachwuchsmangel des Gesundheitspersonals bemerkbar (5), der auch an erster Stelle das Fachgebiet Allgemeinmedizin betrifft. Die Unattraktivität hausärztlicher Tätigkeit wird insbesondere auf Arbeitsüberlastung, verhältnismäßig niedrigen Verdienst und steigende Bürokratisierung zurückgeführt (6).

Auch wenn die Ärztezahl in den Jahren 2009 bis 2011 stieg, besteht durch eine ungünstige Verteilung zwischen ländlichen und städtischen Gebieten ein Ärztemangel (7), der von einer ebenso unproportionalen Verteilung zwischen alten und neuen Bundesländern begleitet wird (8).

Die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) der betroffenen Bundesländer erproben entsprechende Maßnahmen, um Ärzte für defizitär versorgte Regionen zu gewinnen. Auf internationaler Ebene werden mögliche Lösungen im „Task Shifting“, also in der Übertragung von Tätigkeiten von einem Beruf auf den nächsten, gesehen (9–11). Dabei wird eine Delegierung ärztlicher Aufgaben auf qualifiziertes nichtärztliches Personal – „Physician Assistants“, „Medical Assistants“ oder „Nurses“ – favorisiert. Diese Berufsgruppen finden sich in Deutschland unter der Berufsbezeichnung „medizinische Fachangestellte“ (MFA) und ambulant tätige „Krankenschwester“ wieder.

Die anstehende Problematik wurde im Interventionskonzept „Arztentlastende gemeindenahe E-Health-gestützte Systemische Intervention“ (AGnES Projekt) vom Institut für Community Medicine der Universität Greifswald bearbeitet (12–14) und von Juli 2007 bis Dezember 2008 in drei Regionen Mecklenburg-Vorpommerns (MV) erprobt (14, 15). Ziel des Projektes war es, Hausärzte in Versorgungsregionen mit schwacher Infrastruktur bei der Versorgung ihrer zunehmend älteren Patienten zu unterstützen und durch die Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an MFAs zu entlasten (16). Hierbei führten drei MFAs (ambulante Krankenschwestern) im Auftrag von sechs Ärzten Hausbesuche insbesondere bei multimorbiden alten Patienten durch. Die interne Projektevaluation wurde von dem Projektgründer und Projektträger (Institut für Community Medicine der Universität Greifswald) realisiert.

Zusätzlich beauftragte die Kassenärztliche Vereinigung MV (KVMV) das Institut für Allgemeinmedizin der Charité Berlin mit der unabhängigen Evaluierung des AGnES-Projektes, um gemäß internationaler Empfehlungen zur Programmevaluierung die interne Projektevaluierung zu ergänzen (17).

In diesem Zusammenhang war von Bedeutung:

  • die allgemeine Akzeptanz zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine qualifizierte MFA durch die Gesamthausärzteschaft MVs zu ermitteln
  • ihre empfundenen Mehrwerte und Barrieren in Erfahrung zu bringen
  • Einblick in das hausärztlich bevorzugte Profil und die Anstellungsform einer MFA zu gewinnen.

Methodik

Die Methodik umfasst eine quantitative postalische Umfrage aller zum Zeitpunkt der Befragung in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Hausärzte (1 096).

Als Instrument zur Datenerfassung wurde ein Fragebogen aufgrund einer systematischen nationalen und internationalen Literaturrecherche zu von Hausärzten empfundenen Barrieren (5) und Mehrwerten (6) bezüglich der Delegierung an nichtärztliches Personal (18–20) entwickelt, der auch Fragen nach bevorzugten organisatorischen Fähigkeiten und präventiven Fertigkeiten von MFAs enthielt, die als wichtig für die Realisierung von Hausbesuchen identifiziert wurden.

Die Entwicklung des Fragebogens wurde von Public-Health-Spezialisten und Statistikern der Charité begleitet. Die inhaltliche Validierung des Fragebogens zu Umfang und Verständlichkeit erfolgte durch fünf Hausärzte aus Berlin. Die Endversion des Fragebogens war so konzipiert, dass er vollständig eigenhändig von den Hausärzten in maximal zehn Minuten ausgefüllt werden konnte.

Outcome-Variablen wurden durch eine Fünfer Skala erfasst:

  • Sie reichte bei der Bereitschaft zum Delegieren von „Ja“ (1) bis „Nein“ (5)
  • bei Barrieren und Mehrwerten von „trifft voll und ganz zu“ (1) bis „trifft überhaupt nicht zu“ (5)
  • bei organisatorischen und präventiven Fähigkeiten einer MFA von „sehr wichtig“ (1) bis „unwichtig“ (5).

Survey-Bevölkerung, Datenerfassung und -analyse

Alle zum Zeitpunkt der Befragung praktizierenden 1 096 Hausärzte MVs, deren Kontaktinformationen in der Ärzteliste der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg Vorpommerns aufgeführt wurden, erhielten auf postalischem Wege das Erstanschreiben, darunter auch die sechs am AGnES-Projekt teilnehmenden Hausärzte. Zur Erhöhung der Responderrate erfolgte zwei Wochen nach dem Erstanschreiben (18. 4. 2008) ein Zweitanschreiben. Die Rückantworten kamen zwischen dem 25. 4. 2008 und dem 18. 8. 2008. Es wurde ein „Monitoring der Responder“ durchgeführt, um gegebenenfalls Adjustierungen für Nonresponder vorzunehmen zu können.

Der Fragebogen wurde mit einer speziellen Software erstellt, die das elektronische Erfassen der Daten durch das Einscannen der Antwortfragebögen ermöglicht und die elektronische Verifizierung der Daten unterstützt. Die Qualität der Datenbank wurde von zwei unabhängigen Wissenschaftlern auf Übereinstimmung mit den Papierunterlagen manuell überprüft und für die statistische Analyse in PASW Statistics 18 exportiert.

Die Untersuchung der erhobenen Variablen erfolgte entsprechend der deskriptiven Analyse. Assoziationen beziehungsweise Unterschiede wurden für die kategorialen Variablen durch Pearson Chi square exact sig, 2-sided und Spearman Korrelation analysiert. Der Vergleich von Erstrespondern und Zweitrespondern (eingegangene Antworten vor beziehungsweise nach dem Zweitanschreiben) erfolgte mittels logistischer Regression.

Zur Berechnung des komplexeren dichotomen Ergebnisses „Akzeptanz“ wurde die Baumanalyse verwendet. Dazu wurden empfundene Mehrwerte (5 Items) und Barrieren (6 Items) durch Differenzbildung in einem Akzeptanzindex zusammengefügt. Signifikanzen wurden bei p < 0,05 festgelegt.

Mit der (binär) logistischen Regression wurden die Odds Ratio und 95-%-Konfidenzintervall (95-%-KI) der „Skeptiker/Befürworter“ berechnet. Diese Variable wurde als abhängige Variable eingesetzt. Als Kovariaten wurden die Hausärzte-Charakteristika eingegeben (zum Beispiel Alter, Zeitaufwand in Stunden für Praxis und Hausbesuche). Geschlecht, Scheine pro Quartal und Einwohner im Versorgungsgebiet wurden als „kategoriale Kovariaten“ deklariert.

Ergebnisse

Die Beteiligung der Hausärzte an der Befragung erreichte einen Rücklauf von 47 % (515/1 096). Von 515 konnten 15 Fragebögen wegen nicht ausreichender Beantwortung nicht in die Auswertung einbezogen werden, so dass insgesamt 500 Teilnehmer der Analyse zugrunde liegen.

Die durchschnittliche Antwortrate lag bei 94 % und variierte je nach Frage zwischen 90 % und 97 %. Unter den Respondern waren fünf Hausärzte, die am AGnES-Projekt mitarbeiteten.

Erstresponder stammten häufiger aus ländlichen Gebieten mit weniger als 10 000 Einwohnern [OR = 1,62 (1,06−2,47)] als Zweitresponder. Weitere Unterschiede waren nicht feststellbar.

Der Vergleich der Responder mit der Gesamthausärzteschaft MVs zeigte, dass ihre Charakteristika einander entsprachen (Tabelle 1) (27).

73 % der Responder arbeiteten in Einzelpraxen, 18 % in Gemeinschaftspraxen und 9 % in Praxisgemeinschaften. In den meisten Praxen waren zwei MFAs (47 %) angestellt, 43 % der

Responder Charakteristika
Responder Charakteristika
Tabelle 1
Responder Charakteristika
Ärzte beschäftigten drei oder mehr und 10 % nur eine Medizinische Fachangestellte.

Nach einer bereits stattfindenden Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten gefragt, bestätigten 46 % dies schon zu tun. Aktuell delegierende Hausärzte waren jünger [OR = 0,96 (0,93−0,99)], weiblich [OR = 1,70 (1,12−2,58)], arbeiteten in ländlichen Gebieten [OR = 1,63 (1,07−2,49)], besaßen Einzelpraxen [OR = 1,94 (1,14−3,28)] und hatten drei oder mehr MFAs [OR = 0,39 (0,23−0,67)] angestellt.

Bereitschaft zur Qualifizierung der MFA zur Hausbesuchs-Delegierung

Die allgemeine Bereitschaft zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine qualifizierte MFA bei Abrechnungsmöglichkeit bestand bei 47 % der Befragten („positiv“ 24 %, „eher positiv“ 23 %). Keine Bereitschaft zeigten 30 % der Hausärzte (15 % „eher nein“; 15 % „nein“), 20 % hatten noch keine klare Stellung bezogen.

Die Einstellung gegenüber dem AGnES-Projekt und die Bereitschaft zur Delegierung zeigten eine hohe Korrelation (Chi-Quadrat nach Pearsons 80,38; p < 0,001; Spearman Korrelation 0,32; p = 0,045).

Empfundene Mehrwerte und Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten

Am häufigsten wurde die mögliche Zeitersparnis durch die Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an die eigene MFA als Mehrwert empfunden (70 % der Hausärzte), gefolgt von der Erhöhung der eigenen Arbeitszufriedenheit (48 %). Ein Drittel der Befragten vermutete, dass diese Delegierung die Arbeitszufriedenheit der MFA verbessern würde, den Ruf der Praxis steigern und einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität oder die Gesundheitswahrnehmung der Patienten haben könnte (Grafik 1).

Die wichtigste Barriere bestand hinsichtlich der Kosten für die Qualifikation: 34 % der Hausärzte fanden es zu teuer, die Qualifikation selbst tragen zu müssen. Für fast ein Drittel der Hausärzte bestand kein Mehrwert durch eine Delegierung. 30&n

Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Grafik 1
Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
bsp;% der Befragten bezeichneten die Hausbesuchstätigkeit als alleinige ärztliche Arbeit. Nur 15 % der Hausärzte nahmen an, dass die Hausbesuchsdelegierung an eine MFA eine Barriere zwischen Ärzten und Patienten herstellen könnte oder zum Vertrauensverlust der Patienten führen würde (Grafik 2).

Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten

  • Die Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an MFAs war bei der Ärzteschaft MVs positiv: Mehr als Dreiviertel der Hausärzte (77,2 %) zählten z
    Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
    Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
    Grafik 2
    Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
    u den Befürwortern der Delegierung
  • 99 Kollegen (19,8 %) gehörten zur Gruppe der „Skeptiker“.

Von den 380 Befürwortern delegierten bereits 88 % (203) anteilig Hausbesuchstätigkeiten an MFAs, unter den Skeptikern waren es nur 12 % (27). Befürworter waren jünger [OR = 0,96 (0,92–0,99)], hatten einen etwas geringeren Praxiszeitaufwand [OR = 0,97 (0,95–0,99)] und delegierten bereits häufiger als die Skeptiker [OR = 3,31 (1,73–5,23)] (Tabelle 2).

Bevorzugtes Profil und Anstellungsform der Medizinischen Fachangestellten

In besonderem Maße wurden von den Befragten organisatorische Fähigkeiten einer MFA für die Vor- und Nachbetreuung (90 %) und die Koordination der Hausbesuche (82 %)

Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
Tabelle 2
Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
geschätzt. Über 70 % der Hausärzte hielten Fertigkeiten zur standardisierten Dokumentation inklusive Disease Management Programme und Koordination von Röntgen beziehungsweise anderen Maßnahmen für bedeutsam. Die Hälfte der Befragten wertete die Kooperation mit ärztlichen Kollegen und weiterem Heilhilfspersonal und die Organisation von Patienteneinweisungen ins Krankenhaus als relevant (Grafik 3). Im präventiven Bereich stuften über 60 % der Hausärzte die Sturzprophylaxe und die Realisierung von Impfungen sowie die Ernährungsberatung als wichtig ein. Weniger als 50 % der Befragten erklärten die Fähigkeit zur Raucherstoppberatung einer Medizinischen Fachangestellten als praxiswirksam (Grafik 4).

Bezüglich der bevorzugten Anstellungsform einer MFA wurde von den Hausärzten die „exklusive Praxismitarbeiterin“, die nur für die Stammpraxis Hausbesuche durchführt, favorisiert (80 %). Die anderen Anstellungsvarianten – übernimmt Hausbesuche für andere Hausärzte oder ist bei

Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Grafik 3
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Grafik 4
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
anderen Hausärzten angestellt und übernimmt in meinem Auftrag Hausbesuche – wurden von 90 % der Hausärzte abgelehnt.

Diskussion

Erstmalig wurde mit dieser Studie eine Befragung aller Hausärzte aus Mecklenburg-Vorpommern zur Delegation ärztlicher Tätigkeiten erhoben, an der sich 47 % beteiligten. Bezüglich der Hausärzte-Charakteristika entsprachen die Antwortenden der Gesamthausärzteschaft des Bundeslandes (21, 22).

Im Vergleich zu anderen Studien im ambulanten Sektor erreichte diese Studie allerdings eine sehr gute Beteiligung (23, 24). Die Umfrage bei Hausärzten in Hessen von Klingenberg et al. 2010 wies eine Teilnahme von weniger als 25 % auf (25). Schon 2007 hatten Mc Farlaine et al. von der immer geringer werdenden Beteiligung der Hausärzte an postalischen Umfragen berichtet (21). Die erfreuliche Beteiligung kann wohl vorrangig durch das Interesse der Hausärzte an dieser wichtigen Zukunftsfrage der Gestaltung ambulanter Versorgung erklärt werden. Die hohe Relevanz des Themas wird durch den Sachverhalt verstärkt, dass etwa 40 % der in ländlichen und östlichen Regionen praktizierenden Hausärzte in den nächsten zehn Jahren das Rentenalter erreichen werden (26).

Schon jetzt delegieren 46 % der Hausärzte, vor allem jüngere und weibliche, Anteile von Hausbesuchstätigkeiten an ihre MFAs (27). Der genderspezifische Einfluss wurde bisher noch nicht in anderen Studien analysiert. Die Studie von Snijder et al. zeigte einen Einfluss des Geschlechts und Alters der Patienten auf die Hausbesuchshäufigkeit: Hausbesuche wurden eher bei älteren Frauen realisiert. In der Studie wurden jedoch die Charakteristika der Hausärzte nicht berücksichtigt (28). Dass Hausärztinnen im Vergleich zu Hausärzten fast zweimal mehr Hausbesuche delegieren (OR = 1,7), könnte durch eine Genderübereinstimmung erklärt werden. Es ist zu vermuten, dass Hausärztinnen es sich eher zutrauen, fachliche und soziale Kompetenzen ihrer Medizinischen Fachangestellten einzuschätzen als Hausärzte. Das würde eine Delegierung Frau-zu-Frau wahrscheinlicher machen als die von Mann-zu-Frau. Eine weitere Erklärung dieses Sachverhalts wäre in der tradierten Einstellung männlicher Ärzte zu finden, nur selbst in der Lage zu sein, Hausbesuche durchzuführen.

Mit der zunehmenden medizinischen Unterversorgung in ländlichen Regionen und der höheren Arbeitslast der verbleibenden Ärzte steigt der Druck nach Veränderung und der Blick auf internationale Lösungswege weitet sich: Beispielsweise wurde in den 1960er-Jahren in den USA das Modell der „Physician assistants“ (PAs) entwickelt, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken: PAs erhalten eine dreijährige medizinische Grundausbildung einschließlich klinischer Tätigkeit unter Supervision. Sie endet mit einer standardisierten Prüfung. Die Tätigkeit schreibt eine Qualitätssicherung durch regelmäßige Fortbildung vor. PAs erbringen ihre Tätigkeit, die unter anderem auch Hausbesuche beinhaltet, unter Aufsicht eines Arztes (29).

Dieses Modell zur Einführung von selbstständigen klinisch tätigen Physician Assistants wurde debattiert, adaptiert oder umbenannt und unter anderem in England (30–33), Schottland (34), den Niederlanden, Kanada, Australien (35), Taiwan, Japan und Neuseeland eingeführt. Berichte aus diesen Ländern befürworten die Delegierung ärztlicher Leistungen insbesondere in ländlichen Gebieten (36) einschließlich der Hausbesuche. Auch in Australien und Neuseeland wurde der Einsatz von Medical Assistants/Nurses als eine Möglichkeit gesehen, den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung auf dem Lande herzustellen (4).

Inzwischen wird gleichermaßen in Deutschland die Einführung von Community Medicine Nurses in die Regelversorgung diskutiert. Allerdings ist bis zum heutigen Zeitpunkt dieses „Task Shifting“, laut Festlegung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (GBA, Sommer 2011), ausschließlich für unterversorgte Regionen im Rahmen von Modellprojekten möglich (37).

Seit April 2009 wurde eine Abrechnungspauschale im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für die Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine qualifizierte Medizinische Fachangestellte festgelegt. Sie kann aber ausschließlich von Hausärzten, die in unterversorgten Gebieten niedergelassen sind, und darüber hinaus nur bei bestimmten Patienten abgerechnet werden (38).

Limitationen

Der Fragebogen wurde von einer kleinen Anzahl Berliner Hausärzte validiert. Die Möglichkeit von Verzerrungen ist zu berücksichtigen. Obwohl die Umfrage auf der Grundlage einer vollständigen und tagesaktuellen KV-Liste realisiert wurde, ist ein Selektionsbias nicht vollkommen auszuschließen. Auch ein Selbst-Selektionsbias der „Extrem-Befürworter“ oder „Extrem-Skeptiker“ könnte vorliegen. Verzerrungen durch eine soziale Erwünschtheit, der sogenannten „social desirability bias“ sind bei anonym auszufüllenden postalischen Umfragen nicht zu erwarten, jedoch möglich. Die Übertragbarkeit in andere Regionen Deutschlands ist auf der Grundlage der vorgenommenen Untersuchung nicht herstellbar.

Schlussfolgerungen

Die Akzeptanz der Delegierung ist vor allem bei jüngeren Hausärzten hoch. Empfundene Mehrwerte und Barrieren im Rahmen prognostischer Meinungsumfragen sollten daher bei der Entwicklung zukünftiger arztentlastender Versorgungskonzepte stärker berücksichtigt werden, um die Attraktivität der strukturschwachen Regionen für den Nachwuchs zu erhöhen. Zukünftig könnten komplexe populationsbezogene sektorenübergreifende Versorgungsnetze entsprechend der regionalen Erfordernisse mögliche Lösungswege darstellen.

Bildnachweis
Die Grafiken 1 bis 4 mit freundlicher Genehmigung von Oxford University Press. Erschienen in Dini L, et al.: German GP’s willingness to expand roles of physician assistants: a regional survey of perceptions and informal practices influencing uptake of health reforms in primary health care. Family Practice 2012; 29: 448–54.

Danksagung
Die Autoren danken den Hausärzten MVs für die Teilnahme an der Befragung, auch der KBV und der KV MV für die Förderung des Forschungsprojektes „Evaluation des AGnES-Projekts in Mecklenburg-Vorpommern“.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 23. 3. 2012, revidierte Fassung angenommen: 21. 8. 2012

Anschrift für die Verfasser
Lorena Dini, MScIH
Charité Universitätsmedizin Berlin
Institut für Allgemeinmedizin Charité Universitätsmedizin, 10117 Berlin
lorena.dini@charite.de

Zitierweise
Dini L, Sarganas G, Heintze C, Braun V: Home visit delegation in primary care—acceptability to general practitioners in the state of Mecklenburg–Western Pomerania, Germany.
Dtsch Arztebl Int 2012; 109(46): 795–801. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0795

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Institut für Allgemeinmedizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin: MScIH Dini, Dr. med. Heintze,
Prof. Dr. med. Braun
Berlin School of Public Health, Charité-Universitätsmedizin Berlin: MScIH Sarganas
Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Grafik 1
Mehrwert der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Grafik 2
Barrieren zur Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten an eine AGnES-Schwester. Modifiziert nach (27). AGnES, Arztentlastende gemeindenahe E-Health- gestützte Systemische Intervention
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Grafik 3
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, organisatorische Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Grafik 4
Bevorzugtes Profil einer Medizinischen Fachangestellten, die Hausbesuche realisiert, präventive Fähigkeiten. Modifiziert nach (27)
Responder Charakteristika
Responder Charakteristika
Tabelle 1
Responder Charakteristika
Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
Tabelle 2
Odds Ratio der Akzeptanz der Delegierung von Hausbesuchstätigkeiten, logistische Regression Skeptiker (0) versus Befürworter (1)
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