ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2012Frühe Hilfen: 177 Millionen Euro für den Kinderschutz

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Frühe Hilfen: 177 Millionen Euro für den Kinderschutz

Dtsch Arztebl 2012; 109(46): A-2276 / B-1855 / C-1819

Bühring, Petra

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Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder will mit dem Geld vor allem den Einsatz von Familienhebammen fördern. Foto: dpa
Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder will mit dem Geld vor allem den Einsatz von Familienhebammen fördern. Foto: dpa

„Jedes Kind hat das Recht auf eine faire Chance“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder zum Start der Bundesinitiative Frühe Hilfen Anfang November in Berlin. Ziel der Initiative von Bund und Ländern ist es, den Aufbau von Frühen Hilfen zum Schutz von Kindern vor Misshandlung und Vernachlässigung voranzutreiben. Schätzungen zufolge leben zehn bis 15 Prozent der Kinder in Deutschland in schwierigen familiären Verhältnissen. Dafür stellt das Bundesfamilienministerium für die nächsten drei Jahre 177 Millionen Euro zur Verfügung. Danach soll dauerhaft ein Fonds eingerichtet werden, für den der Bund jährlich 51 Millionen Euro bereitstellt.

Mit dem Geld soll der Einsatz von Familienhebammen in belasteten Familien gefördert werden, die als Lotsen zu den Hilfsnetzwerken fungieren. Wie die Vorsitzende des Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk, berichtete, sind inzwischen bundesweit etwa 1 500 Familienhebammen qualifiziert. Außerdem sollen Projekte gefördert werden, in denen ehrenamtliche Helfer Familien bei der Alltagsbewältigung unterstützen.

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Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) begleitet die Bundesinitiative als Kompetenzzentrum und Koordinierungsstelle des Bundes. Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Deutsche Jugendinstitut. pb

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