ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2012Deutscher Zahnärztetag 2012: Zahnärzte für duales Versicherungssystem

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Deutscher Zahnärztetag 2012: Zahnärzte für duales Versicherungssystem

Dtsch Arztebl 2012; 109(46): A-2274 / B-1854 / C-1818

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Vor einer „staatlichen Bevormundungsmedizin“ hat der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter Engel, anlässlich des Deutschen Zahnärztetages gewarnt und den Erhalt des dualen Versicherungssystems gefordert. „Jeder Bürger hat eine hochwertige zahnmedizinische Versorgung auf aktuellem wissenschaftlichem Stand verdient“, erklärte Engel am 9. November in Frankfurt am Main. Die im Vorwahlkampf wieder aufkeimende Idee einer Bürger- oder Einheitsversicherung, die das bestehende System aus privater und gesetzlicher Kran­ken­ver­siche­rung ablösen solle, stelle nur scheinbar eine Alternative dar. Die Folgen wären eine Einschränkung der ärztlichen Therapiefreiheit und eine Reduktion der Leistungen auf das Nötigste. „Die Bundeszahnärztekammer fordert Gesundheitspolitik und Kassen daher auf, gemeinsam das duale Versicherungssystem zukunftsfest zu machen und so mit all seinen Vorteilen zu erhalten“, sagte Engel.

„Agenda Mundgesundheit“: Die Zahnärzte wollen ihre Präventionsstrategie auf alle Lebensphasen ausdehnen. Foto: picture alliance
„Agenda Mundgesundheit“: Die Zahnärzte wollen ihre Präventionsstrategie auf alle Lebensphasen ausdehnen. Foto: picture alliance

Mit der „Agenda Mundgesundheit“ hatte am Vortag die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bei ihrer Ver­tre­ter­ver­samm­lung Versorgungsziele für die nächsten Jahre definiert. „Wir haben die Vision, dass die Menschen in Deutschland auch bei steigender Lebenserwartung und erhöhtem individuellem Erkrankungsrisiko ihre natürlichen Zähne bis ans Lebensende gesund erhalten können“, sagte deren Vorstandsvorsitzender, Dr. Jürgen Fedderwitz. „Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, müssen wir unsere Präventionsstrategie, die bei Kindern und Jugendlichen so erfolgreich war, auf alle Lebensphasen ausdehnen.“ EB

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