ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2012Leistungsansprüche von chronisch Kranken, Multimorbiden und Häufignutzern

MEDIZIN: Originalarbeit

Leistungsansprüche von chronisch Kranken, Multimorbiden und Häufignutzern

Sekundäranalyse von Routinedaten aus Hausarztpraxen, der Jahre 1996 bis 2006

Health service use among patients with chronic or multiple illnesses, and frequent attenders—secondary analysis of routine primary care data from 1996 to 2006

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(47): 814-20; DOI: 10.3238/arztebl.2012.0814

Hauswaldt, Johannes; Hummers-Pradier, Eva; Junius-Walker, Ulrike

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Hintergrund: Es fehlen longitudinale Daten zu Patienten, die Hausärzte in Anspruch nehmen. Besonders zu speziellen Gruppen wie chronisch kranken und multimorbiden Patienten, aber auch zu Erkrankten, die ihre Hausärzte besonders häufig aufsuchen, liegen kaum Daten vor.

Methode: Anonymisierte Routinedaten der Jahre 1996 bis 2006 von 305 896 Patienten aus 155 Hausarztpraxen wurden mittels deskriptiver Statistik, Korrelation und multipler logistischer Regression analysiert.

Ergebnisse: Im Durchschnitt besuchte jeder Patient den Hausarzt rund sieben Mal im Jahr – ein Wert, der über den Beobachtungszeitraum hinweg konstant blieb. Ein häufiger Kontakt mit Ärzten (24 Kontakte/Jahr) war nicht eng mit dem Vorliegen chronischer oder mehrerer Erkrankungen assoziiert (r = 0,19 und 0,24), dafür jedoch mit besonders aufwendigen ärztlichen Leistungen wie etwa einer eingehenden Beratung (adjustierte Odds Ratio [OR]: 5,8) und Hausbesuchen (OR: 3,5). Chronisch Kranke nahmen weniger ärztliche Leistungen in Anspruch als erwartet. Hausarztkontakte (inklusive der Anzahl besonders häufiger Kontakte), Chronizität, Multimorbidität und ärztliche Leistungen nahmen mit dem Patientenalter zu.

Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zur Gruppe aller niedergelassenen Ärzte bleibt die Zahl der Patientenkontakte für Hausärzte konstant. Eine besonders problematische Gruppe von Patienten scheinen die Häufignutzer ambulanter Gesundheitsversorgung zu sein, deren Bedürfnisse sich nicht im chronischen Charakter oder der Vielzahl ihrer Erkrankungen widerspiegeln. Chronizität prädiziert dagegen keine besondere Inanspruchnahme.

Patienten in Deutschland suchen niedergelassene Ärzte zunehmend häufig auf (1, 2). Gegenwärtig wird von „18 Arztbesuchen jährlich“ (3) gesprochen. Aus 27 Ländern der OECD (= Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) werden im Durchschnitt 6,8 Arztkonsultationen je Einwohner (2007) berichtet (1). Es fehlen Angaben darüber,

  • ob die ambulante Inanspruchnahme von Hausärzten allein zunimmt
  • ob Alterseffekte dabei eine Rolle spielen
  • ob häufige, gar zunehmende Arztkontakte ein generelles Phänomen sind oder vor allem bei bestimmten Gruppen von Patienten beobachtet werden.

Dies mag an unzureichend konsentierten Abgrenzungen von chronisch Kranken, Multimorbiden, Häufignutzern ambulanter Gesundheitsversorgung sowie von älteren und sehr alten Menschen liegen, aber auch daran, dass es aufwendig ist, hausärztliche Originaldaten zu gewinnen und für Analysen aufzubereiten.

Eine Stichprobe von Betreuungs- und Abrechnungsdaten aus Arztpraxis-Informationssystemen (AIS) wurde von 1996 bis 2006 untersucht auf

  • die Häufigkeit von Arzt-Patient-Kontakten
  • Patienteneigenschaften und besondere Patientengruppen und
  • angeforderte hausärztliche Leistungen.

Methode

Die retrospektive Studie untersuchte jährliche Querschnittsergebnisse über einen Zeitraum von elf Jahren hinweg. Ausgangsdaten waren anonymisierte Routinedaten, die aus 155 hausärztlichen Praxen – darunter freiwillig teilnehmende akademische Lehrpraxen der Universität Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover sowie eines Freiburger Praxisnetzes – von insgesamt 472 775 Patienten in Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg erhoben wurden.

Aus dem elektronischen Arztpraxisinformationssystem (AIS) jeder Praxis wurden über die obligate Behandlungsdatentransfer(BDT)-Schnittstelle Primärdaten aus hausärztlicher Betreuung einzeitig extrahiert, vor Ort pseudonymisiert und zum datenhaltenden Institut übertragen. Die Art der Datengewinnung und Grundlegendes zur Datenaufbereitung wurden bereits an anderer Stelle beschrieben (46). Eine interne Datenvalidierung erfolgte entsprechend der Leitlinie „Gute Praxis Sekundärdatenanalyse GPS“ (7). Untersucht wurde der Zeitraum vom 1. Januar 1996 (Start des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs 1996) bis 31. Dezember 2006 (letzte ganzjährige Erhebung in der Stichprobe).

Ein Arzt-Patient-Kontakt (APK) an einem Leistungsdatum wurde dann angenommen, wenn mindestens eine Gebührenordnungsziffer gefunden wurde, die einen persönlichen Arzt-Patient-Kontakt zwingend voraussetzt. Dabei waren die Gebührenordnung für Ärzte, der Einheitliche Bewertungsmaßstab ab 1996 für Patienten der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sowie ab 1. April 2005 der Einheitliche Bewertungsmaßstab 2000plus zu berücksichtigen. Eine ICD-Diagnose wurde bei einem Patienten als „schwerwiegend“ gekennzeichnet, wenn sie eine der 80 Krankheiten des Risiko­struk­tur­aus­gleiches, Ausgleichsjahr 2009, anzeigte.

Besondere Patientengruppen

Für den Status „Chroniker“ wurden jahresweise zwei Definitionen zugrunde gelegt:

  • Als „Chroniker G-BA“ wurde in Anlehnung an die sogenannte „Chroniker-Richtlinie“ des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) (8) ein Patient bezeichnet mit mindestens einer Quartalsdiagnose, die identisch im Indexquartal und den drei unmittelbar vorangehenden Quartalen sowie zusätzlich eine anzeigende Krankheit im Risiko­struk­tur­aus­gleich, also „schwerwiegend“, ist.
  • Als „Chroniker M2Q“ wurde ein Patient benannt mit mindestens einer identischen ICD-Diagnose in mindestens zwei Quartalen eines Kalenderjahres. Dies entspricht dem „M2Q-Kriterium“ im morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleich (9, 10).
  • Als „Multimorbider“ wurde ein Patient angesehen, bei dem ICD-Diagnosen gefunden wurden, die innerhalb eines Jahres aus mindestens fünf unterschiedlichen ICD-Kapiteln stammten. Diese Abgrenzung führt zu einem ähnlich hohen prozentualen Anteil an der Gesamtstichprobe wie die anderen Definitionen besonderer Patientengruppen.
  • „Häufignutzer“ wurden jene annähernd 5 % aller Patienten (95er Perzentile) genannt, die mindestens 24 APK im Jahr aufwiesen.

Die Chance eines Patienten, zu einer dieser vier besonderen Patientengruppen (Chroniker nach zwei Definitionen, Multimorbider oder Häufignutzer) zu gehören, wurde aus den Variablen Patientengeschlecht und -alter gemeinsam mittels multivariater logistischer Regression bestimmt. Die gleichzeitige Zugehörigkeit eines Patienten zu jeweils zwei der vier Patientengruppen wurde durch Bestimmung der Korrelation, auch nichtparametrisch, untersucht.

Persönliche Leistungen des Hausarztes wurden aus Gebührenordnungsziffern identifiziert und in vier Leistungsgruppen zusammengefasst:

  • eingehende Beratung
  • umfassende Untersuchung
  • Hausbesuch
  • notfallbedingte Betreuung.

Wurde bei einem Patienten im Jahr mindestens eine anzeigende Gebührenordnungsposition gefunden, galt die Leistungsgruppe als erbracht. Die Chancen, Leistungen aus einer dieser vier Leistungsgruppen zu beanspruchen, wurden mittels multivariater logistischer Regression aus Patientengeschlecht und -alter sowie bivariat aus je einer der vier Patientengruppen berechnet.

Diese Berechnung ergab sechs Patienteneigenschaften (Geschlecht, fünf Altersgruppen), vier Patientengruppen und vier Leistungsgruppen – also 14 dichotom ausgeprägte Variablen, deren Zusammenhänge mittels logistischer Regression untersucht wurden. Als Effektgrößen wurden die Odds Ratios berechnet und sowohl direkt als auch für den Einfluss der übrigen Variablen adjustiert dargestellt.

Pearsons und nichtparametrische (Kendalls tau-b) Korrelationen sowie Odds Ratios wurden mit einem zweiseitigen Konfidenzintervall von 99 % berechnet. Alle Berechnungen wurden mit SPSS 19 oder STATA 12.1 durchgeführt.

Ethikvoten der Universität Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover zu diesen Untersuchungen hausärztlicher Routinedaten liegen vor.

Ergebnisse

Die gewonnenen Daten aus 548 812 Patientenjahren, von 305 896 Patienten mit insgesamt über 3,9 Millionen Arzt-Patient-Kontakten in 118 Hausarztpraxen, erfüllten die methodischen Voraussetzungen für eine sekundäre Datenanalyse von 1996 bis 2006.

Die relative Anzahl der Arzt-Patient-Kontakte (APK), gemittelt aus der Anzahl APK durch die Anzahl Patienten je Leistungsjahr, nahm mit steigendem Lebensalter deutlich zu (Grafik 1).

Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen
Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen
Grafik 1
Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen

Die Jahreskontaktraten in der vorliegenden Stichprobe insgesamt bewegten sich während der elf Jahre zwischen 6,8 und 7,8 APK. Das Mittel der Stichprobe belief sich auf 7,3 APK jährlich pro Patient. Die lineare Regression dieser Jahreskontaktraten von 1996 bis 2006 ergab einen Beta-Koeffizienten (Steigung) mit negativem Vorzeichen, was abfallenden Kontaktraten im Beobachtungszeitraum entspricht.

Zu den älteren (65 bis 79 Jahre) oder sehr alten (80 Jahre und älter) Patienten gehörten in der vorliegenden Stichprobe 14,4 % beziehungsweise 6,6 % aller Patienten. Jahresweise lag der Anteil der Chroniker G-BA zwischen 2,2 % bis 8,6 %, der Anteil der Chroniker M2Q zwischen 23,0 % bis 32,0 % und der Anteil der Multimorbiden zwischen 13,2 % bis 16,7 %. Der Anteil der Häufignutzer variierte von 1996 bis 2006 nur mäßig zwischen 5,0 % bis 7,7 % aller Praxisbesucher.

Ein höheres Lebensalter lässt höhere Anteile der vier besonderen Nutzergruppen unter allen Patienten erwarten, wie die gemeinsame Modellierung mittels multivariater logistischer Regression aus Geschlecht und Altersgruppen zeigt (Tabelle 1). Dies traf vor allem für die Chroniker G-BA und die Häufignutzer zu, weniger für die Multimorbiden und kaum für die Chroniker M2Q. Wurde dabei eine Signifikanz im geforderten 99-%-Konfidenzintervall nicht erreicht, wurden die Effektgrößen hier wie in den folgenden Darstellungen entsprechend gekennzeichnet.

Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen
Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen
Tabelle 1
Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen

Die Zugehörigkeiten zu den vier besonderen Patientengruppen korrelierten paarweise nur gering- bis mäßiggradig (Tabelle 2), die verschiedenen Nutzergruppen sind also untereinander ausreichend gut abgegrenzt. Nichtparametrische Korrelationen (Kendall tau-b), berechnet aus 109 262 (20 %) zufallsausgewählten Datenfällen der Stichprobe, unterschieden sich nicht von den entsprechenden Werten in Tabelle 2. Alle Werte befanden sich im 99-%-Konfidenzintervall.

Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)
Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)
Tabelle 2
Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)

Leistungsanspruch

Die Leistungsansprüche von Patienten waren wenig vom Geschlecht, dagegen zum Teil deutlich vom Alter bestimmt, wie die gemeinsame Modellierung mittels multivariater logistischer Regression zeigt (Tabelle 3).

Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen
Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen
Tabelle 3
Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen

Dabei hatte die Zugehörigkeit zu je einer besonderen Patientengruppe (Chroniker nach zwei Definitionen, Multimorbider oder Häufignutzer), bivariat und auch adjustiert dargestellt, unterschiedliches Gewicht (Tabelle 4).

Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Tabelle 4
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen

Inwieweit die Nachfrage von hausärztlichen Leistungen mit der Zugehörigkeit zu einer besonderen Patientengruppe zusammenhängt, zeigt auch die grafische Darstellung der adjustierten Odds Ratios aus Tabelle 4 (Grafik 2).

Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Grafik 2
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen

Die Chance, dass mindestens eine eingehende Beratung, ein Hausbesuch oder eine notfallbedingte Betreuung im Jahr beansprucht wurde, war bei Häufignutzern deutlich höher als bei Chronikern oder Multimorbiden.

Insgesamt fällt auf, dass der Status als „chronisch Kranker“ kaum einen erhöhten Leistungsbedarf an Hausbesuchen oder umfassenden Untersuchungen determinierte. Eine notfallbedingte Betreuung beanspruchten chronisch Kranke sogar deutlich seltener als Nicht-Chroniker. Beide Chroniker-Definitionen (G-BA und M2Q) beeinflussten die Modellierungen jeweils wenig und unterschieden sich auch kaum untereinander hinsichtlich des zu erwartenden Leistungsbedarfs (Grafik 2). Dagegen nahmen Häufignutzer die Hausarztpraxis nicht nur definitionsgemäß zeitlich besonders lange in Anspruch, sie hatten generell auch einen sehr hohen Bedarf an persönlichen Leistungen des Hausarztes. Hohes Patientenalter schließlich lässt zeitaufwendige Hausbesuche und eine nicht planbare notfallbedingte Beanspruchung auch außerhalb der regulären Praxiszeit erwarten.

Diskussion

Die Anzahl persönlicher Arzt-Patient-Kontakte pro Leistungsjahr, extrahiert aus hausärztlichen Routinedaten, blieb von 1996 bis 2006 annähernd gleich und betrug in dieser deutschen Stichprobe im Mittel 7,3 Kontakte pro Patientenjahr. Zwischen den Altersgruppen allerdings waren die Arzt-Patient-Kontaktraten sehr unterschiedlich: Sie nahmen, über elf Jahre hinweg ohne Unterschied, mit zunehmendem Alter deutlich zu.

Der Anteil der Häufignutzer an der Gesamtheit aller Patienten blieb über elf Beobachtungsjahre annähernd gleich. Mit steigendem Lebensalter nahm der Anteil der Häufignutzer an allen Patienten einer Altersgruppe deutlich zu. Häufignutzer beanspruchten weit mehr hausärztliche Leistungen als etwa chronisch Kranke oder Multimorbide.

Systematisch und longitudinal erhobene Daten über die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Arztkonsultationen im Rahmen der ambulanten Versorgung sind für Deutschland nur vereinzelt zu finden.

Die Untersuchungen des ISEG-Instituts, jährlich veröffentlicht als Barmer-GEK-Arztreport (3), setzen die Abrechnung einer ärztlichen Leistung vereinfacht einem „Arztkontakt“ gleich. Hier wurden Versicherte einer einzigen Gesetzlichen Krankenkasse im Jahr „2008 mit einem Anteil von gut 2 % an der bundesdeutschen Bevölkerung“ und somit insbesondere nicht Privatversicherte erfasst. Auch wird die primäre (hausärztliche) nicht von der spezialisierten ambulanten Versorgung getrennt. Nach diesem Report stieg der jährliche Mittelwert aller ambulanten Arztkontakte pro Kopf der Bevölkerung von 16,4 (2004) auf 17,7 (2007) und wird für 2008 auf 18,1 Arztkontakte geschätzt.

Für die hausärztliche Versorgung allein ermittelte die vorliegende Untersuchung, ohne sicheren Trend oder eine erkennbare Zunahme, durchschnittlich 7,3 Arztkontakte je Praxisbesucher jährlich, die von 1996 bis 2006 zwischen 6,8 und 7,8 Arztkontakten variierten. Beide Schätzungen – des Barmer-GEK-Reports und der vorliegenden Arbeit – gemeinsam lassen vermuten, dass etwa die Hälfte aller ambulanten Arztkontakte bei Hausärzten stattfand. Unterschiede der Trends – Zunahme der Kontaktrate bei allen niedergelassenen Ärzten, gleichbleibende Jahreskontaktzahl bei den Hausärzten allein –, wenn sie nicht durch systematische Unterschiede in der Stichprobenauswahl begründet sind, lassen annehmen, dass eine Zunahme ambulanter Arztkontakte vor allem durch eine steigende Inanspruchnahme der spezialisierten Niedergelassenen zustande kam.

Auch die Autoren der vorliegenden Arbeit fanden eine eindrucksvolle Zunahme der jährlichen Arztkontakte mit steigendem Lebensalter und insbesondere für sehr alte Patienten. Frauen waren häufiger beim Hausarzt, der geschlechtsbezogene Unterschied war jedoch gering und unterschied sich damit von den Ergebnissen von Grobe et al. (3).

Im internationalen Vergleich lagen in Deutschland die Anzahl aller ambulanten Arztkontakte und die Kontaktrate zu Hausärzten pro Jahr sehr hoch. Die vergleichenden Angaben der OECD für 2007 (1) waren für Deutschland systematisch unzutreffend und zu niedrig angegeben, wie auch im Barmer-GEK-Arztreport (3) richtig begründet wurde. In den USA lag die Jahreskontaktzahl zu ambulanten Primärversorgern – hier waren Arztpraxen, Krankenhausambulanzen und Notfallabteilungen gemeint − insgesamt erheblich niedriger: 2006 bei 3,8 und 2007 bei 4,1 Kontakten je Patient (11).

Häufignutzer

Die Bezeichnung „Häufignutzer“ als Kenngröße für Nutzer ambulanter Gesundheitsversorgung wird nicht einheitlich angewandt (1215), unter anderem weil diese Patientenuntergruppe heterogen zusammengesetzt ist. Die hier zugrunde gelegte Definition der „Häufignutzer“, nämlich mindestens 24 Kontakte eines Patienten mit seinem Hausarzt im Leistungsjahr, war pragmatisch begründet als 95er-Perzentile aller Jahreskontaktzahlen in der untersuchten Stichprobe. Angesichts ihrer bekanntermaßen umfangreichen Inanspruchnahme der Primärversorgung und ihres besonderen Bedarfs an Zuwendung seitens der Praxismitarbeiter (12, 16, 17) ist es sinnvoll, Häufignutzer zu erkennen und separat zu betrachten. Häufignutzer unterschieden sich in der vorliegenden Untersuchung bezüglich ihrer häufigen Diagnosen und Beratungsanlässe (hier nicht dargestellt) deutlich von anderen Patienten. Dieser Unterschied wurde in anderen Studien nicht gefunden (17). Möglicherweise sind die vielfältigen Beschwerde- und Krankheitsbezeichnungen dieser Patienten einerseits ein Ausdruck dafür, wie schwer die Häufignutzer nach üblichen Kategorien und medizinischen Diagnosen zu fassen sind, und andererseits sind sie eventuell ein Auslöser für den vermehrten Leistungsbedarf.

Die Patientengruppe der Häufignutzer war längsschnittlich nur in geringem Ausmaß deckungsgleich mit anderen Abgrenzungen in derselben Stichprobe, etwa mit chronisch Kranken oder Multimorbiden. Auch aus diesem Grund erfordert der hohe Leistungsanspruch des Häufignutzers – insbesondere nach eingehenden Beratungen, Hausbesuchen, notfallbedingter Betreuung und (hier nicht dargestellt) nach technisch-diagnostischen Leistungen – ein spezifisches hausärztliches Vorgehen, um ihm angemessen zu begegnen.

Auf Häufignutzer zielende Programme zur Verringerung der Inanspruchnahme waren auf Patientenebene wenig erfolgreich, insbesondere solche mit kürzerer Laufzeit (18), auf Arztebene versprechen solche Programme mehr Erfolg (19). Es könnte ein Ausdruck höherer Professionalität sein, wenn alle Mitarbeiter in Hausarztpraxen den Einsatz unangebrachter Leistungen bei Häufignutzern verringern. Dies entspricht auch den Empfehlungen der U.S.-amerikanischen „Good Stewardship Working Group“ und ihrer Folgerung „Less is more“ (20), um ärztliche Professionalität als wesentliche Grundlage für die Medizin in unserer Gesellschaft zu erreichen (21).

Andere Patientengruppen

Chronisch Kranke in der vorliegenden Stichprobe benötigten weniger notfallbedingte Betreuung im Jahr als die übrigen Patienten. Unterschiedliche Definitionen, hier nach der sogenannten „Chroniker-Richtlinie“ des G-BA oder dem „M2Q-Kriterium“ aus den Grundlagen des morbiditätsorientierten Risiko­struk­tur­aus­gleichs, grenzten in hausärztlichen Routinedaten erwartungsgemäß deutlich ungleich große Teilmengen der Patienten als chronisch krank ab. Bezüglich der beanspruchten Leistungen, also der eingesetzten Ressourcen auf hausärztlicher Versorgungsebene, wirkten sich diese Definitionsunterschiede jedoch allenfalls marginal aus. Ein besonderer Ressourcenverbrauch seitens chronisch Kranker konnte zumindest auf hausärztlicher Versorgungsebene mit diesen Abgrenzungen nicht festgestellt werden. Möglicherweise greift ein Verständnis vom chronisch Kranken, das allein auf Krankheitsdiagnosen gründet (22), zu kurz. Vielmehr müssten zusätzliche Dimensionen gefunden werden, die Funktionen und Teilhabefähigkeit berücksichtigen und auch die Beurteilung aus Patientensicht einschließen (22, 23).

Die Gruppe der Multimorbiden lag bezüglich der veranlassten hausärztlichen Leistungen zwischen den anderen Patientengruppen. Sie wurden mehrheitlich eingehend beraten.

Ältere und, in einem noch höheren Maße, sehr alte Patienten mussten von Hausärzten weit häufiger zu Hause besucht und auch notfallbedingt betreut werden als die übrigen Altersgruppen. Für umfassende Untersuchungen eines Patienten ließen sich die Unterschiede zwischen den Altersgruppen jedoch nicht feststellen.

Limitierungen der Untersuchung

Die untersuchte Stichprobe hausärztlicher Praxen mit ihren Routinedaten war eine Freiwilligen-Stichprobe mit jahresweise unterschiedlichen Patientenzahlen, sie unterlag insofern vermutlich einem Auswahlbias. Die Qualität der Primärdaten, die für einen anderen Zweck als den der Versorgungsforschung erhoben wurden, war zwischen den Praxen inhomogen in Bezug auf die Vollständigkeit. Hinsichtlich der auf Leistungsabrechnungen basierenden Ergebnisse konnten Vollständigkeit der Angaben und eine gute Übereinstimmung der primären Stichprobendaten mit Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung festgestellt werden (24).

Im EBM 2000plus (EBM = Einheitlicher Bewertungsmaßstab) wurden hausärztliche Leistungsziffern für eingehende Beratung oder für umfassende Untersuchung nicht mehr definiert, für Gesetzlich Krankenversicherte konnten demnach zu diesen beiden persönlichen Leistungen des Hausarztes nach dem 1. April 2005 keine Aussagen mehr getroffen werden.

Die vorliegende Einteilung in Altersgruppen folgte pragmatischen Erwägungen: In den untersuchten Aspekten unterschieden sich Jugendliche von jungen Erwachsenen nicht wesentlich, sie wurden daher zusammengefasst. Die Gruppe der Über-80-Jährigen hingegen war absolut gesehen klein.

Fazit

Ein hoher Leistungsanspruch und Ressourcenverbrauch beim Hausarzt ließen sich nach den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung nicht so sehr für die chronisch Kranken oder die Multimorbiden, sondern vielmehr für die Häufignutzer sowie die alten und die sehr alten Patienten nachweisen. Der Leistungsbedarf wird aufgrund des demografischen Wandels weiter zunehmen (23, 25). Insbesondere sind mehr zeitaufwendige und schlecht planbare Hausbesuche und Notfallbetreuungen zu erwarten. Es gilt, dafür eine effiziente, patientenzentrierte und qualitativ hochwertige Versorgung aufzubauen. Erste Ansätze könnten Hausbesuche durch speziell geschulte Assistenzberufe und case-management-Modelle für die älteren Patientengruppen mit ausreichend Raum für „sprechende Medizin“ und Beratung sein.

Danksagung

Die Autoren danken Prof. Wolfgang Himmel, Göttingen, für die kritische Durchsicht des Manuskripts.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 12. 1. 2012, revidierte Fassung angenommen: 20. 7. 2012

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Johannes Hauswaldt, MPH
Abteilung Allgemeinmedizin
Georg-August-Universität
Humboldtallee 38
37073 Göttingen
Johannes.Hauswaldt@med.uni-goettingen.de

Zitierweise
Hauswaldt J, Hummers-Pradier E, Junius-Walker U: Health service use among patients with chronic or multiple illnesses, and frequent attenders—secondary analysis of routine primary care data from 1996 to 2006. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(47): 814–20. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0814

@The English version of this article is available online:
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Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen
Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen
Grafik 1
Mittlere Jahreskontaktraten, nach Altersgruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
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Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen
Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen
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Regression Patientengruppen aus Geschlecht und Altersgruppen
Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)
Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)
Tabelle 2
Korrelationen der Zugehörigkeit zu Patientengruppen (Pearsons Korrelationskoeffizienten)
Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen
Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen
Tabelle 3
Regression Leistungsgruppe aus Geschlecht und Altersgruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
Tabelle 4
Regression Leistungsgruppen aus Patientengruppen
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  • Fehlerhafte Methode im Studiendesign
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(14): 254; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0254a
    Bogusch, Kirsten
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(14): 254; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0254b
    Hauswaldt, Johannes; Hummers-Pradier, Eva; Junius-Walker, Ulrike

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