ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2012Online-Arztpraxis: Virtuelle Sprechstunde per Video-Chat

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Online-Arztpraxis: Virtuelle Sprechstunde per Video-Chat

Dtsch Arztebl 2012; 109(47): [70]

Krüger-Brand, Heike E.

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Das umstrittene ärztliche OnlinePortal DrEd bietet neben der Konsultation per E-Mail und Telefon jetzt auch den virtuellen Arztbesuch per Video-Chat an. Patienten benötigen hierfür ein internetfähiges Gerät (PC, Smartphone oder Tablet) und eine Internetverbindung. Arzt und Patient könnten sich sehen und hören wie in einer normalen Arztpraxis, werben die Betreiber des Portals. Der Arzt von DrEd könne so mit den Patienten vertrauensvoll kommunizieren, sie kompetent beraten und, wenn möglich, behandeln. Stelle der Arzt im Rahmen der Video-Sprechstunde ein Rezept aus, könne dieses in allen deutschen Versand- sowie in lokalen Apotheken eingelöst werden. Die Datenübertragung erfolgt dem Unternehmen zufolge verschlüsselt, so dass die Vertraulichkeit des Arzt-Patienten-Gesprächs gewährleistet ist.

www.dred.com
www.dred.com

„Das persönliche Gespräch und der Blickkontakt helfen Patienten, Hemmungen vor der modernen Telemedizin abzubauen, und schaffen Vertrauen in diese neue Form des Arztbesuchs“, meint David Meinertz, Gründer und Geschäftsführer von DrEd. Seit dem Start des Portals im November 2011 haben nach Angaben des Unternehmens mehr als 15 000 Patienten die virtuelle Arztpraxis besucht. Das Portal wendet sich vor allem an Patienten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien. Da in Deutschland die Fernbehandlung verboten ist, operiert das Unternehmen von London aus. Ärzte hierzulande beurteilen das Angebot sehr kritisch und lehnen eine Diagnosestellung und Behandlung allein über das Internet ab. KBr

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