ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2012Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen: Smartphone-App für die ärztliche Fortbildung

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Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen: Smartphone-App für die ärztliche Fortbildung

Dtsch Arztebl 2012; 109(47): A-2368 / B-1930 / C-1892

Friedl, Thomas

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Fortbildung komplett digital: Mit der „FoBi@PP“ kann der Leiter der Fortbildung die einheitlichen Fortbildungsnummern der Teilnehmer einscannen und an den elektronischen Informationsverteiler übermitteln.

Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen hat mit „FoBi@PP“ eine Smartphone-Applikation für die ärztliche Fortbildung entwickelt, die das „Einsammeln“ der einheitlichen Fortbildungsnummer (EFN) von Teilnehmern wesentlich erleichtert. Die Nummern werden mit dem Smartphone eingescannt, gesammelt und sofort dem einheitlichen Informationsverteiler elektronisch zur Verfügung gestellt. Dieser übermittelt die Daten dann auf die Fortbildungspunktekonten der Teilnehmer.

Derzeit ist die App für das iPhone von Apple verfügbar. Ende 2012 soll auch für die Android-Plattform eine Version herauskommen, die in einer Kooperation der Lan­des­ärz­te­kam­mer und der Abteilung für medizinische Informatik der Technischen Hochschule Mittelhessen konzipiert wird. Eine Version für Windows-Smartphones ist für Anfang 2013 geplant.

Zusätzlich zu den notwendigen Funktionen für die Fortbilder – die ärztlichen Veranstaltungsleiter – kann die App aus einer EFN einen 2-D-Barcode generieren. Der Barcode, den einige Ärztekammern ihren Mitgliedern bereits in Etikettenform zur Verfügung stellen, ist Voraussetzung zum Scannen. Das macht die App für jeden Arzt interessant, da man die EFN auf dem Smartphone immer zur Hand hat. Sofern der Fortbilder ebenfalls über diese App verfügt, lässt sich die elektronische EFN einscannen.

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Da die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen davon ausgeht, dass sich diese neue Möglichkeit schnell etablieren wird, sind schon Funktionen für eine zweite Version in Planung. So soll etwa die Fortbildungssuche über sämtliche zertifizierte Veranstaltungen, die seit kurzem von der Bundes­ärzte­kammer (www.baek-fortbildungssuche.de) angeboten wird, Bestandteil der App werden.

Das mobile Programm ist zunächst kostenfrei; je nach Zuspruch muss künftig voraussichtlich mit einem überschaubaren Cent-Betrag gerechnet werden, da die „Scan Engine“ für das schnelle Einscannen der Fortbildungsnummern nicht unentgeltlich verfügbar ist.

Die App ist der letzte Schritt eines Prozesses, der von der Antragstellung über die Zertifizierung einer Veranstaltung bis hin zur Übertragung in das jeweilige Punktekonto vollständig digital abgewickelt werden kann. Neben der einfachen Handhabung und der schnellen Übermittlung auf die Punktekonten der Mitglieder werden auch die entsprechenden Abteilungen der Ärztekammern entlastet, da das Einscannen beziehungsweise das Bearbeiten der Teilnehmerlisten entfällt. Die Listen mit den Unterschriften müssen zumindest in Hessen weiterhin noch von den Fortbildern geführt und aufbewahrt werden.

Anregungen aus dem Kreise der Ärzteschaft sind willkommen und können dem Entwicklerteam an die E-Mail-Adresse fobiapp@laekh.de übermittelt werden. Thomas Friedl

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