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Psychosomatische Medizin: Der Facharzt feiert 20-jähriges Jubiläum

Dtsch Arztebl 2012; 109(48): A-2390

Bühring, Petra

„Wir brauchen künftig noch mehr medizinisch ausgebildete Ärzte, die psychosomatisch denken und arbeiten.“ Das fordert Dr. med. Herbert Menzel, Vorsitzender des Berufsverbandes der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (BPM), anlässlich der Fachtagung zum 20-jährigen Jubiläum dieser Facharztgruppe in Berlin.

Die lange Tradition der psychosomatischen Medizin in Deutschland gipfelte 1992 in der Einführung des Fachgebiets „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“, damals noch „Psychotherapeutische Medizin“ genannt, auf dem Deutschen Ärztetag. Inzwischen gibt es nach Angaben des BPM bundesweit 4600 Fachärzte dieser Richtung. Davon sind 3000 ambulant tätig. Außerdem ständen eine große Anzahl von psychosomatischen Betten in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken zur Verfügung sowie 21 Universitätsabteilungen. Die breite Akzeptanz des Faches zeige sich auch anhand der inzwischen 66000 Ärztinnen und Ärzte, die die Qualifikation „Psychosomatische Grundversorgung“ erworben haben.

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„Psychosomatische Medizin wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen“, betonte Menzel. Er fordert deshalb im Zuge der Reform der Bedarfsplanung einen eigenen Planungsbereich für das Fachgebiet. Außerdem müsse die Weiterbildung im ambulanten Bereich stärker gefördert werden, um den Nachwuchs des Faches zu sichern. PB

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