ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2012KKH-Allianz: Krankenkasse räumt Fehlverhalten ein

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KKH-Allianz: Krankenkasse räumt Fehlverhalten ein

Dtsch Arztebl 2012; 109(48): A-2389 / B-1949 / C-1909

Gerst, Thomas

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Ohne Wissen der Vorgesetzten? Säumige Versicherte wurden zum Kassenwechsel aufgefordert. Foto: dpa
Ohne Wissen der Vorgesetzten? Säumige Versicherte wurden zum Kassenwechsel aufgefordert. Foto: dpa

Bei der aufsichtsrechtlichen Prüfung durch das Bundesversicherungsamt (BVA) haben sich Vorwürfe, die in der ZDF-Sendung „Frontal 21“ gegen die KKH-Allianz erhoben wurden, bestätigt. Nach BVA-Angaben kam eine unabhängige Innenrevision der Krankenkasse zu dem Ergebnis, dass „Mitarbeiter der KKH-Allianz in einer nicht unerheblichen Anzahl von Fällen in nicht hinnehmbarer Art und Weise Einfluss auf Versicherte genommen haben, die Krankenkasse zu wechseln“. Versicherten, die mit der Zahlung der Zusatzbeiträge im Rückstand waren, sei ein Kassenwechsel auch mit dem Angebot schmackhaft gemacht worden, dann auf säumige Zusatzbeiträge verzichten zu wollen.

Nach Angaben des BVA konnte eine unmittelbare Steuerungsverantwortung des Kassenvorstands nicht festgestellt werden. Bei der Aktion seien nur wenige Kassenmitarbeiter beteiligt gewesen. Ursächlich für das Fehlverhalten sei eine unzureichende Überwachung der handelnden Mitarbeiter durch Vorgesetzte gewesen. Die KKH-Allianz habe zugesagt, mit geeigneten Maßnahmen künftig vergleichbare Verhaltensweisen auszuschließen. Das BVA will dies mit fortlaufenden Kontrollen überprüfen. TG

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